Si­li­con Val­ley in Pforz­heim

Schü­ler er­fah­ren bei me­dia­les­son von den neu­es­ten Tech­no­lo­gi­en

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM / WIRTSCHAFTSREGION - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ul­la Donn-von Yrsch

Pünkt­lich ha­ben sich die Teil­neh­mer der vom Stadt­mar­ke­ting Pforz­heim (WSP) or­ga­ni­sier­ten Schü­ler­ak­ti­on „Of­fen für Mor­gen“um 10 Uhr vor der Fir­ma me­dia­les­son ge­trof­fen. Me­dia­les­son ist ei­ne von zwölf Fir­men des Pro­jekts, die wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en ih­re Tü­ren öff­nen, um ei­nen klei­nen Ein­blick zu ge­wäh­ren.

Un­glaub­li­che Ru­he herrscht in den Bü­ros in der Ha­ber­mehl­stra­ße 15, Pforz­heim. Groß­zü­gig kon­zi­piert sind Bü­ros, Be­spre­chungs­zim­mer und Ent­span­nungs­räu­me. Hier wird an neu­es­ten Tech­no­lo­gi­en ge­tüf­telt und be­nut­zer­freund­li­che Soft­ware ent­wi­ckelt. Kun­den sind: Por­sche, das Ho­tel-Por­tal HRS, Za­lan­do (Schu­he), um nur ei­ni­ge zu nen­nen.

Von den 20 An­ge­stell­ten wa­ren ges­tern nur we­ni­ge da, was nur zum Teil an der Fe­ri­en­zeit liegt. „Vie­le un­se­rer Mit­ar­bei­ter sind vor Ort bei den Fir­men oder ar­bei­ten von sonst wo“, er­klärt Phil­ipp Bauknecht das Kon­zept sei­ner Fir­ma den 19 Schü­lern, die für zwei St­un­den sei­ne Fir­ma be­sich­ti­gen. Für den An­fang 30-Jäh­ri­gen bie­tet die Ak­ti­on der WSP die Mög­lich­keit, neue Aus­zu­bil­den­de zu wer­ben, denn die teil­neh­men­den Schü­ler sind al­le zwi­schen 14 und 18 Jah­re alt und größ­ten­teils vom Gym­na­si­um.

Es geht nicht um gu­te No­ten, Bauknecht ge­steht, dass er sein Abitur in Weil der Stadt gera­de noch so ge­schafft ha­be, aber Eng­lisch sei bei me­dia­les­son die „Amts­spra­che“, kom­mu­ni­ziert wer­de aus­schließ­lich in eng­lisch. Und so lau­schen die Teil­neh­mer Bauknecht mit ehr­fürch­ti­gem Schwei­gen. Mit dem Abitur 2002 grün­de­te er die Fir­ma und stu­dier­te par­al­lel da­zu an der Hoch­schu­le Pforz­heim Wer­bung und Be­triebs­wirt­schaft.

Mög­lich wur­de dies auch durch die Mög­lich­keit bei In­no­tec, dem Tech­no­lo­gie­zen­trum der Stadt Pforz­heim für Fir­men­grün­der, güns­tig an­zu­fan­gen. In­zwi­schen ist die Fir­ma so ge­wach­sen, dass im Ja­nu­ar um­ge­zo­gen wur­de. Die gan­ze At­mo­sphä­re er­in­nert an Si­li­con Val­ley, al­les sieht recht lo­cker aus, Bauknecht ist für al­le ein­fach „Phil­ipp“. Krea­ti­vi­tät wird groß ge­schrie­ben, der Spaß an der Ar­beit auch.

Und dann dür­fen die Ju­gend­li­chen die Ho­lo-Lens auf­set­zen. Für die­se, von Mi­cro­soft ent­wi­ckel­te, Spe­zi­al­bril­le, die Rea­li­tät mit fik­tio­na­len Zu­ta­ten ver­bin­det, darf Me­dia­les­son, als ei­ne von we­ni­gen Fir­men welt­weit, spe­zi­el­le Apps ent­wi­ckeln. Es ist ei­ne fas­zi­nie­ren­de Tech­nik und da­zu gibt es dann auch Fra­gen. Zu Be­wer­bun­gen ist es ges­tern nicht ge­kom­men: „Das ist be­stimmt für In­for­ma­tik­stu­den­ten in­ter­es­sant, aber für mich...?“sin­niert Sö­ren Fin­na vom He­bel- Gym­na­si­um. Lehr­reich war der Aus­flug zu me­dia­les­son auf je­den Fall.

Krea­ti­vi­tät wird groß ge­schrie­ben

DURCH DIE HO­LO-LENS sieht die Welt ein we­nig an­ders aus. Phil­ipp Bauknecht von me­dia­les­son lässt Schü­ler bei der Ak­ti­on „of­fen für mor­gen“durch­bli­cken. Fo­to: Schnei­der

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