MEHR 2017

Production Partner - - Report - Text: Ste­fan Jun­ker | Fotos: Ste­fan Jun­ker, Da­ni­el So­win­ski (Plan), Mat­thi­as Fi­scher, Ro­ni Hu­ber

Ein durch­ge­hen­des Pro­gramm von mor­gens um 8.00 Uhr bis 23.30 Uhr gab es bei der 10. Aus­ga­be der Kon­fe­renz „MEHR“im Mes­se­zen­trum Augs­burg, in der sich Vor­trä­ge ver­schie­de­ner Red­ner und un­ter­schied­li­cher Kon­fes­sio­nen, Mu­sik und Für­bit­ten als „Got­tes­dienst 2.0“oh­ne Un­ter­bre­chung ab­wech­sel­ten – und na­tür­lich ein in Quan­ti­tät und Qua­li­tät be­ein­dru­cken­der Ein­satz mo­derns­ter Ver­an­stal­tungs­tech­nik.

Ver­an­stal­ter der ein­mal im Jahr statt­fin­den­den „MEHR“ist der Ge­bets­haus Augs­burg e.v. Die­se öku­me­ni­sche und aus­schließ­lich aus Spen­den fi­nan­zier­te Ein­rich­tung wur­de 2005 vom Theo­lo­gen Dr. Jo­han­nes Hartl ge­grün­det und bie­tet seit­dem Chris­ten und Gläu­bi­gen jeg­li­cher Kon­fes­si­on die Mög­lich­keit, in ei­nem ei­gens da­für ge­stal­te­ten Ge­bets­raum Gott

nä­her zu kom­men. Im Ge­gen­satz zu klas­si­schen Kir­chen wird hier das Ge­bet al­ler­dings meist nicht in an­däch­ti­ger Stil­le, son­dern auf eher mo­der­ne Wei­se mit mu­si­ka­li­schem Lob­preis und Für­bit­ten als Ge­mein­schaft ze­le­briert – und das seit gut fünf Jah­ren oh­ne Un­ter­bre­chung, 24 St­un­den am Tag, 365 Ta­ge im Jahr.

Die­ser Cha­rak­ter ei­nes ge­mein­schaft­li­chen Er­leb­nis­ses wird auch mit der „MEHR“– wie der vier­tä­gi­ge Event nicht als

Ab­kür­zung, son­dern in An­leh­nung an das Plus in Sa­chen Glau­be und Ge­bet heißt – als in­ter­kon­fes­sio­nel­le Kon­fe­renz und in ste­tig wach­sen­dem Um­fang durch­ge­führt. Wo­bei man fast schon von ex­plo­si­ons­ar­ti­gem Wachs­tum spre­chen muss, wenn man be­denkt, dass die Ver­an­stal­tung erst­ma­lig 2008 in ei­nem Pfarr­saal mit 120 Per­so­nen be­gann und be­reits die dies­jäh­ri­ge, zehn­te Auf­la­ge vom 5.–8. Ja­nu­ar 2017 mit Hal­le 5 und ins­ge­samt über 10.000 Be­su­chern in der größ­ten Mes­se­hal­le der Mes­se Augs­burg statt­fand. Dar­über hin­aus gab es in Hal­le 7 ei­nen Aus­stel­lungs­be­reich di­ver­ser christ­li­cher Or­ga­ni­sa­tio­nen und Ver­bän­de so­wie ei­ne ei­ge­ne Kin­der­be­treu­ung für über 800 an­ge­mel­de­ten Kin­dern in der Schwa­ben­hal­le.

Rig­ging und Auf­bau

Das Rig­ging der 199 Mo­to­ren und rund 1 km Tra­ver­sen be­gann am 27. De­zem­ber 2016 – nach­dem man mit gro­ßer Er­leich­te­rung fest­stell­te, dass die be­reits am 23.12. ein­ge­zeich­ne­ten Punk­te noch sicht­bar wa­ren: In der Pau­se über die Weih­nachts­ta­ge wur­de in Augs­burg ei­ne bei Bau­ar­bei­ten ge­fun­de­ne, 1,8 Ton­nen schwe­re Flie­ger­bom­be aus dem zwei­ten Welt­krieg ent­schärft und 54.000 Ein­woh­ner vor­sorg­lich eva­ku­iert. Das Mes­se­zen­trum dien­te da­bei als Aus­weich­un­ter­kunft. Ei­ne gro­ße Sor­ge des Tech­nik­teams be­stand dar­in, dass durch die­se Nut­zung und die Rei­ni­gung ne­ben dem Schmutz auch al­le Mar­kie­run­gen ver­schwin­den könn­ten, wes­halb man beim Ein­zeich­nen sehr gründ­lich vor­ging … so gründ­lich, dass selbst wäh­rend der Ver­an­stal­tung noch ei­ni­ge der Be­schrif­tun­gen zu se­hen wa­ren.

Bis zu 100 Tech­ni­ker und Hel­fer ver­ar­bei­te­ten an ins­ge­samt sie­ben Auf­bau­ta­gen neun Trai­ler vol­ler Tech­nik so­wie wei­te­res Equip­ment für Sze­nen­flä­che, Tri­bü­ne, Mes­se­stän­de und In­fra­struk­tur. Die vor­ge­se­he­nen Bau­zei­ten wur­den stets ein­ge­hal­ten, oft­mals so­gar un­ter­schrit­ten, was ne­ben ei­ner so­li­den Vor­pla­nung und ei­nem pro­fes­sio­nel­len Team auch dem gro­ßem En­ga­ge­ment der frei­wil­li­gen Hel­fer zu ver­dan­ken war – auch wenn de­ren An­zahl im Zu­ge ei­ner all­ge­mein not­wen­di­gen Pro­fes­sio­na­li­sie­rung zu Guns­ten „haupt­be­ruf­li­cher Sta­ge­hands“doch ge­rin­ger war als noch in den Jah­ren zu­vor.

Key Vi­su­al Ein mit­tels C1-mo­to­ren ver­fahr­ba­res Holz­kreuz war das zen­tra­le Ele­ment. Es wur­de als Sym­bol zur Ba­sis des De­signs mit sei­nen strah­len­för­mig an­ge­ord­ne­ten Tra­ver­sen, die weit über die Büh­ne hin­aus durch die ge­sam­te Hal­le rag­ten.

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