Ei­ge­nes Ri­si­ko

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Die Re­gie­rungs­kri­se in Nie­der­sach­sen ist The­ma die­ser Kom­men­tar­aus­zü­ge:

Na­tür­lich hät­te es statt des Wech­sels von Twes­ten zur CDU, mit dem die Re­gie­rungs­mehr­heit ver­lo­ren ging, auch die „sau­be­re­re“Lö­sung ge­ge­ben, in­dem sie ihr Man­dat nie­der­ge­legt hät­te. Doch das wird die Nie­der­sach­sen- wahl am 15. Ok­to­ber eben­so we­nig ent­schei­den wie die Fra­ge, ob Twes­ten von CDU-Seite zum Über­lau­fen er­mun­tert wur­de.

Reut­lin­ger Ge­ne­ral-An­zei­ger Ist El­ke Twes­ten plötz­lich ei­ne schlech­te Ab­ge­ord­ne­te mit ganz neu­en An­sich­ten, weil sie die Frak­ti­on ge­wech­selt hat? Zu­ge­ge­ben: so weit die Theo­rie vom frei­en Man­dat. In der Pra­xis, da hat Weil recht, geht es um Sta­bi­li­tät und Re­gie­rungs­fä­hig­keit. Das Ri­si­ko ei­ner Ein-Stim­men-Mehr­heit ist aber nicht der Wäh­ler, son­dern ganz al­lein er selbst ein­ge­gan­gen.

Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung

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