Film­ge­ar Led-fres­nel 150W

Im Rah­men un­se­rer Led-stu­fen­lin­sen-über­sicht ha­ben wir vie­le Led-ba­sier­te Stu­fen­lin­sen ge­tes­tet. In die­ser Ausgabe stel­len wir zwei Kan­di­da­ten vor: den Film­ge­ar 150 und – von Strand Light­ing, ab Sei­te 38 – den 200F TV Fres­nel.

Production Partner - - Led-stufenlinsen-übersicht | Filmgear Led-fresnel - Text und Bil­der: Her­bert Bern­städt

Die Leucht­quel­le des Film­ge­ar Led-fres­nel 150W be­steht aus ei­nem vier­ecki­gen Weiß­licht-ar­ray, des­sen Licht über ei­ne Sam­mel­lin­se aus Pm­ma-kunst­stoff auf ei­ne fest ste­hen­de Fres­nel­l­in­se ge­wor­fen wird. Zur Ve­rän­de­rung des Ab­strahl­win­kels wird der Schlit­ten, der die LED mit Sam­mel­lin­se und Kühl­kör­per be­inhal­tet, über ei­nen mit Zahn­rad über­setz­ten Spin­del­an­trieb ver­scho­ben. Die Ener­gie der Led-en­gi­ne wird über Heat­pipes an da­hin­ter sit­zen­de, fein­blechi­ge Kühl­rip­pen wei­ter­ge­lei­tet. Der Lüf­ter, der zwi­schen den Kühl­rip­pen sitzt, wird im prak­ti­schen Be­trieb ge­räusch­sei­tig nicht wahr­ge­nom­men.

Das Licht­feld ist im All­ge­mei­nen sehr ho­mo­gen. Wird die Lin­se in die wei­te Ab­strahl­po­si­ti­on ver­scho­ben, wird im­mer mehr die Ab­bil­dungs­funk­ti­on ei­ner Lin­se wirk­sam, und die recht­ecki­ge Form des Led-ar­rays wird über­la­gert. Da­bei wird am äu­ße­ren Licht­rand die Licht­far­be ein we­nig ver­färbt wahr­ge­nom­men. In der mitt­le­ren Zoom­ein­stel­lung ver­bes­sert sich der Ef­fekt ein we­nig. Lei­der kann man den Ab­strahl­win­kel nicht wirk­lich rich­tig eng stel­len, um ei­ne schö­ne licht­in­ten­si­ve Spit­ze zu er­zie­len. Je­den­falls ist da­mit die Fär­bung am Rand ver­schwun­den und der Licht­fleck wird rund. Da­für ist die Licht­flä­che schön ho­mo­gen. Es ent­ste­hen beim Be­leuch­ten von Ob­jek­ten kei­ne mul­ti­plen Schat­ten.

Wer­den in der brei­ten Ein­stel­lung die Tor­klap­pen ein­ge­setzt, wird das Ab­schat­ten mit der Tor­blen­de nicht ganz so prä­zi­se durch­ge­führt und an den Licht­kan­ten wird ei­ne leich­te Ab­stu­fung er­kenn­bar. Beim En­ger­zie­hen des Zooms er­scheint die­ser Ef­fekt na­tür­lich im­mer stär­ker. Da­für bleibt das Licht­feld auch in­ner­halb der Tor­klap­pen schön ho­mo­gen.

Die LEDS wer­den mit ei­ner sehr ho­hen Fre­quenz um die 13,4 khz ge­dimmt, so dass kaum ein Fla­cker­ef­fekt in der Ka­me­ra zu er­war­ten ist. Viel­leicht hat man aus die­sem Grun­de auf ei­ne Ver­stel­lung der Pwm-fre­quenz, wie es an­de­re Her­stel­ler an­bie­ten, ver­zich­tet. Be­trach­tet man das Licht-pwm-mus­ter mit ei­ner Fo­to­zel­le und macht so das in Span­nung um­ge­wan­del­te Licht mit dem Os­zil­lo­skop im zeit­li­chen Ver­lauf sicht­bar, so fällt auf, dass das Licht auch bei 100 % An­steue­rung im­mer noch leich­te Ein­brü­che auf­weist. Bei an­de­ren Her­stel­lern herrscht da ein Gleich­strom bzw. kon­stan­ter Licht­strom. Auf der an­de­ren Sei­te sind die Licht­blö­cke auch nicht recht­eckig ge­hal­ten, son­dern schwin­gen eher wie ein Sä­ge­zahn ab, so dass dies wahr­schein­lich auch zur fli­cker­frei­en Wahr­neh­mung in den Ka­me­ras führt. Die An­steue­rung er­folgt mit 8 Bit, was im un­te­ren Be­reich auch als trep­pen­stu­fi­ge Auf­hel­lung er­kenn­bar ist. Das im Thea­ter ge­for­der­te Auf­dim­men aus dem Null­punkt her­aus ist im Stu­dio­be­trieb je­doch zu ver­nach­läs­si­gen.

