Bau­ele­men­te mit his­to­ri­scher Aus­sa­ge

Grü­nen-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te be­su­chen Maul­bron­ner Fens­ter­spe­zia­lis­ten

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM / WIRTSCHAFTSREGION -

Maul­bronn/Knitt­lin­gen (PK). Mit der Fir­ma Com­mon Fens­ter­bau be­such­ten die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten der Grü­nen, Mar­tin Grath und Ste­fa­nie See­mann, in Maul­bronn ei­nen Fens­ter­spe­zia­lis­ten in der Re­stau­rie­rung denk­mal­ge­schütz­ter Ge­bäu­de. Au­ßer­dem tra­fen sie sich in Knitt­lin­gen zu ei­nem Ge­spräch mit Hand­werks­ver­tre­tern.

Was es heißt, his­to­ri­sche Fens­ter zu er­hal­ten und über­dies en­er­ge­tisch auf Stand zu brin­gen, er­läu­ter­te In­ha­ber Bo­do Com­mon. Es brau­che ein ge­wis­ses Ge­schick und Know-how, wenn es dar­um ge­he, Fens­ter zu re­stau­rie­ren, die oh­ne ei­nen Trop­fen Leim Jahr­hun­der­te über­dau­ert ha­ben.

„Fens­ter sind Bau­ele­men­te mit ei­ner ho­hen Dich­te an his­to­ri­schen Aus­sa­gen. Die­se an kom­men­de Ge­ne­ra­tio­nen mög­lichst un­ge­schmä­lert wei­ter­zu­ge­ben be­deu­tet, ih­ren kul­tu­rel­len Wert auch für die Zu­kunft zu er­hal­ten“, er­klärt See­mann, die Mit­glied im Ku­ra­to­ri­um der Denk­mal­stif­tung Ba­den-Würt­tem­berg ist. Vie­le re­gio­na­le Kul­tur­gü­ter hät­ten durch den Be­trieb er­hal­ten wer­den kön­nen.

So auch Ge­bäu­de im Be­reich des Klos­ters Maul­bronn, das sich in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zum Fir­men­ge­län­de liegt. Das Be­triebs­ge­bäu­de fußt auf dem ehe­ma­li­gen Hecht­see der Zis­ter­zi­en­serMön­che. Grath, hand­werks­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen, ver­weist dar­auf, dass es gel­te Wis­sen zu er­hal­ten und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Com­mon und sei­ne Mit­ar­bei­ter be­wie­sen, dass ein tra­di­tio­nel­les Hand­werk wei­ter­hin er­folg­reich aus­ge­übt wer­den kann. In der „Al­ten Feu­er­wa­che“von Bä­cker­meis­ter und Lan­des­in­nungs­ober­meis­ter Mar­tin Rein­hardt in Knitt­lin­gen wur­de dar­über dis­ku­tiert, wie sich gu­tes Le­ben in Knitt­lin­gen und dem Enz­kreis ge­stal­ten lässt. „Die Zu­kunft des Hand­werks und die Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum sind eng ver­wo­ben“, teilt Grath mit, der selbst Bä­cker­meis­ter und Hand­werks­und Ver­brau­cher­schutz­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen im Land­tag ist.

The­ma­tisch ging es bei dem Tref­fen eben­so um fach­po­li­ti­sche Aspek­te, die die Ver­tre­ter der Kreis­hand­wer­ker­schaft, Rolf Na­gel, Joa­chim Butz und Ma­thi­as Mor­lock an­spra­chen, wie um über All­tags­er­fah­run­gen der Hand­wer­ker so­wie Ver­brau­cher­the­men, die spe­zi­ell in länd­li­che­ren Ge­bie­ten aufs Engs­te mit dem Hand­werk vor Ort ver­knüpft sind. „Gu­tes Le­ben hat viel da­mit zu tun, wie wir pro­du­zie­ren und wie wir kon­su­mie­ren und geht uns al­le et­was an.

Be­son­ders in länd­lich ge­präg­ten Re­gio­nen“, er­klärt See­mann, die vor ih­rem So­zio­lo­gie­stu­di­um ei­ne Aus­bil­dung zur Land­schafts­gärt­ne­rin ab­sol­vier­te. Hand­werks­be­trie­be bil­de­ten ei­ne wich­ti­ge Säu­le der re­gio­na­len Wirtschaft.

Sie sei­en nicht nur be­deu­ten­de Ar­beit­ge­ber, son­dern spiel­ten auch ei­ne wich­ti­ge Rol­le bei der be­ruf­li­chen Aus­bil­dung. „Wie die meis­ten mit­tel­stän­di­schen Be­trie­be, steht auch das Hand­werk vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen, die mit dem de­mo­gra­phi­schen Wan­del und im Zu­ge der Di­gi­ta­li­sie­rung auf­ge­wor­fen wer­den“, zeigt sich Grath über­zeugt.

Hand­werk als wich­ti­ge Säu­le der Wirtschaft

FIRMENINHABER Bo­do Com­mon er­klärt sei­nen Be­su­chern Ste­fa­nie See­mann und Mar­tin Grath (von links), was es be­deu­tet, denk­mal­ge­schütz­te Ge­bäu­de zu re­stau­rie­ren. Fo­to: PK

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