Die Er­de kommt nicht zur Ru­he

Über 40 To­te in Chi­na / Zwei­tes Erd­be­ben er­schüt­tert Nord­wes­ten

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Pe­king (dpa). Bei ei­nem Erd­be­ben und ei­nem Berg­rutsch sind in Chi­na min­des­tens 44 Men­schen ums Le­ben ge­kom­men und 270 ver­letzt wor­den. Nur zehn St­un­den nach den Erd­stö­ßen in der Pro­vinz Si­chuan im Süd­wes­ten er­schüt­ter­te ein zwei­tes Be­ben den Nord­wes­ten des Lan­des. To­te wur­den dort zu­nächst nicht ge­mel­det.

Bei dem Erd­be­ben in Si­chuan star­ben min­des­tens 19 Men­schen. Min­des­tens 247 wei­te­re wur­den ver­letzt, da­von 40 schwer. Auch aus­län­di­sche Tou­ris­ten wa­ren un­ter den Ver­letz­ten. Bei ei­nem Berg­rutsch, der durch schwe­re Re­gen­fäl­le vor dem Be­ben pas­sier­te, ka­men im Dorf Geng­di in der Pro­vinz wei­te­re 25 Men­schen ums Le­ben, wie die amt­li­che Nach­rich­ten­agen­tur Xin­hua be­rich­te­te. Das zwei­te Erd­be­ben in der Re­gi­on Xin­jiang hat­te mit dem Erd­be­ben am Vor­abend in Si­chuan nichts zu tun, weil es ver­schie­de­ne tek­to­ni­sche Ge­bie­te sei­en, er­klär­ten Seis­mo­lo­gen. Die Erd­stö­ße der Stär­ke 6,6 schreck­ten die Men­schen in der Re­gi­on Xin­jiang aus dem Schlaf. Be­trof­fen war der we­nig be­sie­del­te Kreis Jing­he in der au­to­no­men mon­go­li­schen Prä­fek­tur Bor­ta­la. 32 Men­schen wur­den ver­letzt. Die Re­gi­on ist nur dünn be­sie­delt. Die Erd­stö­ße wa­ren aber bis in die 400 Ki­lo­me­ter west­lich ge­le­ge­ne Haupt­stadt der Re­gi­on, Ürüm­qi, zu spü­ren. Mit dem Ta­ges­licht konn­ten ges­tern in Si­chuan die Ber­gungs- und Auf­räum­ar­bei­ten rich­tig an­lau­fen.

Das Be­ben der Stär­ke 7,0 hat­te das Ge­biet des Na­tur­parks Ji­uz­hai­gou am Vor­abend heim­ge­sucht. Min­des­tens fünf der To­ten wa­ren Be­su­cher der be­son­ders in den Som­mer­fe­ri­en be­lieb­ten Tou­ris­ten­at­trak­ti­on. Bei Eva­ku­ie­run­gen wur­den tau­sen­de Tou­ris­ten in Si­cher­heit ge­bracht. Nach ers­ten Er­kennt­nis­sen wur­den min­des­tens zwei aus­län­di­sche Tou­ris­ten, ein Fran­zo­se und ei­ne Ka­na­die­rin, ver­letzt. Mehr als 1 200 Hel­fer und vier Hub­schrau­ber wa­ren im Ein­satz. Zu­dem sei­en Hun­der­te Sol­da­ten und me­di­zi­ni­sches Personal ins Erd­be­ben­ge­biet ent­sandt wor­den.

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