In die Ver­gan­gen­heit ge­reist

Kin­der ge­hen auf Aben­teu­er­rei­se mit dem Re­for­ma­tor Mar­tin Lu­ther

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS / WETTER -

Neu­lin­gen-Göb­ri­chen (pd). In die Zeit Mar­tin Lu­thers ver­setzt wur­den in und vor der Göb­ri­cher Pfarr­scheu­er 20 Kin­der von sechs bis zwölf Jah­ren. Als Bei­trag des Ju­bi­lä­ums „500 Jah­re Re­for­ma­ti­on“wur­de die­ser Pro­gramm­punkt bei den Neu­lin­ger Kin­der­fe­ri­en­ta­gen von der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Göb­ri­chen an­ge­bo­ten. Jo­se­fi­ne Glim­pel, die Frau von De­kan Chris­toph Glim­pel, und ein sechs­köp­fi­ges Hel­fer­team be­rei­te­ten den Kin­dern kon­fes­si­ons­über­grei­fend ei­ne span­nen­de Rei­se in die Zeit des gro­ßen Re­for­ma­tors. Da­bei wur­de den Kids der christ­li­che Glau­be spie­le­risch na­he­ge­bracht. Hier­zu wur­de his­to­ri­sche Klei­dung über­ge­zo­gen, die von den Frau­en des Ge­mein­de­treffs „DIY“(„Do it yours­elf“) ge­näht wur­de. Be­son­ders in ori­gi­nel­ler Tracht zu se­hen wa­ren Lu­ther und „Fried­rich der Wei­se“(1463 bis 1525), Kur­fürst von Sach­sen, der ei­ne Ent­füh­rung von Lu­ther in­sze­nier­te, um ihn auf der Wart­burg in Si­cher­heit zu brin­gen. Dort hat er zu­nächst das Neue und spä­ter auch das Al­te Tes­ta­ment ins Deut­sche über­setzt.

Als Lö­sen ei­nes Rät­sels wur­de in ei­nem Spiel wie in ei­nem Kri­mi ein Puz­zle von Er­geb­nis­sen zu­sam­men­ge­setzt. Die in Grup­pen auf­ge­teil­ten Kin­der muss­ten bei Lu­ther ein Rät­sel um den Psalm 23 lö­sen, an­de­re brach­ten ihm Pa­pier, da­mit er die Bi­bel über­set­zen kann. Doch um das Pa­pier zu be­kom­men, brauch­ten sie ei­ne Le­der­ta­sche, da­mit das Pa­pier auch si­cher auf die Wart­burg ge­bracht wer­den konn­te, die sie beim Stall­knecht er­hiel­ten. Da­mit ging es zu Fried­rich dem Wei­sen, der das wert­vol­le Pa­pier aus­hän­dig­te. Die Ge­gen­stän­de wa­ren auf Pa­pier ab­ge­bil­det. Das Dreh­buch da­zu schrieb Jo­se­fi­ne Glim­pel. Die Ge­schwis­ter Ju­li­an und Lu­is Os­wald be­ton­ten be­geis­tert: „Das Li­veac­tionSpiel hat to­tal Spaß be­rei­tet, man hat rich­tig kno­beln müs­sen. Die Schatz­su­che durch Göb­ri­chen war auch rich­tig toll. Mar­sh­mal­lows gril­len im Kirch­gar­ten war eben­falls su­per.“Sa­rah Glim­pel, die Lu­ther dar­stell­te, er­gänz­te: „Mir hat es auch gro­ßen Spaß ge­macht. Ich fand es toll, dass die Kin­der so gut mit­ge­macht ha­ben und mir bei der Ent­füh­rung und Flucht auf die Wart­burg ge­hol­fen ha­ben.“Zum Pro­gramm zähl­te aber auch Do­sen­wer­fen, Sack­hüp­fen und Kräf­te­mes­sen beim Tau­zie­hen im Kirch­gar­ten. Es wur­de au­ßer­dem ge­bas­telt. Ge­fer­tigt wur­den Stoff­geld­beu­tel, in de­nen an­statt Geld wei­ße Boh­nen wa­ren. Und wenn man sie öff­ne­te und flach aus­leg­te, kam ein Müh­le­spiel zum Vor­schein, das mit den Boh­nen ge­spielt wer­den kann. Über die Mit­tags­zeit gab es ei­ne Stär­kung.

Christ­li­cher Glau­be spie­le­risch nä­her­ge­bracht

IN DIE ZEIT DER RE­FOR­MA­TI­ON reis­ten beim Neu­lin­ger Fe­ri­en­pro­gramm 20 Kin­der und ein Hel­fer­team. Da­zu zo­gen sie sich auch his­to­ri­sche Klei­dung über, die von den Frau­en des Ge­mein­de­treffs ge­näht wur­de. Fo­to: Dietrich

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