Kryl­ov gra­tu­liert Czar­ne­cki

SWDKO ehrt eins­ti­gen Chef­di­ri­gen­ten mit gro­ßem Kon­zert

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

Vla­dis­lav Czar­ne­cki, ehe­ma­li­ger Lei­ter des Süd­west­deut­schen Kam­mer­or­ches­ters Pforz­heim, wur­de am Sams­tag acht­zig Jah­re alt. Mit ei­ner mu­si­ka­li­schen Gra­tu­la­ti­on ehrt das Süd­west­deut­sche Kam­mer­or­ches­ter Pforz­heim sei­nen ehe­ma­li­gen Chef­di­ri­gen­ten Vla­dis­lav Czar­ne­cki. Un­ter dem Mot­to „Vio­li­ne vir­tu­os“fin­det das Ge­burts­tags­kon­zert am Sams­tag, 16. Sep­tem­ber, um 16 Uhr im Kö­nig­li­chen Kur­thea­ter Bad Wild­bad statt. Be­son­de­rer Gast und So­list ist der in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­te rus­si­sche Gei­ger Ser­gej Kryl­ov.

Von 1986 bis 2002 lei­te­te der aus der gro­ßen tsche­chi­schen Mu­sik­tra­di­ti­on stam­men­de Vla­dis­lav Czar­ne­cki das Kam­mer­or­ches­ter, nach­dem er gleich drei Stu­di­en­gän­ge – Vio­la, Di­ri­gie­ren und Kom­po­si­ti­on – ab­sol­viert und an­schlie­ßend als Brat­scher und Di­ri­gent in Tsche­chi­en, in den Nie­der­lan­den und schließ­lich beim Rund­funk­or­ches­ter Lu­ga­no tä­tig ge­we­sen war.

Wäh­rend sei­ner Zeit beim Süd­west­deut­schen Kam­mer­or­ches­ter pfleg­te er ein weit ge­spann­tes Re­per­toire, das er um zahl­rei­che mu­si­ka­li­sche Ent­de­ckun­gen, vor al­lem aus der mu­si­ka­li­schen Ro­man­tik, er­wei­ter­te. Mehr als 40 Schall­plat­ten- und CD-Auf­nah­men ent­stan­den in die­ser Zeit – meist Er­stein­spie­lun­gen, die noch heu­te auf dem Markt sind und von den Rund­funk­sen­dern im In- und Aus­land ge­spielt wer­den.

Als Vla­dis­lav Czar­ne­cki 2002 in den Ru­he­stand ver­ab­schie­det wur­de, ehr­te die Stadt Pforz­heim ihn für sei­ne Ver­diens­te um das Kam­mer­or­ches­ter mit der Por­tus-Me­dail­le. Heu­te lebt er in Bad Wild­bad, ist mit sei­ner Frau Chris­ta häu­fig auf Rei­sen und treu­er Be­su­cher der Pforz­hei­mer Abon­ne­ment­kon­zer­te. Dem rus­si­schen Gei­ger Ser­gej Kryl­ov ist Czar­ne­cki seit dem Be­ginn sei­ner Pforz­hei­mer Tä­tig­keit eng ver­bun­den - durch zahl­rei­che ge­mein­sa­me Auf­trit­te in den Abon­ne­ment­kon­zer­ten, Gast­spie­le und CD-Auf­nah­men, die auch un­ter sei­nen Nach­fol­gern Se­bas­ti­an Te­win­kel und Ti­mo Hand­schuh fort­ge­setzt wur­den.

Im Bad Wild­ba­der Kon­zert prä­sen­tiert Kryl­ov zu­sam­men mit dem Kam­mer­or­ches­ter al­le Klang­far­ben und die gan­ze Vir­tuo­si­tät der Vio­li­ne in Wer­ken von Tschai­kow­sky, Saint-Saëns und Sa­ra­sa­te („Zi­geu­ner­wei­sen“). Da­zu er­klin­gen un­ter der Lei­tung von Chef­di­ri­gent Ti­mo Hand­schuh Strei­cher­wer­ke aus der tsche­chi­schen Hei­mat Czar­ne­ckis: Mu­sik aus dem „Idyll“von Le­os Janácek und die be­rühm­te Se­re­na­de von An­tonín Dvor­ák. Aus­ge­rich­tet wird das Kon­zert in Zu­sam­men­ar­beit mit den För­der­ver­ei­nen des Kam­mer­or­ches­ters und des Kö­nig­li­chen Kur­thea­ters Bad Wild­bad.

PK

VLA­DIS­LAV CZAR­NE­CKI in­mit­ten sei­ner Nach­fol­ger als Chef­di­ri­gent, Se­bas­ti­an Te­win­kel (links) und Ti­mo Hand­schuh. Fo­to: Si­mon Do­lacek

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