„Vie­les rich­tig ge­macht“

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Vor hun­dert Jah­ren war in Süd­ba­den die wohl am häu­figs­ten als Zu­wan­de­rer auf­tre­ten­de Na­tio­na­li­tät die der Ita­lie­ner, aus dem Tren­ti­no – als Ex­per­ten im Be­reich des Ei­sen­bahn­baus. Kom­men Sie als Süd­ti­ro­ler jetzt auch als Pio­nier in den Schwarz­wald?

Mair: Ich bin in Bri­xen ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen, und ita­lie­ni­scher Staats­bür­ger mit deut­scher Mut­ter­spra­che. Süd­ti­ro­ler zu sein, ist in mei­nen Au­gen ein ge­lun­ge­ner Mix aus deut­scher Zu­ver­läs­sig­keit und ita­lie­ni­schem Tem­pe­ra­ment. Aber als Lehr­meis­ter kom­me ich nicht. Denn im Schwarz­wald wur­de in den letz­ten Jah­ren vie­les rich­tig ge­macht. Nicht nur in Deutsch­land blickt man be­wun­dernd auf die­se Des­ti­na­ti­on.

Wann war Ih­re ers­te Be­geg­nung mit dem Schwarz­wald?

Mair: Mei­ne ers­te Be­geg­nung mit der Re­gi­on liegt nun 17 Jah­re zu­rück. Da­mals war ich Mi­t­or­ga­ni­sa­tor der ers­ten Vi­no-Miglia und be­glei­te­te die Süd­ti­ro­ler Wein­kö­ni­gin auf der 2 000 Ki­lo­me­ter lan­gen Old­ti­mer­tour durch die Wein­an­bau­ge­bie­te zwi­schen Süd­ti­rol und der Pfalz.

Ha­ben Sie schon ei­nen Grund­kurs Ale­man­nisch be­legt, um auch die Bür­ger­meis­ter der Schwarz­wald­ge­mein­den gut zu ver­ste­hen?

Mair: Seit gut zwölf Jah­ren bin ich mit ei­ner Schwarz­wäl­de­rin li­iert. Ich ken­ne al­so nicht nur die Re­gi­on, son­dern auch ih­re Ei­gen­hei­ten und Be­find­lich­kei­ten – und wir ver­ste­hen uns gut. Den­noch könn­te ein Grund­kurs in Ale­man­nisch nicht scha­den – mei­ne Part­ne­rin kommt näm­lich aus dem schwä­bi­schen Teil des Schwarz­wal­des. Text/Fo­to: sj

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.