De­zen­tra­le Au­dio­struk­tu­ren

Im ers­ten An­satz lie­gen die Auf­ga­ben von Sound­grid und Di­gi­grid in der Schaf­fung von ver­netz­ten Struk­tu­ren, um vie­le Misch­pult­ka­nä­le mit den le­gen­dä­ren Plug-ins von der Fir­ma Wa­ves zu be­ar­bei­ten. Die pro­prie­tä­re Au­dio-over-ether­net­lö­sung kann aber auch no

Production Partner - - Netzwerk | Soundgrid – Digigrid - Text und Fo­tos: Chris­tia­ne Ban­gert

Sound­grid und Di­gi­grid – die un­ter­schied­li­chen Be­zeich­nun­gen re­sul­tie­ren aus der Auf­ga­ben­tei­lung bei der Au­dio-si­gnal­be­ar­bei­tung zwi­schen Wa­ves und Di­gi­co: Wa­ves sorgt au­dio­sei­tig eher für die „In­hal­te“, die Ser­ver mit den DSPS zur Si­gnal­be­ar­bei­tung, die Soft­ware­ober­flä­chen, Trei­ber, Plug-ins etc. Die­se Pro­duk­te wer­den un­ter dem La­bel Sound­grid ver­trie­ben. Di­gi­co (ne­ben Di­gi­grid auch mit Cal­rec und Al­len & He­ath un­ter ei­nem Dach bei Au­dio­to­nix, in die wie­der­um An­fang 2017 die In­ves­to­ren von Ast­org groß ein­stie­gen) ist eher Hard­ware-sei­tig tä­tig und ent­wi­ckelt die di­ver­sen Schnitt­stel­len­ge­rä­te mit ana­lo­gen, AES/EBU-, ADAT-, MADI- und Pro Tools-schnitt­stel­len und dem Mar­ken­na­men Di­gi­grid.

Durch die Schnitt­stel­len­ge­rä­te von Di­gi­co für Misch­pul­te u. a. von Al­len & He­ath, Cadac, Di­gi­co, Ro­land und den Asio/co­re-trei­bern für Rech­ner ent­ste­hen man­nig­fal­ti­ge Mög­lich­kei­ten, ver­netz­te Struk­tu­ren mit de­zen­tra­len Ein- und Aus­gän­gen auf­zu­bau­en, die nicht nur für die Si­gnal­be­ar­bei­tung mit Wa­ves­plug-ins, son­dern auch gleich zum Ver­tei­len der Si­gna­le ge­nutzt wer­den. Durch die Ein­bin­dung der Rech­ner las­sen sich viel­ka­na­li­ge Ein­spie­lun­gen und Auf­nah­men auch gleich rea­li­sie­ren, z. B. für ei­nen vir­tu­el­len Sound­check.

Um die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten durch Sound­grid und Di­gi­grid nä­her ken­nen­zu­ler­nen, tra­fen wir beim Schwei­zer Ver­trieb Ton­spur AG in der Nä­he von Lu­zern den In­ha­ber Hans­jürg Mei­er und Pro­dukt­ma­na­ger Jes­si Brusto­lin.

Über­blick zu Wa­ves

Das Kern­ge­schäft von Wa­ves sind Plug-ins zur Si­gnal­be­ar­bei­tung, al­so Soft­ware-zu­satz­mo­du­le, die die Fä­hig­kei­ten der ei­ge­nen DAW er­wei­tern oder dem di­gi­ta­len Misch­pult ein vir­tu­el­les Si­derack zur Sei­te stel­len, das sich recht be­lie­big mit Ef­fek­ten be­stü­cken lässt. Die Band­brei­te der Plug-ins von Wa­ves ist rie­sig, sie reicht von Na­ch­emp­fin­dun­gen le­gen­dä­rer ana­lo­ger Ef­fek­te und von be­rühm­ten Mi­schern ent­wor­fe­nen und si­gnier­ten Ef­fek­ten über ei­ne Viel­zahl von Equa­li­zern, Li­mi­tern, Re­verbs, De­lays und an­de­ren Ef­fek­ten bis zu vir­tu­el­len In­stru­men­ten, Sur­round-be­ar­bei­tun­gen und vie­lem mehr. Es gibt im Prin­zip zwei Platt­for­mar­ten für die Si­gnal­be­ar­bei­tung mit den Plug-ins: den ei­ge­nen Rech­ner mit ent­spre­chen­dem Pro­gramm und Ap­pli­ka­tio­nen oder ei­nen ex­ter­nen Ser­ver mit DSPS. Zum ers­te­ren ge­hö­ren Wa­ves soft­ware-ba­sier­te Mi­scher und vir­tu­el­le Racks für Stu­dio- und Live-an­wen­dun­gen. Die Sound­grid-ser­ver kom­men als ex­ter­ne Hard­ware dann ins Spiel, wenn die An­for­de­rung an Ka­nä­le, gleich­zei­tig ar­bei­ten­de Plug-ins und ge­rin­ge La­tenz wach­sen. Sie sol­len hun­der­te von Plug-ins gleich­zei­tig mit ei­ner La­tenz von 0,8 ms ver­ar­bei­ten kön­nen.

