SPD warnt vor Rüs­tungs­spi­ra­le

Op­per­mann stellt Be­din­gun­gen fürs Mit­re­gie­ren

Pforzheimer Kurier - - POLITIK - BREMST beim Wehr­etat: SPD-Frak­ti­ons­chef Thomas Op­per­mann. Fo­to: dpa

Ber­lin (AFP). Die SPD macht den Ver­zicht auf die Er­hö­hung der Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben auf zwei Pro­zent der Wirt­schafts­leis­tung zur Be­din­gung für ein Mit­re­gie­ren nach der Bun­des­tags­wahl im Herbst: „Wir hal­ten das für den fal­schen Weg, und mit der SPD in der Re­gie­rung wird es das nicht ge­ben“, sag­te Frak­ti­ons­chef Thomas Op­per­mann der „Rhei­ni­schen Post“. In ei­nem neu­en Grund­satz­pa­pier warnt die SPD vor ei­ner Rüs­tungs­spi­ra­le. Die Na­to hat­te 2014 be­schlos­sen, dass die Mit­glieds­staa­ten zwei Pro­zent ih­res Brut­to­in­lands­pro­dukts (BIP) für die Rüs­tung aus­ge­ben soll­ten. Deutsch­land ver­fehlt die­ses Ziel bis­lang. In den jetzt of­fi­zi­ell vor­ge­stell­ten „Leit­ge­dan­ken ei­ner so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Si­cher­heits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik“, heißt es da­zu, die Er­hö­hung der Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben von der­zeit 1,2 Pro­zent auf zwei Pro­zent kä­me ei­ner An­he­bung auf 70 Mil­li­ar­den Eu­ro gleich. „Deutsch­land wä­re da­mit die größ­te Mi­li­tär­macht Eu­ro­pas, weit vor den Atom­mäch­ten Frank­reich mit 55,7 Mil­li­ar­den und En­g­land mit 48,3 Mil­li­ar­den Eu­ro.“

Die Bun­des­wehr soll al­ler­dings per­so­nell und ma­te­ri­ell bes­ser aus­ge­stat­tet wer­den, heißt es in dem Grund­satz­pa­pier. „Es steht au­ßer Fra­ge, dass die Bun­des­wehr mehr Geld be­kom­men muss“, be­ton­ten SPD-Spre­cher.

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