Im Zei­chen jü­di­scher Kul­tur

Ge­denk­stät­ten und Sy­nago­gen im gan­zen Land öff­nen am Sonn­tag ih­re To­re

Pforzheimer Kurier - - WAS - WANN - WO -

Karls­ru­he/Pforz­heim (mast). In ganz Ba­den-Würt­tem­berg öff­nen sich am kom­men­den Sonn­tag, 3. Sep­tem­ber, Tü­re und To­re zahl­rei­cher Sy­nago­gen, Ge­denk­stät­ten und Mu­se­en zum „Eu­ro­päi­schen Tag der Jü­di­schen Kul­tur“. Ob Aus­stel­lun­gen, Kon­zer­te, Sy­nago­gen­und Fried­hofs­be­su­che, ku­li­na­ri­sche Ent­de­ckun­gen, Film­vor­füh­run­gen oder Vor­trä­ge – vie­le der Ver­an­stal­tun­gen wer­den sich in die­sem Jahr auf das Leit­the­ma Dia­spo­ra be­zie­hen und un­ter an­de­rem die Mi­gra­ti­ons­be­we­gun­gen von Jü­din­nen und Ju­den be­leuch­ten.

In Karls­ru­he öff­net da­zu das Jü­di­sche Ge­mein­de­zen­trum in der Knie­lin­ger Al­lee 11 ab 15 Uhr sei­ne Pfor­ten. Es wer­den is­rae­li­sche Spe­zia­li­tä­ten ser­viert. Um 16 Uhr folgt die Füh­rung „Jü­di­sches Le­ben in Karls­ru­he, Sit­ten und Bräu­che“. Ab 18 Uhr gibt es ein Kon­zert von Kan­tor Mos­he Hay­oun und dem En­sem­ble „Na­gi­lah“. In Pforz­heim gibt es ab 19 Uhr im Ge­mein­de­saal der Sy­nago­ge, Emi­li­en­stra­ße 20 bis 22, ein Kon­zert des „Ro­tem En­sem­bles“mit dem Ti­tel „Durch die land­schaft­li­che Schönheit Is­ra­els“. An­mel­dung un­ter Te­le­fon (0 72 31) 56 84 70.

Eben­falls ge­öff­net ist die Sy­nago­ge in Ba­den-Ba­den, Wer­der­stra­ße 2. Dort be­ant­wor­tet Rab­bi­ner Su­rov­t­sev von 15 bis 16 Uhr Fra­gen wie „Wie sieht ei­ne Sy­nago­ge aus?“und „Wo be­fin­det sich die Tora­rol­le?“. In Ras­tatt be­tei­ligt sich hin­ge­gen das Stadt­mu­se­um (Her­ren­stra­ße 11) am „Eu­ro­päi­schen Tag der Jü­di­schen Kul­tur“. Von dort aus star­tet um 11 Uhr ei­ne Stadt­füh­rung zum The­ma „Jü­di­sches Le­ben in Ras­tatt. Vom Stadt­mu­se­um ins Kan­to­ren­haus“.

Der Jü­di­sche Ver­bands­fried­hof Ober­grom­bach auf dem Ei­chel­berg zwi­schen Bruch­sal und Ober­grom­bach ist von 14 bis 16 Uhr ge­öff­net. Um 14.30 Uhr fin­det dort ei­ne Füh­rung mit dem Hei­mat­for­scher Diet­mar Ko­nanz statt.

Auch der Ver­bund der Ge­denk­stät­ten am Süd­li­chen Ober­rhein öff­net die To­re sei­ner Er­in­ne­rungs­or­te. Ob Füh­run­gen, Vor­trä­ge oder ku­li­na­ri­sche An­ge­bo­te – zahl­rei­che An­ge­bo­te und Ver­an­stal­tun­gen las­sen an die­sem Tag bei meist frei­em Ein­tritt das jü­di­sche Le­ben er­fah­ren. Ins­ge­samt sechs Ge­denk­stät­ten ge­hö­ren zum 2014 ge­grün­de­ten Ver­bund, dar­un­ter die Ge­denk­stät­te Sal­men in der Lan­ge Stra­ße 52 in Of­fen­burg. Von dort aus star­tet am Sonn­tag um 11 Uhr ei­ne Füh­rung durch Mik­we, Sal­men und ent­lang der Stol­per­stei­ne (An­mel­dung: (07 81) 82 25 77). Von 13 bis 17 Uhr öff­net die Mik­we, das jü­di­sche Ri­tu­al­bad, mit der Aus­stel­lung „Vom Bad zum Brun­nen“.

Der 3. Sep­tem­ber steht auch eu­ro­pa­weit im Zei­chen jü­di­scher Kul­tur: In rund 30 Län­dern öff­nen sich an die­sem Da­tum be­reits seit 1999 jähr­lich die To­re zu Sy­nago­gen und Fried­hö­fen, Ge­denk­stät­ten und Mu­se­en. Ziel des Ak­ti­ons­ta­ges ist, die Ge­schich­te des Ju­den­tums, sei­ne Bräu­che und Tra­di­tio­nen ei­nem brei­ten Pu­bli­kum zu prä­sen­tie­ren. Zu­dem er­in­nert er an die Bei­trä­ge des Ju­den­tums zur Kul­tur un­se­res Kon­ti­nents in Ver­gan­gen­heit und Ge­gen­wart.

Ser­vice

Be­su­cher der Ver­an­stal­tun­gen des Ak­ti­ons­ta­ges sind ge­be­ten, beim Be­such jü­di­scher Ein­rich­tun­gen ih­ren Per­so­nal­aus­weis mit­zu­füh­ren und dar­an zu den­ken, dass die Ge­set­ze des Ju­den­tums es ver­lan­gen, dass Män­nern in Sa­kral­räu­men und auf jü­di­schen Fried­hö­fen ei­ne Kopf­be­de­ckung tra­gen.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen gibt es un­ter www.ge­denk­staet­ten-bw.de so­wie www. ge­denk­staet­ten-sued­li­cher-ober­rhein.de.

EI­NE BE­WEG­TE GE­SCHICH­TE kann die Er­in­ne­rungs­stät­te Sal­men in Of­fen­burg vor­wei­sen. Sie kann am Sonn­tag im Rah­men ei­ner Füh­rung be­sich­tigt wer­den. Fo­to: GSO

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