Chau­vet Pro­fes­sio­nal Ma­ve­rick MK1 Spot

Der neue Ma­ve­rick MK1 Spot ist mit ei­ner kalt­wei­ßen 350 W Led-en­gi­ne aus­ge­stat­tet. Auch sonst deu­ten die Eck­da­ten, Ver­ar­bei­tung und In­no­va­ti­on in ei­ne po­si­ti­ve Rich­tung.

Production Partner - - Test | Chauvet Professional Maverick Mk1 Spot - Text: Tor­ben Leh­mann | Fo­tos: Tor­ben Leh­mann, Chau­vet (Auf­ma­cher)

Die Led-tech­nik ist mehr denn je auf dem Vor­marsch. Und wie man sieht, ist be­züg­lich der Ent­wick­lung – be­son­ders in Sa­chen Leis­tung und Ef­fi­zi­enz – wohl bei Wei­tem noch kein En­de in Sicht. Er­freu­li­cher­wei­se ist der Stand der Ent­wick­lung zum jet­zi­gen Zeit­punkt be­reits so weit fort­ge­schrit­ten, dass sich nun auch end­lich die mit Led-leucht­mit­teln be­trie­be­nen Spot-lam­pen mehr und mehr zu wirk­lich ernst­zu­neh­men­den Ef­fekt­lam­pen mau­sern, und sich je nach Leis­tungs­klas­se mitt­ler­wei­le selbst für Ta­ges­licht­ein­sät­ze eig­nen. Selbst­ver­ständ­lich gibt es aber auch in die­sem Seg­ment noch ei­ni­ge wei­te­re Merk­ma­le, die ei­ne Neu­heit auf­wei­sen soll­te – mal schau­en, was der Ma­ve­rick MK1 Spot so zu bie­ten hat.

Ver­wen­de­tes Led-leucht­mit­tel

So han­delt es sich auch bei die­sem neu­en Pro­dukt des Us-ame­ri­ka­ni­schen Her­stel­lers Chau­vet (mit Haupt­sitz in Sun­ri­se, ganz in der Nä­he von Mia­mi in Flo­ri­da) um ein kopf­be­weg­tes Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rät, das wie auch schon der pro­dukt­ver­wand­te Ma­ve­rick MK2 mit ei­ner wei­ßen Led-en­gi­ne aus­ge­stat­tet wur­de. Mit ei­ner an­ge­ge­be­nen Leis­tung von 350 W ist es je­doch et­was we­ni­ger leis­tungs­stark als beim gro­ßen Bru­der aus­ge­fal­len. Ein wei­te­rer Un­ter­schied ist, dass die beim Ma­ve­rick MK1 ver­wen­de­ten Led-chips ein käl­te­res Weiß mit ei­ner Farb­tem­pe­ra­tur von knapp 7.000K pro­du­zie­ren. Das Leucht­mit­tel be­steht hier aus ins­ge­samt 36 ein­zel­nen wa­ben­för­mi­gen und mil­chig mat­ten Zel­len, hin­ter de­nen sich die ein­zel­nen Di­oden be­fin­den. Die­se Zel­len sind in drei sechs­ecki­gen Krän­zen zu je sechs, zwölf und 18 Wa­ben um die Mit­tel­ach­se des Leucht­mit­tels her­um an­ge­ord­net und sor­gen über die Hel­lig­keits­re­ge­lung ein­zel­ner Zel­len für die ge­wünsch­ten Hel­lig­keits­wer­te.

Me­cha­ni­scher Auf­bau des Ma­ve­rick MK1

Der Ma­ve­rick MK1 er­scheint nach dem Au­s­pa­cken auf An­hieb als so­li­de kon­zi­pier­tes Ge­rät. So­wohl der Kopf als auch das Bas­e­ment sind form­schön und de­zent ge­stal­tet, und das Ma­te­ri­al der Ge­häu­se­tei­le, in die­sem Fal­le ein schwer ent­flamm­ba­rer Po­ly­mer-kunst­stoff, weist ei­ne gu­te und grif­fi­ge Hap­tik auf. Auch von der Grö­ße her er­scheint der MK1 Spot als sehr stim­mig di­men­sio­niert. Die Gr­und­flä­che des Bas­e­ments liegt bei ge­ra­de mal knapp 40 cm Brei­te mal ca. 25 cm Tie­fe. Steht der Ge­rä­te­kopf ge­ra­de nach oben, ist der MK1 Spot auch nur ca. 65 cm hoch. Das Ge­samt­ge­wicht des Ma­ve­rick MK1 Spot be­trägt gut 27 kg.

