Neu­es Glücks­spiel­recht greift

Pforz­heim lehnt 19 An­trä­ge auf Kon­zes­si­ons­ver­län­ge­rung ab

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

PK – Beim Voll­zug des Lan­des­glück­spiel­ge­set­zes ist ei­ne wei­te­re Stu­fe er­reicht, teilt die Pres­se­stel­le der Stadt Pforz­heim mit.

So sieht das Ge­setz seit Ju­li 2017 ei­ne er­neu­te Er­laub­nis­pflicht für den Be­trieb von Spiel­hal­len vor. Da­bei müs­sen zum Schutz vor Spiel­sucht grund­sätz­lich Ab­stän­de von min­des­tens 500 Me­tern zwi­schen den Spiel­hal­len un­ter­ein­an­der ein­ge­hal­ten wer­den. Aus­nahms­los gilt dies für Neu­an­trä­ge.

Bei Be­stands­spiel­hal­len sind Aus­nah­men le­dig­lich in so­ge­nann­ten „Här­te­fäl­len“mög­lich – al­so, wenn be­legt wer­den kann, dass zum Bei­spiel auf­grund von ge­tä­tig­ten er­heb­li­chen In­ves­ti­tio­nen so­wie län­ger­fris­ti­gen Miet­ver­trä­gen ei­ne so­for­ti­ge Schlie­ßung zu ei­ner vom Ge­setz nicht ge­woll­ten Här­te füh­ren wür­de. Wie sieht die Si­tua­ti­on nun in Pforz­heim aus? Hier gibt es ak­tu­ell 45 Spiel­hal­len, die al­le Ver­län­ge­rungs­an­trä­ge ge­stellt ha­ben.

Nach Prü­fung durch das Amt für öf­fent­li­che Ord­nung wer­den die An­trä­ge in 19 Fäl­len ab­ge­lehnt, in 20 Fäl­len greift die Här­te­fall­klau­sel und ei­ne Be­frei­ung wird bis ma­xi­mal zum 30. Ju­ni 2021 er­teilt, le­dig­lich 6 Spiel­hal­len er­hal­ten ei­ne „Vol­ler­laub­nis“, da dort sämt­li­che Ge­neh­mi­gungs­vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.

Ober­bür­ger­meis­ter Pe­ter Boch zeigt sich mit die­sem wich­ti­gen Schritt zu­frie­den: „An­ge­sichts der er­heb­li­chen Spiel­hal­len­dich­te war es in Pforz­heim über­fäl­lig, dass hier ge­gen­ge­steu­ert wer­den konn­te“, so der Rat­haus­chef. „Das In­stru­ment des neu­en Glücks­spiel­rechts wer­den wir da­her kon­se­quent nut­zen, um so mit­tel­fris­tig ei­ne deut­li­che Re­du­zie­rung von Spiel­hal­len zu er­rei­chen.“

Da­durch kön­ne auch dem so­ge­nann­ten „Tra­ding-Down-Ef­fekt“– al­so dem Ent­wick­lungs­trend zu Leer­stän­den und un­at­trak­ti­ven An­ge­bo­ten – ent­ge­gen­ge­wirkt und zur Ver­bes­se­rung des Stadt­bilds bei­ge­tra­gen wer­den.

Ers­ter Bür­ger­meis­ter Dirk Bü­scher un­ter­streicht: „Ne­ben den ak­tu­ell an­ge­sto­ße­nen Ve­rän­de­run­gen im Be­stand der Spiel­hal­len ist es uns bei Neu­an­trä­gen auch mög­lich, den wich­ti­gen Er­for­der­nis­sen des Ju­gend­schut­zes Rech­nung zu tra­gen.

An­trä­ge auf Spiel­hal­len im Um­kreis von 500 Me­tern von Schu­len oder Ju­gend­ein­rich­tun­gen wer­den ab­ge­lehnt.“

Re­du­zie­rung von Spiel­hal­len an­ge­strebt

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