„Un­recht nicht ver­ges­sen“

Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel er­in­nert an den Mau­er­bau

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Berlin (dpa). Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) hat bei ei­nem Be­such in der Sta­siop­fer-Ge­denk­stät­te in Berlin-Ho­hen­schön­hau­sen ge­mahnt, das DDR-Un­recht nicht zu ver­ges­sen. Der Bund wer­de sich wei­ter en­ga­gie­ren, um die Er­in­ne­rung an sol­che au­then­ti­schen Or­te wie Ho­hen­schön­hau­sen of­fen zu hal­ten, sag­te ges­tern Mer­kel kurz vor dem 56. Jah­res­tag des Mau­er­baus. „Wir kön­nen nur ei­ne gu­te Zu­kunft gestal­ten, wenn wir uns der Ver­gan­gen­heit an­neh­men.“Mit Blick auf den Mau­er­bau vom 13. Au­gust 1961 sag­te die Kanz­le­rin bei ih­rem ers­ten öf­fent­li­chen Auf­tritt nach dem Ur­laub, es sei wich­tig, sich kraft­voll für De­mo­kra­tie und Frei­heit ein­zu­set­zen so­wie ge­gen Links­ra­di­ka­lis­mus zu ar­bei­ten. Das kön­ne nicht ne­giert wer­den. Mer­kel leg­te zu­sam­men mit ei­nem ExHäft­ling am Ge­denk­stein für die Op­fer kom­mu­nis­ti­scher Ge­walt­herr­schaft ei­nen Kranz nie­der.

Die Kanz­le­rin wur­de von Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters (CDU) be­glei­tet. In der Ein­rich­tung sol­len bis zum Herbst 2019 für 8,8 Mil­lio­nen Eu­ro al­le his­to­ri­schen Ober­flä­chen im In­ne­ren – wie Fuß­bö­den und Wän­de – denk­mal­ge­recht sa­niert wer­den.

BE­SUCH IN HO­HEN­SCHÖN­HAU­SEN: Kanz­le­rin Mer­kel er­in­ner­te ges­tern in der Ge­denk­stät­te an die Sta­siop­fer. Fo­to: dpa

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