Beim zwei­ten Hin­se­hen fal­len dann auch schon das gro­ße Dis­play auf der ei­nen und das auf­ge­räum­te An­schluss­feld auf der ge­gen­über­lie­gen­den Sei­te des Bas­e­ments ins Au­ge. Hin­zu ge­sel­len sich ein Pan- und Tilt-lock für die je­wei­li­gen Be­we­gungs­ach­sen. Die Front­lin­se hat ei­nen Durch­mes­ser von gut 13 cm.

Selbst die Un­ter­sei­te des Ge­rä­tes wur­de nicht stief­müt­ter­lich be­han­delt: Hier bie­tet die ein we­nig vom Ge­rät ab­ge­setz­te Bo­den­plat­te ne­ben vier Quick-lock-auf­nah­men für die (im Lie­fer­um­fang ent­hal­te­nen) Ome­ga-bra­ckets eben­falls man­nig­fal­ti­ge Ka­pa­zi­tä­ten zur An­brin­gung ei­nes Si­che­rungs­seils. Ste­hend be­trie­ben sor­gen vier Gum­mi­fü­ße für die ge­wünsch­te Stand­fes­tig­keit.

Touch­screen, An­schlüs­se und Si­gna­le

Der Ma­ve­rick MK1 Spot ver­fügt über ei­nen wahr­lich gut di­men­sio­nier­ten Farb-touch­screen, des­sen Ori­en­tie­rung sich au­to­ma­tisch über ei­nen Sen­sor aus­rich­tet, und sechs Na­vi­ga­ti­ons­tas­ten. Das Sys­tem ist über ei­nen Ak­ku ge­puf­fert und kann so­mit, je nach La­de­zu­stand der in­ter­nen Bat­te­rie, auch oh­ne an­lie­gen­de Span­nung für Ein­stel­lun­gen am Ge­rät ge­nutzt wer­den. Die Me­nü­füh­rung ist klar struk­tu­riert und er­in­nert auf Grund der ein­fa­chen Na­vi­ga­ti­on ein we­nig an die Be­die­nung ei­nes Smart­pho­nes. Sie ist je­doch auch sehr um­fas­send. Ne­ben Stan­dard­ein­stel­lun­gen wie Ip-ma­nage­ment, Adres­sie­rung, Be­triebs­mo­dus oder Re­set- und Test­funk­tio­nen kön­nen hier bei­spiels­wei­se das Black­out-ver­hal­ten, vier ver­schie­de­ne Dim­mer­kur­ven und so­gar die ma­xi­ma­le Grö­ße des Be­we­gungs­spiel­raums der bei­den Ach­sen des Ge­rä­te­kop­fes in drei Schrit­ten (540°/360°/180° im Pa­nund 270°/180°/90° im Tilt-be­reich) be­ein­flusst wer­den.

Bei den An­schluss­mög­lich­kei­ten auf der rück­wär­ti­gen Sei­te des Bas­e­ments herrscht strik­te Ord­nung und obend­rein pu­rer Lu­xus. Ne­ben den bei­den drei- und fünf­po­li­gen DMX-AN-

schlüs­sen fin­den sich hier er­freu­li­cher­wei­se tat­säch­lich zwei Et­her­con-an­schlüs­se, so dass auch bei der Si­gnal­über­tra­gung über Art­net oder SACN ein Si­gnal zu­ge­führt und auch di­rekt wie­der wei­ter­ge­lei­tet wer­den kann. Ge­krönt wird das Gan­ze durch ei­ne gut ge­schütz­te aus­klapp­ba­re An­ten­ne, die zu dem werks­sei­tig vor­han­de­nen Mo­dul für die draht­lo­se Dmx-si­gnal­über­tra­gung ge­hört. Der Voll­stän­dig­keit hal­ber sei hier noch das Vor­han­den­sein ei­nes Po­wer­con-true-an­schlus­ses, ei­ner Fein­si­che­rung und ei­nes An/aus-schal­ters er­wähnt.

