Schwarz­wald­pan­ora­ma pur

Mit dem Rad von der Som­mer­berg­bahn bis nach Bad Her­re­n­alb

Pforzheimer Kurier - - WAS - WANN - WO / WETTER - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Chris­ti­an Bütt­ner

Bad Wild­bad. Mit dem Rad den Nord­schwarz­wald er­fah­ren und da­bei das groß­ar­ti­ge Pan­ora­ma der Berg­gip­fel ge­nie­ßen – das möch­ten vie­le, las­sen sich aber durch die Ber­ge und die Hö­hen­me­ter ab­schre­cken. Die heu­ti­ge Tour von der Som­mer­berg­bahn in Bad Wild­bad bis nach Bad Her­re­n­alb macht das mit der Über­win­dung von nur 350 Hö­hen­me­tern mög­lich. Die 30 Ki­lo­me­ter lan­ge Stre­cke führt auf fast aus­schließ­lich nicht asphal­tier­ten Forst­stra­ßen und ist nur für (ge­fe­der­te und un­ge­fe­der­te) Tou­ren­rä­der oder Moun­tain­bikes ge­eig­net.

Los geht es mit der Bahn vom Karls­ru­her Haupt­bahn­hof über Pforz­heim nach Bad Wild­bad bis zur Hal­te­stel­le Uh­land­stra­ße. Von dort aus trans­por­tiert die Som­mer­berg­bahn die Rad­fah­rer in die Hö­hen des Nord­schwarz­walds. Die Tour führt von der Berg­sta­ti­on aus den Pe­ter-Lie­big-Weg ent­lang und kommt im Wald am Baum­wip­fel­pfad vor­bei. Sie folgt der Be­schil­de­rung der Schwarz­wald West Ra­d­rou­te (Bol­len­hut über „West“). Es geht im­mer ge­ra­de­aus bis zur Lich­tung und Hüt­te „Fünf Bäu­me“. Der be­lieb­te Wan­der­weg geht auf der an­de­ren Sei­te der Lich­tung auf dem al­ten Grün­hüt­te-Weg ge­ra­de aus, die Rad­fah­rer fah­ren je­doch auf den an­stei­gen­den Kohl­weg. Nach et­wa 1,5 Ki­lo­me­tern berg­auf und berg­ab er­reicht man ei­ne Kreu­zung mit vier Forst­stra­ßen und der Le­hen­bück­le­hüt­te. Wei­ter geht es auf dem Weg links, der ge­ra­de­aus durch den Wald di­rekt auf die be­wirt­schaf­te­te Grün­hüt­te führt, die für ih­re Hei­del­beer­pfann­ku­chen be­kannt ist.

Die Tour nimmt den Weg ober­halb der Grün­hüt­te in Rich­tung Wild­see. Nach ei­nem An­stieg geht es rechts um die Kur­ve und an der Wei­ßen­stein­hüt­te vor­bei. Nur we­ni­ge Me­ter wei­ter be­ginnt der nur für Fuß­gän­ger be­geh­ba­re Holz­boh­len­weg, der durch das Hoch­moor und zum Wild­see führt – ein schö­ner klei­ner Ab­ste­cher.

Die Tour geht auf der Forst­stra­ße wei­ter. Nach rund ei­nem Ki­lo­me­ter biegt ein klei­ner Tram­pel­pfad in den Wald zur Kal­ten­bron­ner Jä­ger­schau­kel ab. Hier kann man pau­sie­ren, der Aus­blick ist lei­der je­doch ziem­lich zu­ge­wach­sen. Wei­ter geht es auf der Forst­stra­ße rund um das Na­tur­schutz­ge­biet auf dem Obe­ren Horn­weg. Bei der ers­ten Kreu­zung folgt man ge­ra­de­aus den Schil­dern des Schwarz­wald­we­ges West. An der zwei­ten Kreu­zung biegt die Rou­te rechts in den Manns­loh­weg ab und geht hin­un­ter in Rich­tung Kreuz­le­hüt­te. Auf dem Weg erblickt man erst­mals auf dem Berg­kamm ge­gen­über den Kai­ser-Wil­hel­mTurm.

