Ele­gant ins Ge­län­de

Ran­ge Ro­ver Velar

Pforzheimer Kurier - - MOTOR UND VERKEHR -

We­gen des an­hal­ten­den SUV-Booms sieht man bei Land Ro­ver bes­te Chan­cen für ei­ne wei­te­re Bau­rei­he, die sich zwi­schen Evo­que und Dis­co­very Sport ein­sor­tiert. Mit 4,80 Me­tern Län­ge und 2,87 Me­tern Rad­stand bringt der na­gel­neue Ran­ge Ro­ver Velar fünf In­sas­sen be­quem un­ter, auch dürf­te der La­de­raum mit bis zu 1731 Li­tern Vo­lu­men das Ur­laubs­ge­päck der gan­zen Fa­mi­lie fas­sen. Den­noch wirkt der Wa­gen we­ni­ger wuch­tig als manch gro­ßer All­rad­ler. Die ver­gleichs­wei­se fla­che Sil­hou­et­te und die kla­re, re­du­zier­te For­men­spra­che strah­len zu­rück­hal­ten­de Ele­ganz aus; plötz­lich wirkt der ag­gres­si­ve Auf­tritt man­cher Kon­kur­ren­ten ziem­lich bil­lig.

Spä­tes­tens auf den zwei­ten Blick macht der Velar trotz­dem Ein­druck: Das stark hoch­ge­zo­ge­ne Heck zum Bei­spiel, die ex­trem schma­len Leuch­ten vorn wie hin­ten oder die voll ver­senk­ten Tür­grif­fe hat man so noch nicht ge­se­hen. In­nen setzt sich der Bau­haus-ar­tig kla­re Ein­rich­tungs­stil fort, je nach Aus­stat­tung sind edels­te Ma­te­ria­li­en ver­ar­bei­tet, bis hin zu ei­nem ei­gens für die­sen Wa­gen ent­wi­ckel­ten High­techBe­zugs­stoff, der mehr kos­tet als die teu­ers­te Le­der­va­ri­an­te.

Die Kom­man­do­zen­tra­le be­steht aus zwei gro­ßen Touch­screens über­ein­an­der. Auf dem obe­ren Bild­schirm brei­tet sich in ers­ter Li­nie das Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem aus, auf dem un­te­ren wer­den fast al­le an­de­ren Funk­tio­nen ge­steu­ert – von der In­ten­si­tät der Rü­cken­mas­sa­ge bis zum Of­f­road­fahr­pro­gramm. Der Clou sind zwei gro­ße Dreh­reg­ler, die di­rekt auf dem Glas des Mo­ni­tors sit­zen und ih­re Funk­ti­on je nach Be­darf wech­seln. Im Kli­ma-Me­nü bei­spiels­wei­se die­nen sie zur Tem­pe­ra­turund Ge­blä­see­in­stel­lung, im Mu­sik-Me­nü zum Scrol­len durch die Play­list oder das Ver­zeich­nis der Ra­dio­sen­der.

Gera­de weil der Velar äu­ßer­lich so we­nig rus­ti­kal wirkt, sei dar­auf hin­ge­wie­sen, dass All­rad­an­trieb se­ri­en­mä­ßig an Bord ist und – min­des­tens in der teu­ers­ten Aus­bau­stu­fe – übels­te Bu­ckel­pis­ten eben­so sou­ve­rän be­wäl­tigt wie Was­ser­tie­fen von bis zu 65 Zen­ti­me­tern. Der Fah­rer muss da­für nicht ein­mal wis­sen, was ei­ne Dif­fe­ren­zi­al­sper­re ist, weil die Of­f­roadas­sis­tenz fast al­les au­to­ma­tisch er­le­digt. Zwar dürf­te kaum ein Velar-Be­sit­zer sei­nen Zwei­ton­ner durch Kies­gru­ben scheu­chen, aber die Ge­wiss­heit, für über­flu­te­te Stra­ßen oder ver­schnei­te Park­plät­ze ge­rüs­tet zu sein, ist ja auch ihr Geld wert. Die Preis­lis­te be­ginnt bei 56 400 Eu­ro und en­det bei rund der dop­pel­ten Sum­me für das Top­mo­dell mit Sechs­zy­lin­der und sämt­li­chen Ex­tras bis hin zu Luft­fe­de­rung und LED-Ma­trixlicht.

Drei Ben­zin- und drei Die­sel­mo­to­ren mit 180 bis 380 PS sind im An­ge­bot, im­mer ge­kop­pelt mit Acht­gang­au­to­ma­tik und Ad­ap­tiv­fahr­werk, im Fal­le der Selbst­zün­der zu­dem mit mo­derns­ter Ab­gas­rei­ni­gung. sob

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