Das In­nen­le­ben des Ma­ve­rick MK 1 Spot

Von au­ßen be­trach­tet macht der Ma­ve­rick MK1, be­reits oh­ne das Ge­rät je­mals in ein­ge­schal­te­tem Zu­stand ge­se­hen zu ha­ben, ei­nen über­aus po­si­ti­ven Ein­druck. Kom­men wir al­so nun zum In­nen­le­ben. Dem Leucht­mit­tel am nächs­ten zu­ge­wandt ist die Cmy-farb­misch­ein­heit, die für je­des der drei At­tri­bu­te über zwei flag­gen­ar­ti­ge Farb­schei­ben ver­fügt, die in den Licht­ke­gel hin­ein­ge­fah­ren wer­den. Dar­auf folgt das fes­te Farb­rad, das mit sie­ben na­he­zu rand­los ne­ben­ein­an­der sit­zen­den Far­ben inkl. CTO aus­ge­stat­tet ist. Hier kom­men, wie so oft bei ei­ner Cmy-farb­mi­schung, sat­te Far­ben zum Ein­satz, die mit Hil­fe der sub­trak­ti­ven Farb­mi­schung eher schwie­rig zu ge­ne­rie­ren sind. Durch die en­ge und na­he­zu steg­lo­se An­ord­nung der ein­zel­nen Farb­schei­ben ist auch das Ge­ne­rie­ren von Halb­far­ben mög­lich. Von dort aus wei­ter Rich­tung Front­lin­se ge­se­hen, fol­gen zum ei­nen ein Go­bo­rad mit sie­ben in­de­xier- und ro­tier­ba­ren Glas­go­bos, und zum an­de­ren ein Go­bo­rad aus Me­tall mit sie­ben fes­ten Aus­stan­zun­gen. Die ein­zel­nen Glas­go­bos sind hier­bei auf ei­nem Go­bo­hal­ter be­fes­tigt, der im Fal­le ei­nes Go­bo­aus­tauschs mit we­nig Auf­wand ein­zeln ent­nom­men wer­den kann. Das ist zwar nicht neu, aber sehr ef­fi­zi­ent.

Als nächs­tes me­cha­ni­sches Bau­teil sitzt die mo­to­ri­sier­te Iris­blen­de ziem­lich ge­nau zwi­schen dem Leucht­mit­tel und der Front­lin­se. Dar­auf fol­gen der Fo­kus, ein va­ria­bler Frost­fil­ter, ein ro­tier­ba­res Drei­fach-pris­ma und die Zoom­lin­se. Die bei-

den Shut­ter-funk­tio­nen wer­den beim Ma­ve­rick MK1 Spot elek­tro­nisch ge­löst; hier­für sind kei­ne me­cha­ni­schen Bau­tei­le vor­han­den.

In der Pra­xis

Auch der Chau­vet Ma­ve­rick MK1 Spot ist ganz ein­deu­tig ei­ne Ef­fekt­lam­pe. Das Leucht­mit­tel er­zeugt mit sei­nen ge­ra­de ein­mal 350 W hier­für ein ho­mo­ge­nes und gleich­zei­tig kräf­ti­ges Ta­ges­licht­weiß mit ei­nem or­dent­li­chen Out­put. Die Cmy-farb­misch­ein­heit ge­ne­riert die sub­trak­ti­ven Far­ben be­son­ders in den un­te­ren Pro­zent­wer­ten, und wenn man ganz ge­nau hin­sieht oder auf ei­ne wei­ße Flä­che pro­ji­ziert, am Rand ein we­nig mehr bunt, als es in der Mit­te des Licht­ke­gels der Fall ist, was je­doch der Bau­form der Flag­gen ge­schul­det sein wird und auch nicht un­an­ge­nehm auf­fällt.

