Tech-tipp: JBL Dif­fe­ren­ti­al Dri­ve An­trieb

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Mit­tel- und Tief­tö­ner sind Ko­nu­schas­sis mit dem Jbl-ty­pi­schen Dif­fe­ren­ti­al-dri­ve-an­trieb. Die Trei­ber sind da­zu mit zwei Schwings­pu­len und zwei Neo­dym-ma­gne­ten aus­ge­stat­tet. Die Neo­dym-ma­gne­te mit we­sent­lich ge­rin­ge­rem Ge­wicht und Vo­lu­men als her­kömm­li­che Fer­rit­ma­gne­te be­fin­den sich im In­nen­raum, der von der Schwings­pu­le ein­ge­schlos­sen wird, wo bei her­kömm­li­chen Fer­rit-an­trie­ben der Pol­kern zu fin­den ist. Ver­gleich­bar ei­ner vor­de­ren und ei­ner rück­wär­ti­gen Pol­plat­te wird das Ma­gnet­feld über zwei ring­för­mi­ge Stahl­plat­ten den bei­den Schwings­pu­len zu­ge­führt und schließt sich über ei­nen au­ßer­halb der Spu­len lie­gen­den Stahl­ring. An­schau­lich kann man sich die­sen An­trieb wie den ei­nes her­kömm­li­chen Laut­spre­chers vor­stel­len, nur dass die Ma­gne­te in­ner­halb der Spu­le lie­gen und der Luft­spalt durch die Pol­plat­te fort­ge­setzt wird und sich hier ei­ne zwei­te hin­te­re Spu­le auf dem Spu­len­trä­ger be­fin­det. Durch die­se Art der An­ord­nung kann zu­dem das ma­gne­ti­sche Streu­feld au­ßer­halb des Trei­bers re­du­ziert und so­mit die ef­fek­ti­ve Nut­zung der Ma­gne­ten ver­bes­sert wer­den.

Ne­ben der deut­li­chen Ge­wicht­er­spar­nis durch das Neo­dym-ma­te­ri­al ist der ei­gent­li­che Vor­zug die­ses Kon­zepts in der durch zwei Schwings­pu­len ver­dop­pel­ten Spu­len­ober­flä­che zu se­hen. Da das zen­tra­le Pro­blem ei­nes je­den Trei­bers für ho­he Leis­tung ganz schlicht dar­in be­steht, die ho­hen ther­mi­schen Ver­lus­te ab­zu­füh­ren und sich nicht zu über­hit­zen, liegt der Vor­teil des ver­bes­ser­ten Wär­me­über­gangs auf die um­ge­ben­den Me­tall­tei­le auf der Hand. Die­se ste­hen al­le in di­rek­ter Ver­bin­dung mit dem mas­si­ven Druck­guss­korb des Trei­bers, der die Ver­lust­wär­me ef­fek­tiv ab­füh­ren kann. Durch den Auf­bau des An­triebs ist das Ma­gnet­feld für die Kom­bi­na­ti­on bei­der An­triebs­spu­len ab­so­lut sym­me­trisch, wo­mit sich die durch Asym­me­tri­en des An­triebs ver­ur­sach­ten Ver­zer­run­gen deut­lich re­du­zie­ren sol­len. JBL nennt die­sen pa­ten­tier­ten Auf­bau Dif­fe­ren­ti­al-dri­ve­tech­no­lo­gie. Äu­ßer­lich sind die Dif­fe­ren­ti­al-dri­ve-trei­ber an den auf­fäl­lig tie­fen und topf­för­mi­gen An­triebs­ein­hei­ten zu er­ken­nen. Im Da­ten­blatt wer­den die Mit­tel­ton­trei­ber 2165H mit 100 W Be­last­bar­keit und die Tief­tö­ner 2246H mit 800 W an­ge­ge­ben; je­weils für den 100-St­un­den-test­mo­dus.

2165H Mit­tel­tö­ner mit Dif­fe­ren­ti­al-dri­ve-an­trieb und in­nen­lie­gen­dem Neo­dym­ma­gne­ten

2264H Tief­tö­ner eben­falls mit Dif­fe­ren­ti­al-dri­ve-an­trieb und Neo­dym­ma­gne­ten – man be­ach­te die Ka­bel­füh­rung durch den Pol­kern

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