„Ha­cker-An­griff war er­folg­los“

Wahl­be­hör­de in Ke­nia räumt Atta­cke ein / End­gül­ti­ges Er­geb­nis lässt auf sich war­ten

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Nai­ro­bi (dpa/AFP). Bei den Wah­len in Ke­nia ist es der Wahl­be­hör­de zu­fol­ge zu ei­nem er­folg­lo­sen Hacking-Ver­such des Wahl­sys­tems ge­kom­men. Vor­läu­fi­ge Er­mitt­lun­gen hät­ten ge­zeigt, dass es ei­nen Ver­such gab, die Da­ten­bank der Wahl­be­hör­de zu ha­cken, sag­te ges­tern der Lei­ter der Wahl­be­hör­de, Wa­fu­la Che­bu­ka­ti. Die­ser sei aber nicht er­folg­reich ge­we­sen.

Der Op­po­si­ti­ons­kan­di­dat für die Prä­si­dent­schafts­wahl, Rai­la Odin­ga, hat­te nach den Wah­len am Di­ens­tag be­haup­tet, die Da­ten­bank sei zu­guns­ten des Amts­in­ha­bers Uhu­ru Ke­nyat­ta ge­hackt und ma­ni­pu­liert wor­den. Un­ter an­de­rem die­ser Vor­wurf hat­te am Tag nach den Wah­len zu Pro­tes­ten ge­führt. In Nai­ro­bi und im Wes­ten des Lan­des kam es zu De­mons­tra­tio­nen von Un­ter­stüt­zern der Op­po­si­ti­on. Bei Zu­sam­men­stö­ßen mit der Po­li­zei in Mat­ha­re, ei­nem Slum von Nai­ro­bi, sei­en zwei Men­schen ge­tö­tet wor­den, teil­te Ärz­te oh­ne Gren­zen mit. „Es ist in der Ver­ant­wor­tung je­des Ein­zel­nen, ru­hig zu blei­ben“, sag­te die Lei­te­rin der EU-Wahl­be­ob­ach­ter­mis­si­on, Ma­riet­je Schaa­ke. „Wah­len soll­ten nie ein Fall von Le­ben oder Tod sein.“Ne­ben dem Prä­si­den­ten und bei­den Kam­mern des Par­la­ments ha­ben die Ke­nia­ner in den 47 Ver­wal­tungs­be­zir­ken des Lan­des auch neue Gou­ver­neu­re und Re­gio­nal­ver­tre­tun­gen ge­wählt. In den von der EU be­ob­ach­te­ten Wahl­lo­ka­len ha­be es „kei­ne An­zei­chen“von Ma­ni­pu­la­ti­on ge­ge­ben, sag­te Schaa­ke. Die Er­geb­nis­se der Wah­len wer­den in den kom­men­den Ta­gen er­war­tet. An­ge­sichts der aus­blei­ben­den Er­geb­nis­se der Prä­si­dent­schafts­wahl in Ke­nia ha­ben die in­ter­na­tio­na­len Wahl­be­ob­ach­ter an die Ge­duld der Wäh­ler ap­pel­liert. Die Wahl­kom­mis­si­on ar­bei­te „rund um die Uhr“, sie müs­se die Zeit ha­ben, ih­re Ar­beit zu tun, be­ton­te Schaa­ke. Die Po­li­ti­ke­rin zeig­te sich „über­zeugt, dass die Mehr­heit der Ke­nia­ner zu­tiefst dem Frie­den ver­bun­den“sei.

AUS ANGST vor neu­en Un­ru­hen hat die Re­gie­rung in Nai­ro­bi die Si­cher­heits­vor­keh­run­gen ver­stärkt. Fo­to: dpa

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