Wer an der Kreuz­le­hüt­te an­ge­kom­men ist, soll­te den loh­nen­den Ab­ste­cher zum Hoh­loh­turm ma­chen (et­wa vier Ki­lo­me­ter und 100 Hö­hen­me­ter). Man wird mit ei­nem groß­ar­ti­gen Rundum­pan­ora­ma be­lohnt: Bei gu­ter Sicht sind der Stutt­gar­ter Fern­seh­turm, die Schwä­bi­sche Alb, aber auch die Hor­nis­grin­de und das Rhein­tal mit den Vo­ge­sen und dem Pfäl­zer Wald zu se­hen. Der Weg zum Turm ist von der Kreuz­le­hüt­te ab aus­ge­schil­dert, al­ler­dings fehlt das ers­te Schild: Ge­ra­de­aus von der Hüt­te geht es nach cir­ca 100 Me­tern scharf links in ei­ne Forst­stra­ße berg­auf. Auf die­ser fährt man bis kurz vor dem Turm und quert die L 76b.

Nun fährt man die ge­ra­de Forst­stra­ße links von der Kreuz­le­hüt­te durch den Wald. Auf dem Weg geht es wei­ter, ge­ra­de­aus über die ers­te Kreu­zung und in ei­ner Kur­ve an der Lang­mart­kopf­hüt­te vor­bei. Die Tour folgt der Forst­stra­ße rechts wei­ter auch noch über die nächs­te Kreu­zung. Noch ein­mal geht es et­was berg­auf und an der nächs­ten Kreu­zung links den Weg hin­un­ter. Bis Bad Her­re­n­alb geht es die nächs­ten 10 Ki­lo­me­ter auf Forst­stra­ßen hin­ab, die gut be­fahr­bar sind, auf de­nen man aber doch mit Ver­tie­fun­gen, St­ei­nen oder Äs­ten rech­nen muss und des­we­gen ei­ne dem per­sön­li­chen Kön­nen an­ge­pass­te Ge­schwin­dig­keit wäh­len soll­te.

In der nächs­ten Kur­ve geht ein Weg ge­ra­de­aus Rich­tung Teu­fels­müh­le. Wir fol­gen rechts der Forst­stra­ße und es geht wei­ter hin­ab ins Tal. Im­mer wie­der la­den wei­te Aus­bli­cke zum Hal­ten ein. Auf der Forst­stra­ße geht es wei­ter, bis sie ei­ne ge­teer­te Stra­ße kreuzt. Die­ser fol­gen wir links berg­ab bis zur Tal­wie­sen­schän­ke. Links geht es auf der Stra­ße wei­ter auf dem Weg „Tal­wies“in den Wald. Ab der nächs­ten Kreu­zung (ge­ra­de­aus fah­ren) wird der Weg „Zief­lens­berg“ge­nannt. Un­ten an­ge­kom­men, ist man in Bad Her­re­n­alb und folgt der Gais­tal­stra­ße im­mer ge­ra­de­aus in die Stadt. An der Kreu­zung mit der Do­bler Stra­ße biegt man links ab und fährt im fol­gen­den Kreis­ver­kehr die Kur­pro­me­na­de mit den Schutz­strei­fen hin­ab. An der zwei­ten Kreu­zung geht es links zum Bahn­hof. Wer noch nicht ge­nug hat, kann wei­ter ra­deln: Ent­we­der rechts der Alb auf der aus­ge­schil­der­ten Ra­d­rou­te nach Ett­lin­gen (et­wa 20 Ki­lo­me­ter) und von dort bis nach Karls­ru­he. Ge­müt­li­cher führt der Graf-Rhena-Weg links der Alb nach Ett­lin­gen.

ET­WA ZWEI­EIN­HALB ST­UN­DEN be­trägt die rei­ne Fahrt­zeit der 30 Ki­lo­me­ter lan­gen Tour, auf der Zie­le wie der Hoh­loh­turm zu Ab­ste­chern lo­cken. In­fo-Gra­fik: Sch­laich

WEI­TE AUS­BLI­CKE sind nur ei­ne von vie­len at­trak­ti­ven Be­son­der­hei­ten der Rad­tour nach Bad Her­re­n­alb. Fo­to: Bütt­ner

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