So­wohl die fes­ten Me­tall-, als auch die ro­tier­ba­ren Glas­go­bos sind al­lein von der Funk­tio­na­li­tät her sehr schön aus­ge­wählt wor­den. So sind, ne­ben den für ei­ne Beam-show es­sen­ti­el­len Break­up-go­bos, auch geo­me­tri­sche For­men und so­gar ein drei­di­men­sio­na­les Milch­glas-go­bo vor­han­den, mit Hil­fe de­rer sich auch für Pro­jek­ti­ons­zwe­cke schö­ne Kom­bi­na­tio­nen er­zie­len las­sen. Lei­der macht es je­doch selbst die aus­ge­klü­gel­te Op­tik im In­ne­ren des MKS Spots nicht mög­lich, ei­nes der Go­bos an al­len Stel­len gleich­mä­ßig scharf zu fo­kus­sie­ren. Dies gilt für bei­de Go­borä­der und va­ri­iert zu­dem in Ab­hän­gig­keit mit der mo­men­ta­nen Po­si­ti­on der mo­to­ri­sier­ten Zoom­lin­se. So ist bei­spiels­wei­se ein ro­tier­ba­res Go­bo im Zoom­be­reich von 0% am Rand nicht scharf zu krie­gen, wäh­rend die Ab­bil­dung des glei­chen Go­bos ab ei­nem Zoom­be­reich von ca. 60% deut­lich über den dar­stell­ba­ren Rand hin­aus­zu­lau­fen be­ginnt. Da­für kön­nen so­wohl Go­bo­rad als auch Drei­fach-pris­ma selbst in der lang­sams­ten Ge­schwin­dig­keit ru­ckel­frei ro­tie­ren.

Die Iris­blen­de geht im nor­ma­len Mo­dus von of­fen bis ge­schlos­sen nicht ganz zu. Dies kann je­doch nicht bau­lich be­dingt sein, denn bei auf dem da­für vor­ge­se­he­nen Steu­er­ka­nal sind vor­ge­fer­tig­te Ef­fek­te im­ple­men­tiert, wel­che die Iris­blen­de kurz­sei­tig voll­kom­men schlie­ßen. Auch beim mo­to­ri­sier­ten Fo­kus ist ei­ne Sa­che auf­ge­fal­len: Zwar ver­rich­te­te der für die Fo­kus­lin­se zu­stän­di­ge Mo­tor des Test­ge­räts sei­ne Ar­beit ein­wand­frei, da­bei klang es im In­ne­ren des Kop­fes je­doch bei ein­zel­nen Schrit­ten die­ses Mo­tors im­mer so, als wür­de dort ge­ra­de fri­scher Fil­ter­kaf­fee auf­ge­brüht wer­den. Bei Fahr­ten durch den ge­sam­ten Fo­kus­be­reich trat die­ses Phä­no­men nicht auf, nur bei ein­zel­nen Schrit­ten.

Ähn­lich ver­wun­der­lich hat es sich auch bei der In­ten­si­tät zu­ge­tra­gen. Denn so­bald die­se im Fal­le un­se­res Test­ge­rä­tes den Be­reich von 80 % Hel­lig­keit über­schritt, be­gann das Ge­rät in ei­nem hoch­fre­quen­ten Ton zu fie­pen. Wur­de je­doch der Zoom bei­spiels­wei­se in ei­nen Be­reich um die 0 % her­un­ter­ge­re­gelt, hör­te die­ser Ton plötz­lich auf. In ei­nem an­de­ren An­wen­dungs­bei­spiel, und ei­nem Be­reich von ca. 15 % Zoom, fing das Leucht­mit­tel plötz­lich an, bei Ve­rän­de­run­gen der Zoom­wer­te leicht in der Hel­lig­keit zu pum­pen.

