Auf dem Weg in das di­gi­ta­le Zeit­al­ter

San­dra Rich­ter wird neue Di­rek­to­rin des Deut­schen Li­te­ra­tur­ar­chivs in Mar­bach

Pforzheimer Kurier - - KULTUR -

Das Deut­sche Li­te­ra­tur­ar­chiv in Mar­bach be­kommt ei­ne neue Di­rek­to­rin: Die Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin San­dra Rich­ter wur­de ges­tern ein­stim­mig ge­wählt, wie das Li­te­ra­tur­ar­chiv mit­teil­te. Sie wird am 1. Ja­nu­ar 2019 die Nach­fol­ge von Ul­rich Raul­ff an­tre­ten. Raul­ff, der das In­sti­tut seit 2004 lei­tet, wä­re be­reits 2015 in den Ru­he­stand ge­gan­gen und hat­te sein Amt noch ein­mal bis 2018 ver­län­gert.

„Frau Rich­ter hat uns als star­ke Per­sön­lich­keit und als Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin mit ei­ner er­staun­lich um­fang­rei­chen be­ruf­li­chen Vi­ta über­zeugt“, sag­te Ba­den-Würt­tem­bergs Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin The­re­sia Bau­er (Grü­ne). Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters (CDU) lob­te die Wahl und be­ton­te, Rich­ter sei „her­vor­ra­gend ge­eig­net, das Li­te­ra­tur­ar­chiv er­folg­reich in das di­gi­ta­le Zeit­al­ter zu füh­ren und sei­ne In­ter­na­tio­na­li­tät wei­ter aus­zu­bau­en.“

Rich­ter, 1973 ge­bo­ren, lehrt seit 2008 an der Uni­ver­si­tät Stutt­gart Neue­re Deut­sche Li­te­ra­tur. Dort ent­wi­ckel­te sie un­ter an­de­rem die fa­kul­täts­über­grei­fen­de For­schungs­ein­rich­tung „Stutt­gart Re­se­arch Cent­re for Text Stu­dies“und lei­te­te ver­schie­de­ne in­ter­dis­zi­pli­nä­re For­schungs­pro­jek­te. Mit dem Deut­schem Li­te­ra­tur­ar­chiv (DLA) hat sie schon frü­her zu­sam­men­ge­ar­bei­tet. Sie hat­te be­reits ei­ne Pro­fes­sur am King’s Col­le­ge Lon­don in­ne und war an der Har­vard Uni­ver­si­ty und der Éco­le nor­ma­le su­pé­ri­eu­re in Pa­ris be­schäf­tigt.

Das Mar­ba­cher Ar­chiv er­wirbt, sam­melt und er­schließt unika­le Schrift­stü­cke, Bil­der und Ob­jek­te zur deutsch­spra­chi­gen Li­te­ra­tur und Ide­en­ge­schich­te vom 18. Jahr­hun­dert bis in die Ge­gen­wart. Sei­ne Hand­schrif­tenSamm­lung ent­hält mehr als 1 400 Nach- und Vor­läs­se, so et­wa von Fried­rich Schil­ler, Ar­thur Schnitz­ler, Frank Kaf­ka oder auch (in Tei­len) von Pe­ter Slo­ter­di­jk. dpa/BNN

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