Ef­fek­te und Au­to­ma­ti­on

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Das Au­rus Pla­ti­num ist das Flagg­schiff des Sta­ge Tec Port­fo­li­os, ver­fügt aber nicht über in­ter­ne Ef­fek­te. Alexander Ne­mes, der ne­ben­bei am In­sti­tut für Mu­sik und Me­di­en (IMM) in der Ro­bert Schu­mann Hoch­schu­le Düs­sel­dorf un­ter­rich­tet, kennt dies­be­züg­li­che Fra­gen und ist ent­spre­chend vor­be­rei­tet: „Wir rich­ten bei der Ent­wick­lung un­ser Haupt­au­gen­merk auf die Ver­ar­bei­tung der Au­dio­si­gna­le, was Auf­ga­be ge­nug ist“, sagt der Sta­ge Tec He­ad of Sa­les. „Es exis­tie­ren al­ler­dings Ef­fekt-im­ple­men­ta­tio­nen, zu de­nen der Jün­ger d05 Dy­na­mik­pro­zes­sor ge­hört, und auch ein Up­mix-tool („Is­os­tem“, Anm. d. Red.) von Dspe­cia­lists ist ver­füg­bar. Als Her­stel­ler muss man die Kos­ten-nut­zen-re­la­ti­on im Hin­ter­kopf be­hal­ten, und für je­den Ef­fekt muss ja im­mer auch ein ge­eig­ne­tes Front­end ge­stal­tet wer­den.“Die ins­ge­samt ge­fer­tig­ten Stück­zah­len dürf­ten im ge­nann­ten Zu­sam­men­hang eben­falls ei­ne Rol­le spie­len.

Cars­ten Küm­mel kann beim Pop-ora­to­ri­um ef­fekt­tech­nisch nichts­des­to­trotz aus dem Vol­len schöp­fen und hat an sei­nem Ar­beits­platz ein Le­xi­con 960L (drei Ma­schi­nen für Küm­mel, ei­ne Ma­schi­ne für Mundorf) so­wie ein Dsp-be­stück­tes UAD Apol­lo 16-In­ter­face (als In­sert für aus­ge­wähl­te Ka­nä­le, u. a. mit Ssl-emu­la­tio­nen und dem Man­ley Labs Mas­si­ve Pas­si­ve als Sum­men-eq) zur Ver­fü­gung – au­dio­tech­nisch vor­be­las­te­ten Be­trach­tern zeig­te sich am Foh-platz da­her ein char­man­tes Bild, das von ei­ner LARC2 Hard­ware-re­mo­te und ei­nem Macbook-screen mit der Be­di­en­ober­flä­che der vir­tu­el­len Ge­rä­te­e­mu­la­tio­nen ge­prägt wird. Der teu­re, klang­lich im­mer noch voll­auf über­zeu­gen­de Hal­lal­go­rith­mus-ur­ahn trifft auf die be­zahl­ba­re Dsp-po­wer von heu­te.

Das Sta­ge Tec Au­rus Pla­ti­num ver­fügt über ei­ne Snap­shot­au­to­ma­ti­on, ei­ne Sze­nen-au­to­ma­ti­on und ei­ne dy­na­mi­sche Au­to­ma­ti­on, wel­che beim von der Stif­tung Crea­ti­ve Kir­che prä­sen­tier­ten „Pop-ora­to­ri­um Lu­ther – das Pro­jekt der tau­send Stim­men“al­ler­dings nicht ge­nutzt wer­den. „Bei Lu­ther pas­siert ein­fach zu viel, was nicht re­pro­du­zier­bar ist“, sagt Thomas Mundorf zu die­sem The­ma. Alexander Ne­mes er­gänzt: „Die Her­aus­for­de­rung bei die­sem Pro­jekt ist der ein­ge­schränk­te Pro­ben­be­trieb, denn in je­der Stadt tritt ein neu­er Chor auf. Das heißt, die Sze­nen­au­to­ma­ti­on kann kaum ge­nutzt wer­den. Die meis­ten Mi­schun­gen müs­sen live vor­ge­nom­men wer­den.“

State­ment Dieter Falk

Ab­schlie­ßend Kom­po­nist und Mu­sik­pro­du­zent Dieter Falk zur Um­set­zung des Pop-ora­to­ri­ums Lu­ther: „Durch die ex­ak­te Pla­nung und die auf­wän­di­ge Um­set­zung mit den da­zu­ge­hö­ri­gen tech­ni­schen Kom­po­nen­ten – vor al­lem den tol­len Sta­ge Tec Pul­ten – ist es uns mög­lich, die­ses auf­wän­dig in­stru­men­tier­te Büh­nen­stück mit dem ‚Me­ga‛-chor in bes­ter Klang­qua­li­tät um­zu­set­zen. Be­kann­ter­ma­ßen funk­tio­niert die bes­te Tech­nik nur mit ei­nem tol­len Team: Beim Lu­ther Po­po­ra­to­ri­um ha­ben wir es de­fi­ni­tiv.“

Foh-platz wäh­rend der Show im Vor­der­grund links: Alexander Ne­mes, He­ad of Sa­les bei Sta­ge Tec

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