Da es kei­ne me­cha­ni­schen Bau­tei­le für die Funk­ti­on des Shut­ters gibt, ist der elek­tro­nisch ge­re­gel­te St­ro­bo­skop-ef­fekt na­tür­lich wirk­lich sehr schnell und mit ei­ner Ra­te von sa­ge und schrei­be 20 Hz an­ge­ge­ben ziem­lich nah am Herz­kam­mer­flim­mern. Doch steht beim Ma­ve­rick MK1 Spot noch ei­ne wei­te­re vir­tu­el­le Shut­ter­funk­ti­on zur Ver­fü­gung: Hier­bei wird das Leucht­mit­tel durch Aus­schal­ten von zwölf Wa­ben in der Mit­te ge­teilt. Die bei­den sich so ge­gen­über­lie­gen­den Hälf­ten kön­nen dann ge­gen­läu­fig zu­ein­an­der und un­ab­hän­gig von den rest­li­chen Funk­tio­nen pul­sie­ren – wit­zi­ger Ef­fekt.

Ser­vice­freund­lich­keit

Vie­le We­ge füh­ren nach Rom. So las­sen sich zum ei­nen die ein­zel­nen Ein­stel­lun­gen über das Dis­play des Ge­rä­tes vor­neh­men, zum an­de­ren sind auch vie­le der Me­nü­punk­te über den Con­trol-ka­nal – bei­spiels­wei­se über ein Dmx-si­gnal – ma­ni­pu­lier­bar. Und selbst mit Hil­fe der Ip-adres­se, die bei der Her­stel­lung für je­des Ge­rät un­ter­schied­lich ge­ne­riert wird, kön­nen bei Ge­rä­ten, die sich zu­sam­men in ei­nem Netz­werk be­fin­den, mit Hil­fe ei­nes Web­brow­sers Ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men und In­for­ma­tio­nen ab­ge­ru­fen wer­den.

Der Ma­ve­rick MK1 Spot ist, was so­wohl die Aus­stat­tung des In­nen­le­bens als auch die Aus­füh­rung der äu­ße­ren und eher et­was ne­ben­säch­li­che­ren Eck­da­ten be­trifft, vie­len ver­wand­ten Ge­rä­ten die­ser Ka­te­go­rie wirk­lich um ei­ni­ge Schrit­te vor­aus. So bie­ten zum ei­nen be­reits im Vor­feld die vie­len Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten am Ge­rät selbst vie­le prak­ti­sche Knif­fe. Da­zu zäh­len un­ter an­de­rem die vier ver­schie­de­nen in­ter­nen Dim­mer­kur­ven, die es bei­spiels­wei­se er­mög­li­chen, die Hel­lig­keit wirk­lich bis auf den Wert Null her­un­ter­zu­re­geln, oh­ne dass der klas­si­sche Ef­fekt beim Her­un­ter­re­geln ei­ner LED auf­tritt, und das Leucht­mit­tel un­ter ei­nem be­stimm­ten Pro­zent­wert ein­fach ab­schal­tet. Die­se fei­ne Hel­lig­keits­re­ge­lung funk­tio­niert hier in der Ge­gen­rich­tung üb­ri­gens ge­nau­so gut.

Aber auch in Sa­chen sons­ti­ger Ser­vice schnei­det das Ge­rät aus un­se­rer Sicht bes­tens ab: Zum ei­nen pas­sen die bei­den De­ckel, die den Ge­häu­se­kopf ver­schlie­ßen, auch nach dem Ent­fer­nen wie­der ein­wand­frei und oh­ne zu ver­zwei­feln an ih­re Po­si­ti­on. Drü­ber hin­aus sind die­se De­ckel mit un­ver­lier-

ba­ren Quick-lock-schrau­ben aus­ge­stat­tet und mit Stahl­seil­chen ge­si­chert. Die­se sind je­doch fest mit dem Ge­häu­se ver­schraubt. Zum Schutz vor Staub und an­de­ren äu­ße­ren Ein­flüs­sen sind die bei­den Lüf­ter, wel­che für die Frisch­luft­zu­fuhr im Ge­rät ver­ant­wort­lich sind, je­weils über ei­nen Schnell­ver­schluss di­rekt er­reich­bar und der Staub­schutz da­mit schnell aus­zu­tau­schen oder zu rei­ni­gen.

