SPD will Quo­te für Elek­tro­au­tos

Die EU-Kom­mis­si­on hält sich zu­rück / Theu­rer lehnt Pl­an­wirt­schaft ab

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Berlin/Karls­ru­he (dpa/BNN). Mit der For­de­rung nach ver­bind­li­chen Quo­ten für Elek­tro­au­tos in der EU hat die SPD die De­bat­te um Die­sel-Ab­ga­se und dro­hen­de Fahr­ver­bo­te an­ge­heizt. Für sei­nen Vor­stoß be­kam ges­tern Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz Un­ter­stüt­zung von zwei SPD-Mi­nis­te­rin­nen. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel woll­te sich zu­nächst nicht auf ei­ne Po­si­ti­on fest­le­gen. Die EU-Kom­mis­si­on hat­te al­ler­dings erst An­fang der Wo­che mit­ge­teilt, ei­ne sol­che Quo­te sei nicht ge­plant. Die Quo­te sol­le nicht für die Au­to­bau­er gel­ten, son­dern für Neu­zu­las­sun­gen, er­läu­ter­te Schulz sei­nen Vor­schlag, der Teil ei­nes Fünf-Punk­tePlans zur Zu­kunft des Au­to­mo­bil­stand­orts Deutsch­land ist. Der Staat müs­se ei­nen E-Au­to-An­teil fest­le­gen, et­wa be­zo­gen auf die Ein­woh­ner­zahl. Das sei ein An­reiz für die Au­to­bau­er, sich auf die­sem Markt ei­ne gu­te Po­si­ti­on zu si­chern. Kauf­an­rei­ze soll­ten Kun­den da­zu brin­gen, Au­tos mit elek­tri­schem An­trieb zu kau­fen. Deutsch­land för­dert Elek­tro­an­trie­be be­reits un­ter an­de­rem mit Kauf­prä­mi­en. Das Ziel, bis 2020 ei­ne Mil­li­on Elek­tro­au­tos auf der Stra­ße zu ha­ben, gel­te wei­ter, sag­te Re­gie­r­uns­spre­cher Stef­fen Sei­bert. Mer­kel hat­te im Mai er­klärt, es wür­de – Stand jetzt – wohl nicht er­reicht. Je­der Vor­schlag, der mehr Dy­na­mik beim Aus­bau zum Ziel ha­be, sei „erst ein­mal will­kom­men“, sag­te Sei­bert. Micha­el Theu­rer, im FDP-Bun­des­prä­si­di­ums für Wirt­schafts­the­men zu­stän­dig und in Karls­ru­he FDP-Kan­di­dat bei der Bun­des­tags­wahl, lehnt un­ter­des­sen ei­ne Quo­te für Elek­tro­au­tos ab. „Wir set­zen auf Tech­no­lo­gie-Of­fen­heit statt Pl­an­wirt­schaft. Denn wir wis­sen heu­te noch nicht, ob Elek­tro­mo­bi­li­ät oder die Brenn­stoff­zel­le oder syn­the­ti­sche Kraft­stof­fe die nach­hal­tigs­te Zu­kunfts­lö­sung im Jahr 2030 sein wird. Kommentar

Ka­ri­ka­tur: Erl

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