ÙSSL goes live

Production Partner - - Report | Yvonne Catterfeld -

Was ha­ben Pe­ter Ga­b­ri­el, De­pe­che Mo­de, Ma­roon 5 und Cro jen­seits ei­nes Abon­ne­ments auf Chart-er­fol­ge ge­mein­sam? So­wohl die in Eh­ren er­grau­te Le­gen­de und die bri­ti­schen Elek­tro-über­le­ben­den als auch die ro­cken­den Us­pop­per und der viel­sil­bi­ge deut­sche Te­e­nie­schwarm set­zen bei ih­ren ak­tu­el­len Tour­ne­en auf L500-kon­so­len aus dem Port­fo­lio von So­lid Sta­te Lo­gic.

Er­gän­zend zur gro­ßen L500-va­ri­an­te ist seit En­de 2014 ei­ne klei­ne­re Aus­füh­rung mit Na­men L300 ver­füg­bar, die im Früh­jahr 2017 auf der Tour­nee von Yvon­ne Cat­ter­feld zum Ein­satz kam. Die Un­ter­schie­de ma­chen sich er­freu­li­cher­wei­se nicht am Klang fest, son­dern be­zie­hen sich auf die Zahl der ver­füg­ba­ren Au­diopf­a­de („Paths“, der Her­stel­ler un­ter­schei­det hier zwi­schen „ful­ly pro­ces­sed“und „dry“, wo­bei Letz­te­res den Ver­zicht auf EQ und Dy­na­mics be­deu­tet) so­wie auf die so ge­nann­ten „Fa­der Ti­les“(36+2 vs. 24+2). Die Grö­ße der Ma­trix und die Men­ge der VCAS ist bei bei­den Pul­ten gleich, was auch für die Zahl der ver­füg­ba­ren Ef­fek­te gilt – al­ler­dings be­sitzt die klei­ne­re L300 „nur“48 Fx-slots im Ge­gen­satz zu 96 Slots bei der grö­ße­ren Aus­füh­rung. Bei­de Sys­te­me un­ter­stüt­zen Ab­tast­ra­ten bis 96 khz und sind mit red­un­dan­ten Netz­tei­len aus­ge­stat­tet. Un­ter­schie­de be­ste­hen be­züg­lich der Zahl der Lo­ca­li/os, MADI-PORTS, Black­light-an­schlüs­se und der Ge­samt­men­ge der un­ter­stütz­ten Ein- und Aus­gän­ge. Ne­ben MADI kön­nen bei­de Pul­te auch Dan­te ver­ar­bei­ten. Die On­line/ Of­f­line-soft­ware „SOLSA“bie­tet die Mög­lich­keit, al­le Pult­pa­ra­me­ter so­wie die Show auf ei­nem Rech­ner vor­zu­be­rei­ten und die­sen auch ak­tiv wäh­rend der Show zu nut­zen. Er­gänzt wird das Gan­ze durch ei­ne App („Ta­co“Ta­blet­con­trol) für App­le und An­dro­id. Wich­tig: Die Be­di­en­phi­lo­so­phie bei­der Kon­so­len ist iden­tisch – „Two si­zes one soul“heißt es in den poe­tisch klin­gen­den Wer­be­wor­ten von SSL.

Die in­ter­ne „Tem­pest“-en­gi­ne der SSL Live-pul­te setzt auf PC-CPUS und nicht auf spe­zia­li­sier­te Dsp-chips, was künf­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lun­gen der auf Win­dows Em­bed­ded auf­set­zen­den Pult-soft­ware be­güns­ti­gen dürf­te. Firm­wareUp­dates las­sen sich vom An­wen­der mit­hil­fe ei­nes Usbspei­cher­me­di­ums prin­zi­pi­ell in ei­ge­ner Re­gie ein­spie­len. Ak­tu­ell an­ge­kün­digt ist Firm­ware-ver­si­on 4, wel­che ein kom­plett neu­es Patching-me­nü be­inhal­ten wird, das mit ei­ner be­währ­ten Ma­trix­struk­tur den Wün­schen vie­ler An­wen­der ge­recht wer­den soll­te. Wei­ter­hin wird v4 neue Ef­fek­te wie et­wa ei­nen Sub­har­mo­nic Pro­ces­sor zur Ver­fü­gung stel­len und ein in­tel­li­gent ge­stal­te­tes Chan­nelGan­ging er­mög­li­chen. Neu sind dar­über hin­aus ei­ne „Re­call Sa­fe“-funk­ti­on di­rekt am Ka­nal so­wie di­ver­se wei­te­re Fea­tu­res.

Ein wei­te­res Re­lease aus der SSL Live-se­rie ist das Mo­dell L200: Es bie­tet eben­so wie das Mo­dell L500 Platz für drei Fa­der-ti­les – al­ler­dings ist die drit­te Fa­der-kas­set­te bei der neu­en Aus­füh­rung un­mit­tel­bar ne­ben ih­ren Flach­bahn­pe­gel­stel­ler-ge­gen­stü­cken plat­ziert, so dass sich 36 Ka­nal­f­a­der in ei­ner Rei­he (!) im di­rek­ten Zu­griff des An­wen­ders be­fin­den und bei ent­spre­chen­der Kon­fi­gu­ra­ti­on in Mo­ni­to­ring-zu­sam­men­hän­gen ei­ne sehr gu­te Fi­gur ab­ge­ben soll­ten. Zur Aus­stat­tung der L200 ge­hö­ren 144 „ful­ly pro­ces­sed“Paths, die ein­zeln oder als Ste­reo/mul­ti­paa­re ge­nutzt wer­den kön­nen; ein­fa­che­re „Dry“-va­ri­an­ten oh­ne Eq/dy­na­mics sind nicht mehr ent­hal­ten. Ei­ne Dan­te­schnitt­stel­le ist in der L200 ab Werk ver­füg­bar. Für die nä­he­re Zu­kunft ist von SSL ein „Black­light II Dan­te Con­cen­tra­tor“zu er­war­ten, der das haus­ei­ge­ne Schwarz­licht­mul­ti-madi-protokoll auf bis zu 256 Dan­te-si­gna­le um­setzt. Wei­ter­hin wird ei­ne neue Sta­ge­box mit Dan­te-an­schlüs­sen ab Mai 2017 das Live-port­fo­lio von SSL be­rei­chern.

Mit den im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich ge­fer­tig­ten Live-kon­so­len ver­folgt SSL of­fen­kun­dig den glei­chen ho­hen An­spruch, der die Pul­te aus Ox­ford in den gol­de­nen Re­cor­ding-zei­ten ver­gan­ge­ner Jahr­zehn­te rund um den Glo­bus zur Zier­de je­des an­spruchs­vol­len Ton­tem­pels mach­te – die Live-li­nie ver­fügt über die glei­che En­gi­ne wie die ak­tu­el­le Broad­cast­rei­he des eng­li­schen Her­stel­lers. Qua­li­tät hat ih­ren Preis, und der Hig­hend-an­satz spie­gelt sich er­war­tungs­ge­mäß auch ein we­nig im für die An­schaf­fung er­for­der­li­chen Bud­get wi­der.

In PRODUCTION PART­NER wur­den die SSL Live-kon­so­len be­reits aus­führ­lich in ei­nem Pra­xis­ar­ti­kel be­han­delt (www.production-part­ner.de/sto­ry/ssl-l500-man­do­ki-ope­n­air/). Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen sind auf der Web­site des Her­stel­lers (www.so­lid­sta­te­lo­gic.com) so­wie des deut­schen Ver­triebs (www.me­ga­au­dio.de) zu fin­den.

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