Pe­ter­sen trifft Pe­ter­sen

Frei­burgs Stür­mer schießt Pa­pas Team aus dem Cup

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Hal­ber­stadt (dpa). Der of­fi­zi­el­le Ar­beits­tag von Nils Pe­ter­sen war zwar schon nach 81 Mi­nu­ten be­en­det, doch nach dem Schluss­pfiff im DFB-Po­kal ging es erst so rich­tig los. Der Stür­mer des SC Frei­burg war bei sei­ner Rück­kehr in die Hei­mat der ge­frag­tes­te Mann. Nicht nur we­gen sei­nes Füh­rungs­to­res beim 2:1(2:0)-Er­folg der Breis­gau­er bei Viert­li­gist VfB Ger­ma­nia Hal­ber­stadt. Drei Jah­re hat­te der Stür­mer in sei­ner Ju­gend für die Rand­har­zer ge­spielt. Die ge­sam­te Ge­gend war nun an ihm in­ter­es­siert: Sel­fies, Au­to­gram­me, Hän­de­schüt­teln – noch ei­ne St­un­de nach Spiel­schluss war er im Sta­dio­nin­nen­raum prä­sent.

Va­ter Andre­as Pe­ter­sen hat­te da lan­ge das Tri­kot mit der Num­mer 18 in sei­ner Ta­sche ver­staut. Der Trai­ner des VfB wuss­te mit sei­nen Ge­füh­len nicht wo­hin. „Ei­ner­seits freue ich mich für Nils, dass er so ge­trof­fen hat. Das zeigt sei­ne Klas­se und das macht mich stolz. An­de­rer­seits är­gert es mich ge­wal­tig, dass wir ihn in die­ser Sze­ne nicht hal­ten konn­ten“, mein­te Pe­ter­sen Se­ni­or. Beim Ge­gen­tor ap­plau­dier­te er eben­so wie bei der Aus­wechs­lung. Nach dem Ab­pfiff nahm er sei­nen Sohn in den Arm und herz­te ihn lan­ge. Für den Ju­ni­or war der Sieg wich­tig. „Es war schon ein be­son­de­res Spiel für mich. Und jetzt bin ich froh, dass wir es er­folg­reich ge­stal­tet ha­ben. Ich glau­be, ich hät­te mei­nen Va­ter ei­ne Wo­che lang nicht an­ru­fen dür­fen, wenn wir aus­ge­schie­den wä­ren“, sag­te Pe­ter­sen.

Zu­frie­den über das Wei­ter­kom­men war auch SC-Trai­ner Chris­ti­an Streich. Das Schei­tern in der Eu­ro­pa-Le­agueQua­li­fi­ka­ti­on hat­te auch bei ihm Spu­ren hin­ter­las­sen. In Hal­ber­stadt sah er 45 Mi­nu­ten ei­ne do­mi­nie­ren­de Mann­schaft, die in Sa­chen Struk­tur, Ball­be­sitz und Raum­auf­tei­lung vie­les rich­tig mach­te und durch die To­re von Pe­ter­sen (34.) und Ni­co­las Höf­ler (42.) ver­dient und klar führ­te. Doch dann ver­lor der SCF die Sou­ve­rä­ni­tät. „Wenn du bei ei­ner un­ter­klas­si­gen Mann­schaft 2:0 vorn bist, brennt nor­ma­ler­wei­se nichts mehr an. Doch die Mann­schaft hat al­les das, was in der ers­ten Halb­zeit gut war, dann falsch ge­macht. Wir kön­nen froh sein, dass das Spiel vor­bei ist“, sag­te Streich. Kay Mi­chels 1:2 (88.) kam zu spät.

Die Wo­che bis zum Bun­des­li­ga-Auf­takt ge­gen Frank­furt will Streich nun nut­zen. „Das wird dann ein ganz an­de­res Spiel“, sag­te er und hofft nach der Ver­pflich­tung von Mar­co Ter­raz­zi­no von der TSG Hof­fen­heim auf wei­te­re Ver­stär­kun­gen.

FAMILIENANGELEGENHEIT: Andre­as und Nils Pe­ter­sen. Fo­to: dpa

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