Krö­nung in Me­xi­ko

Ha­mil­ton holt sei­nen vier­ten Welt­meis­ter-Ti­tel in der For­mel 1

Pforzheimer Kurier - - ERSTE SEITE -

Me­xi­ko-Stadt (dpa). Le­wis Ha­mil­ton hat sich trotz ei­nes Platt­fuß-Dra­mas nach ei­ner Start-Atta­cke von Se­bas­ti­an Vet­tel vor­zei­tig zum neu­en For­mel1-Welt­meis­ter ge­kürt. Der Mer­ce­des­Pi­lot ret­te­te sich am Sonn­tag nach ei­nem spek­ta­ku­lä­ren Renn­ver­lauf mit ganz frü­hen Zwangs-Bo­xen­stopps der bei­den WM-Du­el­lan­ten auf Platz neun ins Ziel. Das reich­te, Vet­tel konn­te die vier­te Krö­nung des 32 Jah­re al­ten Bri­ten auch nach ei­ner atem­rau­ben­den Auf­hol­jagd in der Hö­hen­luft von Me­xi­ko-Stadt nicht län­ger hin­aus­zö­gern. Der 30 Jah­re al­te Hes­se wur­de Vier­ter, er hät­te aber ge­win­nen müs­sen an­ge­sichts der Ha­mil­ton-Plat­zie­rung. Den Sieg si­cher­te sich Red-Bull-Pi­lot Max Ver­stap­pen vor Ha­mil­tons Team­kol­le­ge Valt­te­ri Bot­tas und Ki­mi Räik­kö­nen im Fer­ra­ri.

Ha­mil­ton zog nach WM-Tri­um­phen da­mit mit Vet­tel gleich, eben­falls vier­mal wur­de der Fran­zo­se Alain Prost Welt­meis­ter.

Me­xi­ko-Stadt (dpa). Mit dem we­hen­den Uni­on Jack in der Hand dreh­te Le­wis Ha­mil­ton sei­ne Ti­tel­eh­ren­run­de, dank­te mit be­leg­ter Stim­me sei­nem Mer­ce­des-Team. Der 32 Jah­re al­te Bri­te kür­te sich trotz ei­nes Platt­fuß-Dra­mas nach ei­ner Start-Atta­cke von Se­bas­ti­an Vet­tel vor­zei­tig zum For­mel-1-Welt­meis­ter. „Es war nicht das Ren­nen, das ich mir er­hofft hat­te, aber ich ha­be nicht auf­ge­ge­ben“, sag­te Ha­mil­ton. Er ret­te­te sich nach ei­nem spek­ta­ku­lä­ren Renn­ver­lauf mit ganz frü­hen Zwangs-Bo­xen­stopps der bei­den WM-Du­el­lan­ten auf Platz neun ins Ziel. Das reich­te, Vet­tel konn­te die vier­te Ha­mil­ton-Krö­nung auch nach ei­ner atem­rau­ben­den Auf­hol­jagd in der Hö­hen­luft von Me­xi­ko-Stadt nicht län­ger hin­aus­zö­gern. Vet­tel wur­de Vier­ter, er hät­te aber ge­win­nen müs­sen an­ge­sichts der Ha­mil­ton-Plat­zie­rung.

Fair gra­tu­lier­te der 30 Jah­re al­te Hep­pen­hei­mer noch auf dem Weg in die Box, da­nach stampf­te er mit dem Helm auf den Kopf ins Mo­tor­ho­me der Scu­de­ria. Re­den woll­te Vet­tel erst­mal nicht. Den Sieg si­cher­te sich Red-Bull-Star Max Ver­stap­pen vor Ha­mil­tons Mer­ce­des­Team­kol­le­ge Valt­te­ri Bot­tas und Vet­tels Fer­ra­ri-Team­kol­le­ge Ki­mi Räik­kö­nen.

