„Ar­me Dia­na, ar­me Söh­ne“

Face­book-Nut­zer er­in­nern sich auf der BNN-Sei­te an den Un­fall in Pa­ris

Pforzheimer Kurier - - ZEITGESCHEHEN -

Karls­ru­he. Der Tod von Prin­zes­sin Dia­na war ein Er­eig­nis, das wie we­ni­ge an­de­re die gan­ze Welt be­wegt hat. Die Ba­di­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten ha­ben ih­re Le­ser da­zu auf­ge­ru­fen, auf der Face­book-Sei­te der BNN zu be­rich­ten, wie sie den 31. Au­gust 1997 er­lebt ha­ben. An­ke Aß­mann weiß noch genau, dass es ein Sonn­tag war. „Ich saß im Got­tes­dienst, als es mir je­mand zu­ge­flüs­tert hat, und konn­te es erst nicht glau­ben“, schreibt sie.

Ma­ri­el­le Reu­ter er­zählt, dass sie da­mals vier Jah­re alt ge­we­sen sei und ge­ra­de Ur­laub mit ih­ren El­tern am Gar­da­see mach­te. Die Nachricht von dem töd­li­chen Un­fall sei das Ge­sprächs­the­ma Num­mer eins in ih­rem Ho­tel ge­we­sen. Für Face­book-Nut­ze­rin Andrea Br­ö­ker war es die ers­te Nacht in der ei­ge­nen Woh­nung, Björn Fix hat­te Nacht­schicht und er­fuhr von Prin­zes­sin Dia­nas Tod im Ra­dio.

Jea­net­te Kas­pa­ri­an schreibt, dass sie ge­ra­de die Trep­pen der Za­po­te­kenTem­pel­an­la­ge auf dem Mon­te Al­bán in Me­xi­ko hoch­ge­lau­fen sei, als an­de­re Tou­ris­ten ganz auf­ge­löst von dem Un­glück be­rich­te­ten.

Face­book-Nut­ze­rin M. Sie­bert hat­te ge­ra­de Ur­laub in Tsche­chi­en ge­macht: „Wir be­fan­den uns be­reits auf der Rück­fahrt und be­fuh­ren Rich­tung Hei­mat schon ei­ne deut­sche Au­to­bahn, als wir im Au­to­ra­dio die­se er­schüt­tern­de Nachricht hör­ten! Ich er­in­ne­re mich, dass ich ei­nen Kloß im Hals hat­te und mit den Trä­nen kämpf­te.“Sie­bert ha­be es nicht glau­ben kön­nen, bis sie die Bil­der im Fern­se­hen ge­se­hen ha­be.

Auch Kers­tin Bri­ta ging das Er­eig­nis sehr nah. Egal wo sie in den Wo­chen da­nach ge­we­sen sei, über­all hät­ten die Men­schen dar­über ge­spro­chen. „Da kam ei­ne Frau ums Le­ben, et­was äl­ter als man selbst, hin­ter­ließ zwei trau­ma­ti­sier­te Kin­der und man dach­te, hof­fent­lich muss man selbst nie mit so et­was fer­tig wer­den“, schreibt Bri­ta. Ähn­lich äu­ßert sich An­ke Bas­ler: „Ar­me Dia­na, ar­me Söh­ne. Sie war ei­ne wun­der­ba­re Frau.“Hel­ga Mor­lock war ge­ra­de auf dem Weg zum Bo­den­see, als sie die trau­ri­ge Nachricht er­fuhr: „So et­was ver­gisst man nicht.“

Ei­ne selt­sa­me Par­al­le­le hat Chris­ti­an Ap­pel nach ei­ge­ner Aus­sa­ge er­lebt. Er ha­be drei Ki­lo­me­ter ent­fernt vom Un­glücks­ort ei­nen Un­fall ge­habt, ihm sei je­mand ins Au­to ge­fah­ren. Als er am nächs­ten Tag sei­ne Fa­mi­lie in Deutsch­land an­ge­ru­fen ha­be, um da­von zu be­rich­ten, ha­be sein Va­ter zu ihm ge­sagt, das sei nicht wit­zig. Ju­li­us Sand­mann

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