Das Come­back

Gut­ten­berg mel­det sich in Kulm­bach zu­rück

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Kulm­bach (dpa). Auf die­sen Mo­ment muss­te er lan­ge war­ten: Ges­tern Abend griff Karl-Theo­dor zu Gut­ten­berg wie­der ak­tiv in die deut­sche Po­li­tik ein und zwar als pro­mi­nen­ter Wahl­kampf­hel­fer der CSU – „mei­ner Fa­mi­lie“, wie er sei­ne Par­tei in­zwi­schen gern nennt. Für sei­nen ers­ten gro­ßen öf­fent­li­chen Auf­tritt nach jah­re­lan­ger Ab­sti­nenz hat­te sich „KT“ein Heim­spiel in Kulm­bach aus­ge­sucht. Und da zeig­te sich der Ex-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter sechs Jah­re nach sei­ner Pla­gi­ats­af­fä­re noch ein­mal reu­mü­tig. „Ich ha­be al­le Kon­se­quen­zen er­tra­gen“, sag­te der 45-Jäh­ri­ge. „Aber ich darf auch nach so lan­ger Zeit für mich sa­gen, jetzt ist auch mal ir­gend­wann gut.“

In sei­ner Hei­mat ist sein leuch­ten­der Stern nie ver­glüht. 68,1 Pro­zent der Erst­stim­men hol­te „KT“hier bei der Bun­des­tags­wahl 2009 – ein deutsch­land­wei­ter Re­kord. Nach sei­nem Rück­tritt gab es 2011 so­gar Sym­pa­thie­kund­ge­bun­gen – mit Pla­ka­ten wie „Wir brau­chen dich“. Für die Ober­fran­ken war Gut­ten­berg nicht nur ein Po­li­ti­ker aus ih­rer Mit­te mit ade­li­gen Wur­zeln. Die vom de­mo­gra­fi­schen Wan­del ge­plag­te Re­gi­on im Nor­den Bay­erns ge­noss es, sich im Glan­ze des CSUSon­ny­boys und sei­ner Frau Ste­pha­nie zu son­nen. Kein Wun­der al­so, dass die Re­gi­on sei­ner Rück­kehr ent­ge­gen­fie­ber­te, auch wenn da­von of­fi­zi­ell na­tür­lich kei­ne Re­de war und Gut­ten­berg selbst sie bis­lang aus­schloss.

ZU­RÜCK als Wahl­kampf­hel­fer: Karl-Theo­dor zu Gut­ten­berg mischt sich ein. Fo­to: dpa

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