Die Be­die­nung mit drei Tas­ten, die ei­nen deut­li­chen Druck­punkt ver­mit­teln, und dem vier­stel­li­gen Led-dis­play ist ein­fach ge­hal­ten und zweck­mä­ßig. Der Funk­ti­ons­um­fang ist kom­pakt ge­hal­ten: Dmx-adres­se ein­stel­len, Hel­lig­keit im Stand-alo­ne-mo­de, Lüf­ter-mo­di (mi­ni­mal /

au­to­ma­tisch) und In­for­ma­tio­nen wie z. B. die Tem­pe­ra­tur ab­ru­fen – das war es.

Das Ge­häu­se aus Alu­mi­ni­um­guss macht ei­nen wer­ti­gen Ein­druck. Die Um­hül­lung der Led-en­gi­ne er­folgt mit ge­schlitz­ten Pro­fil­tei­len, de­ren Zwi­schen­räu­me mit ei­nem sehr luft­durch­läs­si­gen Git­ter ein Ein­drin­gen von Fin­gern ver­hin­dert. Ein von der Um­set­zung doch recht ori­gi­nel­ler Bürs­ten­kranz im Ge­häu­se sorgt da­für, dass in­ner­halb der Tu­bus­kon­struk­ti­on auch beim Ver­fah­ren der En­gi­ne kein rück­wär­ti­ges Licht emit­tiert wird. Lei­der ist die an­ge­strahl­te Lin­se seit­lich von hin­ten zu er­ken­nen, wo­bei das of­fe­ne Git­ter hier na­tür­lich bes­se­re Ein­bli­cke er­laubt. Sehr vor­bild­lich ist der Zu­griff, um die Lin­se bzw. die Lin­sen zu rei­ni­gen. Der Klapp­me­cha­nis­mus er­laubt ein schnel­les Öff­nen und man kommt sehr gut an die Tei­le, wie auch an den Led-clus­ter selbst her­an. Die­sen kann man im Üb­ri­gen selbst aus­tau­schen, da er nur mit Wär­me­leit­pas­te über ei­nen Rah­men auf den Wär­me­tau­scher auf­ge­drückt wird. Auch der Lüf­ter, eins der ty­pi­schen Ver­schleiß­tei­le, lässt sich ex­trem leicht aus­tau­schen. Hier er­hält der Film­ge­ar die vol­le Punkt­zahl.

Lo­bens­wert ist auch die zwei­te Si­cher­heits­ver­rie­ge­lung für die Tor­klap­pe. Un­ser Test­ge­rät war ma­nu­ell zu be­die­nen (M.O. – ma­nu­al ope­ra­ti­on). Mit der eben­falls ver­füg­ba­ren Ver­si­on für Stan­gen­be­die­nung (po­le ope­ra­ti­on – P.O.) ist auch die Lin­se über die Be­di­en­glo­cke zu ver­stel­len. Da­bei sitzt dann die Glo­cke seit­lich am Ge­häu­se in ei­ner ab­ge­schräg­ten Po­si­ti­on, so dass man die Be­dienstan­ge meist senk­recht in die Glo­cke ein­füh­ren kann.

Die lan­ge Zu­lei­tung mit Schal­ter ist äu­ßerst pro­fes­sio­nell. Na­tür­lich lässt sich der Film­ge­ar Led-fres­nel auch im Bü­gel

durch­schwen­ken und auf den Bo­den stel­len, wo­bei er kei­ne Gum­mi­fü­ße an der Bo­den­plat­te hat. Um den Schlit­ten von vor­ne nach hin­ten zu be­we­gen, muss die Spin­del 4 und 1/8 Um­dre­hung durch­füh­ren, wo­bei sich der Stell­knopf auf der Rück­sei­te be­fin­det. Bei un­se­rem Test­ge­rät lag ei­ne eng­li­sche Be­die­nungs­an­lei­tung bei, an ei­ner Über­set­zung wird zur­zeit ge­ar­bei­tet. Hier muss ein­mal her­vor­ge­ho­ben wer­den, dass al­le Er­satz­tei­le und Schalt­skiz­zen, die in der An­lei­tung auch bild­lich dar­ge­stellt wer­den, den Ser­vice in vor­bild­li­cher Wei­se er­leich­tern.

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Sam­mel­lin­se nach dem Led-ar­ray fo­kus­siert des­sen Licht auf die Fres­nel­l­in­se

Lam­pen­ge­häu­se mit ei­nem Bürs­ten­ring wird Streu­licht nach hin­ten mi­ni­miert

Me­nü ein­fach ge­hal­ten

Zwei­te Hal­te­rung für die Tor­klap­pe er­spart das Zu­be­hör­si­che­rungs­seil, was ge­ra­de bei der Stan­gen­be­die­nung und dem Ver­stel­len der Tor­klap­pe sehr vor­teil­haft ist

An­schluss-pa­nel DMX 5pol In / Out und Neu­trik Po­wer­con In. Bei der ge­rin­gen Leis­tungs­auf­nah­me hät­te man sich ei­nen Po­wer­con Out zum Durch­schlei­fen ge­wünscht

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