Han­nah-Arendt-Preis für Éti­en­ne Ba­li­bar

Pforzheimer Kurier - - KULTUR -

Der fran­zö­si­sche Phi­lo­so­phie-Pro­fes­sor Éti­en­ne Ba­li­bar er­hält den Han­nahA­rendt-Preis für po­li­ti­sches Den­ken. Er soll die mit 10 000 Eu­ro do­tier­te Aus­zeich­nung am 1. De­zem­ber im Bre­mer Rat­haus ver­lie­hen be­kom­men. Ba­li­bar kri­ti­sie­re im­mer lei­den­schaft­lich die struk­tu­rel­len Schwä­chen der li­be­ra­len De­mo­kra­tie und die Art und Wei­se, wie bren­nen­de po­li­ti­sche Fra­gen nicht zu En­de ge­dacht wer­den, heißt es in der Be­grün­dung der Ju­ry. auf Deutsch er­schie­nen von ihm zu­letz­te „Sind wir Bür­ger Eu­ro­pas: Po­li­ti­sche In­te­gra­ti­on, so­zia­le Aus­gren­zung und die Zu­kunft des Na­tio­na­len“(2003), „Gleich­frei­heit: po­li­ti­sche Es­says“(2012) und „Eu­ro­pa: Kri­se und En­de?“(2016).

Die Stadt Bre­men und die Hein­rich Böll Stif­tung ver­ge­ben ge­mein­sam den nach der jü­di­schen Pu­bli­zis­tin Han­nah Arendt (1906 bis 1975) be­nann­ten Preis seit 1995. Zu den bis­he­ri­gen Preis­trä­gern ge­hö­ren der ita­lie­ni­sche Phi­lo­soph Gi­an­ni Vat­ti­mo (2002), die fran­zö­si­sche Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin Julia Kris­t­e­va (2006) und der deutsch-per­si­sche Ori­en­ta­list Na­vid Ker­ma­ni (2006). dpa/BNN

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.