Ein wei­te­rer po­si­ti­ver Aspekt ist die Tat­sa­che, dass al­le Steck­ver­bin­dun­gen im In­ne­ren des Ge­rä­tes mit Lock­tight ver­sie­gelt sind. Und selbst wenn sich ein­mal – wie durch uns test­wei­se pro­vo­ziert – doch ein Ste­cker lö­sen soll­te, wird ei­ne ent­spre­chen­de Feh­ler­mel­dung über das Dis­play des Ge­rä­tes aus­ge­ge­ben. Hier wur­den wohl al­le Haus­auf­ga­ben ge­macht.

Fa­zit

Der Ma­ve­rick MK1 ist wahr­lich ein ernst­zu­neh­men­des Led-spot­light. Die Funk­tio­nen, mit de­nen das Ge­rät aus­ge­stat­tet ist, sind zeit­ge­mäß aus­ge­wählt und funk­tio­nier­ten wäh­rend der Test­pha­se oh­ne Aus­nah­me ein­wand­frei. Die Mög­lich­keit der An­steue­rung über DMX, Et­her­net und WLAN si­gna­li­siert vor al­lem in Sa­chen Zu­kunft ei­ne deut­li­che Rich­tung. So­wohl in punc­to Ver­ar­bei­tung als auch in Sa­chen In­no­va­ti­on, braucht sich der MK1 Spot kei­nes­wegs vor ei­nem Ver­gleich mit art­ver­wand­ten Pro­duk­ten zu scheu­en. Klar, das Ge­rät ist ein­deu­tig als Ef­fekt­lam­pe kon­zi­piert. Hier sind sol­che Klei­nig­kei­ten, wie mal ein et­was un­schar­fer Go­bo­rand, ein kur­zes Flim­mern oder ein hoch­fre­quen­ter Ton mit Si­cher­heit zu ver­nach­läs­si­gen. An­ders sieht es wie­der­um aus, wenn mal ei­ne gro­ße An­zahl sol­cher Ge­rä­te in ei­ner Um­ge­bung zu­sam­men­kommt, in der es ru­hig ist und auch blei­ben soll. Je­den­falls hat das Ge­rät so durch­weg ei­nen gu­ten Ein­druck hin­ter­las­sen. Der Chau­vet Pro­fes­sio­nal Ma­ve­rick MK1 Spot ist für ei­nen Net­to-lis­ten­preis von 4.250 Eu­ro bei der Fi­scher Ver­triebs­ge­sell­schaft (www.fi­scher-on­li­ne.de) zu be­zie­hen.

Al­le Steck­ver­bin­dun­gen im In­ne­ren des Ge­rä­tes sind mit Lock­tight fi­xiert

Auf­ge­räum­tes An­schluss­feld mit dop­pelt aus­ge­führ­tem Et­her­con-an­schluss und aus­klapp­ba­rer Wlan-an­ten­ne

Farb-touch­screen in­for­miert auch über even­tu­el­le Feh­ler­mel­dun­gen

Cmy-farb­misch­ein­heit am äu­ße­ren Rand über­lap­pen sich die Flag­gen zu­erst

Der stu­fen­lo­se Frost von null auf hun­dert in 25-%-Schrit­ten

Go­bos das Rad mit den aus­tausch­ba­ren Go­bos liegt sehr tief im In­ne­ren – zum Glück ste­cken die Go­bos in her­aus­zieh­ba­ren Hal­te­run­gen

Led-en­gi­ne gut zu er­ken­nen sind die ver­schie­de­nen Ab­stu­fun­gen der ein­zel­nen Wa­ben bei der Hel­lig­keits­re­ge­lung

Die Go­bos har­mo­nie­ren mit­ein­an­der, be­son­ders wenn das Pris­ma mit­spielt

Shut­ter-ef­fekt für den Spe­cial-ef­fekt des zwei­ten Shut­ters wird das Leucht­mit­tel vir­tu­ell in zwei Hälf­ten ge­teilt

Die Cmy-farb­misch­ein­heit (50 % und 100 %) ge­ne­riert sat­te Far­ben

Luft­fil­ter mal schnell aus­ge­klopft – hier kommt man auch oh­ne Werk­zeug dran

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