Güns­ti­ges Kli­ma

Mehr Bor­ken­kä­fer im Süd­schwarz­wald

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (dpa/lsw). Bor­ken­kä­fer ma­chen den Wald­be­sit­zern die­ses Jahr ins­be­son­de­re in Bay­ern mas­siv zu schaf­fen. Ein war­mer Herbst, ein mil­der Win­ter und dann schon früh im Jahr Tem­pe­ra­tu­ren um 18 Grad – da­mit sind die Kä­fer früh ge­schlüpft und ha­ben sich zahl­reich ver­mehrt. Auch im Süd­schwarz­wald und am Bo­den­see ge­be es mehr Bor­ken­kä­fer in den Bäu­men als in den Vor­jah­ren, teil­te die Forst­li­che Ver­suchs­und For­schungs­an­stalt Ba­denWürt­tem­berg mit. Das lie­ge wohl dar­an, dass der Ju­ni hier recht tro­cken war. Al­ler­dings sei die La­ge nicht be­droh­lich und nicht zu ver­glei­chen mit Bay­ern.

In den meis­ten Fich­ten­re­gio­nen Mit­tel­eu­ro­pas näh­men Bor­ken­kä­fer-Schä­den seit 2016 wie­der zu, be­rich­tet Rai­ner Hur­ling von der Nord­west­deut­schen Forst­li­chen Ver­suchs­an­stalt in Göt­tin­gen. Die­se re­gis­triert die Bor­ken­kä­fer in Nie­der­sach­sen, Hes­sen, Sach­sen-An­halt und Schles­wig-Hol­stein, wo eben­falls stei­gen­de Schä­den ver­zeich­net wer­den. „Al­ler­dings ha­ben wir es hier mit ei­nem deut­lich ge­rin­ge­rem Be­falls­an­stieg zu tun als er aus den süd­li­che­ren Län­dern ge­mel­det wird, ins­be­son­de­re aus den Al­pen-An­rai­ner­staa­ten“, er­klärt Hur­ling.

„Zwar be­ob­ach­ten auch wir zu­neh­men­de Schä­den in Berg­land­re­gio­nen so­wie im süd­li­chen Hes­sen, je­doch nur in ei­nem Aus­maß, das von den Forst­be­trie­ben bis­her im Rah­men der Be­wirt­schaf­tung ge­bän­digt wer­den kann.“In Bay­ern trifft es vor al­lem Fich­ten. Wald­be­sit­zer ar­bei­ten un­ter Hoch­druck: Sie müs­sen die be­fal­le­nen Bäu­me fin­den, fäl­len und min­des­tens ei­nen hal­ben Ki­lo­me­ter aus dem Wald schaf­fen – sonst brei­tet sich der Kä­fer noch mehr aus.

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