Wei­mar im Lich­ter­rausch

Be­reits zum sechs­ten Mal ver­wan­del­ten sich in Wei­mar his­to­ri­sche Fas­sa­den von St­ein­wän­den in Lein­wän­de.

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Das jähr­lich statt­fin­den­de Vi­deo­map­ping Fes­ti­val Ge­ni­us Lo­ci Wei­mar lo­te­te vom 11. bis zum 13. Au­gust aus, was mit den Mit­teln des 3D-pro­jek­ti­ons­map­pings mög­lich ist. Dem Spiel­trieb der Künst­ler wa­ren da­bei na­he­zu kei­ne Gren­zen ge­setzt. Nur ei­ne: „Ma­ke walls talk“war der Auf­ruf an die Ge­win­ner des in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten Wett­be­werbs. Sie soll­ten Ge­schich­ten vom Geist des Or­tes, dem Ge­ni­us Lo­ci, er­zäh­len. Ei­ne aus­ge­klü­gel­te Show­steue­rung und ent­spre­chen­des Equip­ment sorg­ten da­für, dass sie da­bei nicht ins Stot­tern ge­rie­ten.

Auf­bau im lau­fen­den Be­trieb

Es ist ei­ne tech­ni­sche Her­aus­for­de­rung: Ei­ne gan­ze Stadt im lau­fen­den „Be­trieb“für die­ses High­light des Wei­ma­rer Som­mers vor­zu­be­rei­ten. Pro­jek­ti­ons­tür­me wer­den auf­ge­baut und Pro­jek­to­ren ein­ge­rich­tet. Die­ses Jahr zum Teil in strö­men­dem Re­gen. Wäh­rend bei den Wei­ma­rern die Neu­gier auf neue Ge­schich­ten wuchs, stieg bei den Ma­chern des Fes­ti­vals die Span­nung. Wie wür­de sich die Wir­kung des Lichts un­ter die­sen Um­stän­den ent­fal­ten? Zwar hat­ten sie al­le Bei­trä­ge be­reits im Klein­for­mat an 3D-mo­del­len der zu be­spie­len­den Fas­sa­den be­ur­tei­len kön­nen. Doch be­darf es ei­ner prä­zi­sen An­pas­sung an die Be­din­gun­gen vor Ort, um die Pro­jek­te schließ­lich im Sin­ne der Vi­deo­künst­ler um­zu­set­zen. Drei Aben­de hat­te Pro­duk­ti­ons­lei­te­rin Fran­zis­ka Schnauß vor­ab da­für vor­ge­se­hen. Die 36-jäh­ri­ge Pro­jekt­ma­na­ge­rin ko­or­di­niert sämt­li­che Ge­wer­ke, die Ge­ni­us Lo­ci Wei­mar zu ei­nem be­son­de­ren Er­leb­nis ma­chen. „Am Don­ners­tag, al­so ei­nen Tag be­vor das Fes­ti­val star­te­te, hat­ten wir den Här­te­test“, sagt sie in der Rück­schau, „da reg­ne­te es über St­un­den in Strö­men – doch auch das hat die Tech­nik gut über­stan­den.“

Ex­trem nah und un­glaub­lich breit

Als wei­te­re Her­aus­for­de­rung hat­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren rund um Fes­ti­val-initia­tor Hen­drik Wend­ler in die­sem Jahr ei­nen be­son­de­ren Spiel­ort aus­ge­sucht: Ei­ne der drei his­to­ri­schen Fas­sa­den, die No­ten­bank, bie­tet ei­ne sehr brei­te Pro­jek­ti­ons­flä­che, die je­doch aus un­ge­wöhn­li­cher Nä­he zu be­spie­len war. Pro­duk­ti­ons­lei­te­rin Fran­zis­ka Schnauß: „In die­ser Kom­bi­na­ti­on brauch­ten wir die al­ler­wei­tes­ten Weit­win­kel, die der Markt bie­tet. Un­se­re Part­ner pa­ni­ra­ma und pu­bli­tec rie­ten uns des­halb, die Bo­xer von Chris­tie aus­zu­pro­bie­ren.“Auch in an­de­rer Hin­sicht lern­te Fran­zis­ka Schnauß die Vor­zü­ge des Bo­xers zu schät­zen: „Dass wir im Test­mo­dus mit ei­nem ein­fa­chen Schu­ko-an­schluss und nur ei­ner Lam­pe über­prü­fen konn­ten, ob die Jus­tie­rung der Pro­jek­to­ren stimmt, war sehr hilf­reich“, er­klärt sie und er­gänzt: „Das in­te­grier­te Tool­kit sorgt da­für, dass man al­les, was man braucht, di­rekt griff­be­reit hat.“All das sei für sie ein Hin­weis dar­auf, wie durch­dacht und be­nut­zer­freund­lich die Ge­rä­te sei­en.

Tat­säch­lich ge­lang es von zwei Tür­men aus, die ge­sam­te Flä­che der No­ten­bank zum Le­ben zu er­we­cken. Ge­steu­ert wur­den die bei­den Licht­quel­len von der 3D-vi­deo­map­ping Soft­ware, die Wend­ler selbst vor ei­ni­gen Jah­ren ent­wi­ckelt hat. Sie gleicht un­ter an­de­rem die Ver­zer­run­gen aus, die sich aus der Weit­win­kel-pro­jek­ti­on er­ge­ben. Pro­duk­ti­ons­lei­te­rin Schnauß er­klärt: „Da­mit ar­bei­ten wir seit Jah­ren und die Vi­deo-ope­ra­to­ren kön­nen da­durch sehr gut ein­schät­zen, was mög­lich ist.“Je­de Men­ge – so scheint es, und das Vi­deo­map­ping ent­wi­ckelt sich als neue Aus­drucks­form der Kunst ste­tig wei­ter. Die Tech­nik hält mit und ist manch­mal so­gar Schritt­ma­cher. Wel­che neu­en An­sich­ten bei­des im kom­men­den Jahr her­vor­brin­gen wird, zei­gen neue Künst­ler, für die Wei­mar im Au­gust dann wie­der das Licht der Stra­ßen­la­ter­nen aus- und die Pro­jek­to­ren­lam­pen ein­schal­tet.

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