Pre­views und An­kün­di­gun­gen

Matt Fin­ke, OPUS – Deut­scher Büh­nen­preis Preis­trä­ger im Jahr 2013, zählt mit Lo­op Light zu den re­nom­mier­tes­ten und krea­tivs­ten Vi­deo-/licht-de­si­gnern der Bran­che. Wie er­lebt er die ak­tu­el­len Trends bei Tech­nik und Krea­ti­on?

Production Partner - - Inhalt - In­ter­view: Wal­ter Wehr­han | Fo­to: Jochen Gün­ther (Mes­se Frankfurt)

HD, 4K, 8K, 12K, 16K, 20K … Hand aufs Herz: Was ist zur­zeit an­ge­sagt und wie wer­den sich die zu­künf­ti­gen An­for­de­run­gen – auch sei­tens der Auf­trag­ge­ber – ent­wi­ckeln?

Wenn es um ein­zel­ne Dis­plays und Pro­jek­to­ren geht, spre­chen wir im­mer noch von über­wie­gend HD, al­so 1920 × 1080 px. Vi­deo-map­pings und Led-wän­de über­schrei­ten die­se Schwel­le aber schon re­gel­mä­ßig, wir sind si­cher im Be­reich 4k an­ge­kom­men!

Im­mer schnel­ler, wei­ter, hö­her: Wel­che An­sprü­che setzt ihr an die Tools und Sys­te­me, mit de­nen ihr ar­bei­tet?

Dies liegt in der Na­tur des Men­schen, und das ist auch gut so. Selbst die Re­duk­ti­on in De­sign-über­le­gun­gen er­for­dert ein in­no­va­ti­ves Den­ken. Wir mes­sen uns kon­stant dar­an, dass wir Gu­tes in Fra­ge stel­len, um et­was Bes­se­res zu be­kom­men. Und das be­trifft al­le Be­rei­che, man könn­te al­so be­haup­ten: Wir sind ein for­dern­der Kun­de.

Was bil­det für dich den Kick an High-end-tech­nik und Emo­ti­on?

Wenn ich auf über 20 Jah­re zu­rück­bli­cke, als ich zum ers­ten Mal die Hand auf ein Sen­sor­feld ei­ner Licht­steue­rung ge­legt ha­be – ich glau­be das war ein Pul­sar „Mas­ter­pie­ce“High End die­ser Zeit – dann ist es im­mer noch der iden­ti­sche „Kick“. Es ist das Feed­back als Re­ak­ti­on, die man be­kommt, wenn man ei­ne sol­che Tech­nik zum Ein­satz bringt. Ich weiß nicht, ob dies mit ir­gend­ei­ner an­de­ren In­dus­trie zu ver­glei­chen ist.

Con­tent is king! Ihr setzt Con­tent nicht nur in High-tech um, son­dern kre­iert ihn in vie­len Fäl­len selbst. Wie läuft

in die­sem Zu­sam­men­hang die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Kun­den?

Das ist ganz un­ter­schied­lich. Am En­de geht es im­mer um In­ter­pre­ta­ti­on. An­for­de­run­gen und Be­dürf­nis­se zu ver­ste­hen und das rich­ti­ge Mit­tel zu fin­den, den Kun­den in­halt­lich so zu be­treu­en, dass er für sei­nen An­lass be­ein­dru­cken­de und nach­hal­ti­ge Be­geis­te­rung schaf­fen kann. Al­so ein­fach gesagt: Die Bot­schaft zu hö­ren und zu ver­ste­hen, und die­se best­mög­lich zu ver­pa­cken.

Ei­ne eu­rer Stär­ken bil­den Mensch-ma­schi­ne/ob­jek­tIn­ter­ak­tio­nen. Was wa­ren und sind eu­re In­ten­tio­nen für die­se ho­he Kunst von Per­for­mance?

Wahn­sinn, das klingt wie ei­ne Elek­tro-band aus den 80ern. Wuss­test du, dass auf ei­nem un­se­rer frü­hen T-shirts mal drauf stand „ne­ver wan­ted to be a mu­si­ci­an“? Und ir­gend­wie ist es im­mer noch so: Wir spie­len stum­me In­stru­men­te. Bei dem „im­pact“, den aber die­se In­stru­men­te ha­ben, ist es wohl ei­ne „Mensch-ma­schi­ne-in­ter­ak­ti­on“. Ob das ho­he Kunst ist, da bin ich mir nicht si­cher. Ei­gent­lich neh­men wir im über­tra­ge­nen Sin­ne nur ei­ne Ta­schen­lam­pe und leuch­ten je­man­dem ins Ge­sicht. Na­tür­lich be­kommt man hier und da ei­ne Re­ak­ti­on …

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