Ha­mil­ton mach­te im dritt­letz­ten Grand Prix der Sai­son sei­nen vier­ten Ti­tel nach 2008, 2014 und 2015 per­fekt. „Dan­ke, Dan­ke, Dan­ke, Dan­ke. Vier­mal Dan­ke“, funk­te Team-Ober­auf­se­her Ni­ki Lau­da Welt­meis­ter Ha­mil­ton ins Au­to. Ha­mil­ton ist nun der er­folg­reichs­te Pi­lot Groß­bri­tan­ni­ens. „Ich brau­che erst­mal Zeit, um das sa­cken zu las­sen“, sag­te er. Ha­mil­ton zog nach WM-Tri­um­phen zu­dem mit Vet­tel gleich, eben­falls vier­mal wur­de der Fran­zo­se Alain Prost Welt­meis­ter. Fünf und mehr Ti­tel ge­lan­gen nur Re­kord­cham­pi­on Micha­el Schu­ma­cher (7) und dem Ar­gen­ti­ni­er Juan Ma­nu­el Fan­gio (5). Für Ha­mil­tons Mer­ce­des-Team war es der ach­te Ti­tel seit 2014. Die Sil­ber­pfei­le ge­wan­nen 2014, 2015, 2016 und nun auch 2017 je­weils die Fah­rer- und die Kon­struk­teurs­wer­tung.

Vet­tel ver­such­te auf dem Au­to­dro­mo Her­ma­nos Ro­d­ri­guez noch ein­mal al­les, es nutz­te nichts. Die 50. Po­le sei­ner Kar­rie­re war schnell oh­ne Wert, aus­ge­rech­net er und Ha­mil­ton ka­men sich schon nach der ers­ten Kur­ve zu nah. Zu­nächst zog Ver­stap­pen, von Platz zwei ge­star­tet, spek­ta­ku­lär an Vet­tel vor­bei. Vet­tel de­mo­lier­te sich beim Ver­such, sich zu ver­tei­di­gen, den Front­flü­gel. Tei­le flo­gen durch die Luft, auf­ge­schlitzt wur­de Ha­mil­tons rech­ter Hin­ter­rei­fen aber von Vet­tels Rest­flü­gel. „Hat er mich be­wusst ge­trof­fen?“, frag­te Ha­mil­ton sei­ne Box. Die Renn­lei­tung schau­te sich die Ma­nö­ver an und ent­schied: Kei­ne Stra­fen.

Aber es war ein Start-Dra­ma, das dem Ren­nen noch mal ge­hö­ri­ge zu­sätz­li­che Span­nung ver­lieh. Vet­tel muss­te in der zwei­ten Run­de in die Box, be­kam ei­nen neu­en Front­flü­gel, Ha­mil­ton muss­te in der zwei­ten Run­de in die Box und be­kam neue Rei­fen. Bei­de lie­ßen sich die sof­ten Rei­fen mon­tie­ren – da­mit konn­ten sie ei­gent­lich durch­fah­ren. Auf den Plät­zen 19 und 20 reih­ten sich Vet­tel und Ha­mil­ton ein. Für Ha­mil­ton kein Grund zur Sor­ge: Vet­tel muss­te min­des­tens Zwei­ter wer­den, um den Ti­tel­ge­winn des Bri­ten in Me­xi­ko zu ver­hin­dern, so­lan­ge die­ser nicht un­ter die ers­ten zehn kom­men wür­de. Auf Rang zwei fuhr aber Run­de um Run­de Ha­mil­tons Team­kol­le­ge Bot­tas, der Rück­stand Vet­tels auf den Fin­nen be­trug zu­nächst über ei­ne Mi­nu­te. Ha­mil­ton wirk­te aber al­les an­de­re als be­ru­higt. In der 22. Run­de muss­te er sich von Ver­stap­pen über­run­den las­sen und er frag­te sich: Wie weit schafft es Vet­tel nach den Bo­xen­stopps der Kon­kur­ren­ten nach vorn. Es wur­de ein Re­chen­spiel für die Team­stra­te­gen. Erst recht, als Bren­don Hart­leys bren­nen­der To­ro Ros­so ei­ne vir­tu­el­le Sa­fe­ty­Car-Pha­se aus­lös­te.

Vet­tel und Ha­mil­ton jag­ten wei­ter durchs Feld. 13 Run­den vor Schluss war Vet­tel auf Rang vier. 23 Se­kun­den trenn­ten ihn aber von Räik­kö­nen. Ha­mil­ton schaff­te es zu­dem zur glei­chen Zeit bis auf Rang zehn und über­hol­te dann auch noch Fer­nan­do Alon­so. So reich­te es al­so nicht mehr für Vet­tel.

FIES­TA MEXICANA: Le­wis Ha­mil­ton ließ nach sei­nem Ti­tel­ge­winn in Me­xi­ko or­dent­lich die Rei­fen qual­men. Fo­to: AFP

ZUM VIER­TEN MAL WELT­MEIS­TER: Le­wis Ha­mil­ton lässt sich nach Platz neun in Me­xi­ko-Stadt als Cham­pi­on fei­ern. Fo­to: dpa

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