Au­to­schau mit Schram­men

In ei­nem Mo­nat be­ginnt die IAA

Pforzheimer Kurier - - MOTOR UND VERKEHR -

Kurz nach Er­öff­nung der IAA 2015 wur­de der Dieselskandal ruch­bar, aber weil es da­bei zu­nächst nur um VW und nur um den US-Markt ging, ließ sich die in Frank­furt ver­sam­mel­te Bran­che die Fei­er­lau­ne nicht ver­der­ben. Wenn nun Mit­te Sep­tem­ber die dies­jäh­ri­ge IAA be­ginnt, dürf­te die Stim­mung deut­lich ge­drück­ter sein. Ob­wohl die Kar­tell-Er­mitt­lun­gen ge­gen deut­sche Au­to­bau­er noch lan­ge nicht ab­ge­schlos­sen sind, hat das Image der Fir­men deut­li­che Schram­men da­von­ge­tra­gen, und der mög­li­che wirt­schaft­li­che Scha­den könn­te im Ex­trem­fall exis­tenz­be­dro­hen­de Aus­ma­ße an­neh­men.

Oben­drein blei­ben in die­sem Jahr ei­ni­ge Au­to­her­stel­ler der Mes­se fern, weil sie im Un­ter­schied zum Aus­rich­ter, dem Ver­band der deut­schen Au­to­mo­bil­in­dus­trie, die IAA nicht mehr für das be­deu­tends­te Schau­fens­ter der Bran­che hal­ten. Vol­vo zum Bei­spiel fin­det ei­nen Mes­se­auf­tritt pro Kon­ti­nent aus­rei­chend und zeigt sich lie­ber in Genf als in Frank­furt. Nis­san wie­der­um zieht die Ce­bit in Han­no­ver vor, weil The­men wie au­to­no­mes Fah­ren auf ei­ner Com­pu­ter­mes­se bes­ser zu in­sze­nie­ren sei­en. Von Fi­at gibt es kei­ne of­fi­zi­el­le Be­grün­dung für die Ab­sa­ge; vi­el­leicht man­gelt es den Ita­lie­nern ein­fach nur an vor­zeig­ba­ren No­vi­tä­ten.

Wer sich für au­to­mo­bi­le Neu­hei­ten in­ter­es­siert, kommt in Frank­furt na­tür­lich trotz­dem auf sei­ne Kos­ten. Zahl­rei­che Mo­del­le wer­den auf der IAA of­fi­zi­ell ent­hüllt, zu er­war­ten ist zum Bei­spiel der nächs­te Por­sche Cay­enne und ei­ne ziem­lich se­ri­en­na­he Stu­die der neue A-Klas­se von Mer­ce­des. Von an­de­ren Mo­del­len gibt es zwar schon Fo­tos oder Vi­de­os, auf der Mes­se sind sie je­doch erst­mals in Le­bens­grö­ße zu se­hen. In den meis­ten Fäl­len ist An­fas­sen und Pro­be­sit­zen er­laubt, manch­mal so­gar Pro­be­fah­ren.

Für das brei­te Pu­bli­kum ist die IAA von 16. bis 24. Sep­tem­ber ge­öff­net, Ein­tritts­kar­ten kos­ten im Vor­ver­kauf 12 Eu­ro, am Wo­che­n­en­de 14 Eu­ro, für Schü­ler und Stu­den­ten im­mer 7,50 Eu­ro. Ti­ckets und aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen gibt es im In­ter­net un­ter www.iaa.de. sob

SIE­GES­ZUG DER SUVS: Un­ter den Neu­hei­ten der kom­men­den Sai­son sind vie­le hö­her­ge­leg­te Klein­wa­gen nach Vor­bild des Opel Mok­ka, et­wa von Seat, Kia, Ci­tro­en und Hy­un­dai. Opel wie­der­um hat ei­nen gro­ßen Peu­geot als Grand­land X ein­ge­mein­det. Fo­tos: Frei / dpa

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