De­zen­tra­le Struk­tu­ren mit Rech­nern, Mi­schern und Sound­grid-ser­vern

„Sound­grid war ei­gent­lich ein Mul­ti­rack“, er­klär­te Jes­si Brusto­lin. „Al­so ein Si­derack, wie man es ne­ben dem Misch­pult ste­hend kennt, vir­tu­ell dar­ge­stellt. Zur Ein- und Ausgabe wird ein pro­prie­tä­res Netz­werk­pro­to­koll von Wa­ves ge­nutzt.“Im ein­fachs­ten Fall be­steht ein Sys­tem aus ei­nem Rech­ner und ei­nem Sound­grid-kom­pa­ti­blen Schnitt­stel­len­ge­rät, z. B. der klei­ne Di­gi­grid-m-wür­fel mit zwei ana­lo­gen Ein­gän­gen und Aus­gän­gen oder ei­nes der Madi-in­ter­faces für bis zu 128 Ka­nä­le. Rech­ner und In­ter­face wer­den mit Cat.5e- oder Cat.6ka­bel ver­bun­den. Netz­werk-struk­tu­ren wer­den als 1 Gbps­ether­net-netz­werk auf­ge­baut, wo­bei Stan­dard-it-kom­po­nen­ten ein­ge­setzt wer­den kön­nen. In der Lis­te von Wa­ves zu den qua­li­fi­zier­ten Netz­werks­wit­chen ste­hen Kom­po­nen­ten von Cis­co, D-link und HP. So las­sen sich de­zen­tra­le Struk­tu­ren schaf­fen, mit meh­re­ren Rech­nern, Misch­kon­so­len und Sound­grid-ser­vern im Netz.

Wenn man al­so eh schon die Plug-ins und Schnitt­stel­len­ge­rä­te von Wa­ves ein­setzt, so liegt es nicht fern, auch gleich die Mög­lich­kei­ten zum Ver­tei­len der Si­gna­le zu nut­zen. Die Netz­werk-in­fra­struk­tur kommt ja so­zu­sa­gen au­to­ma­tisch mit dem Auf­bau der Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Wa­ves­kom­po­nen­ten. Ge­ra­de die Live-taug­li­chen La­ten­zen schaf­fen da­mit z. B. für Ein­spie­lun­gen vom Rech­ner oder dem Aus­tausch von Si­gna­len zwi­schen Rech­nern in­ter­es­san­te Mög­lich­kei­ten.

Da­bei ist Sound­grid ei­ne pro­prie­tä­re Au­dio-over-et­her­net-lö­sung, des­halb funk­tio­niert sie auch nur mit den ent­spre­chen­den Sound­grid- und Di­gi­grid-ge­rä­ten, den ent­spre­chen­den Trei­bern oder Schnitt­stel­len­kar­ten in ei­ner Kon­so­le. Sie ist nicht kom­pa­ti­bel zu an­de­ren Au­dio-over-et­her­net-tech­no­lo­gi­en. Da­für gibt es aber ganz schön vie­le Ka­nä­le. „Von den In­ter­faces her liegt die ma­xi­ma­le An­zahl bis­her bei 128 Ka­nä­len“, er­läu­ter­te Hans­jürg Mei­er. „Ver­ar­bei­tet und wei­ter­ge­lei­tet wer­den kön­nen aber auch 256 × 256 Ka­nä­le.“

Laut Wa­ves gibt es noch ei­ni­ge wei­te­re netz­werk­in­ter­ne Fä­hig­kei­ten. Da­zu ge­hört, dass Ser­ver und Netz­wer­ke zur Red­un­danz auch par­al­lel be­trie­ben wer­den kön­nen und es Rück­fal­le­be­nen bei Aus­fall ei­ner Clock ge­ben kann. Meh­re­re Clock-be­rei­che in ei­nem Netz­werk sol­len mög­lich sein, wo­bei die Wei­ter­lei­tung über die Netz­werk­ver­bin­dung er­fol­gen kann. Ex­ter­ne Clock-ein­spei­sung ist mit­tels der Schnitt­stel­len an den Ge­rä­ten eben­falls mög­lich. Ab­tast­ra­ten bis 96 khz sind zur­zeit vor­ge­se­hen, 192 khz sol­len es zu­künf­tig sein. Die Steue­rungs­da­ten wer­den zu­sam­men mit dem Au­dio ver­schickt und er­lau­ben die Fern­be­die­nung z. B. der Mi­kro­fon-vor­ver­stär­ker und Ab­tast­ra­ten­wand­ler. Bei der Nut­zung ei­ner neue­ren Di­gi­co-kon­so­le (SD5, SD7, SD9, SD10, SD11) las­sen sich Ein­stel­lun­gen gleich auf dem Bild­schirm der Kon­so­le vor­neh­men.

Vom Grund­ge­dan­ken her und un­ter Si­cher­heits­as­pek­ten soll­te das Sound­grid ein ei­ge­nes Netz­werk ha­ben. Es geht un­ter be­stimm­ten Um­stän­den aber auch oh­ne. „Wir ha­ben ei­ne Schu­le in Genf be­treut, die ei­ne re­la­tiv gro­ße Di­gi­grid-in­stal­la­ti­on hat“, er­klär­te Hans­jürg Mei­er. „Drei oder vier Räu­me sind mit­ein­an­der ver­netzt und da­zu wird das Haus­netz ge­nutzt. Dass dies funk­tio­niert, ist aber si­cher auch dem dor­ti­gen, gu­ten Netz­werkad­mi­nis­tra­tor zu ver­dan­ken.“

In­ter­faces: Rein und Raus

Egal ob nur ein In­ter­face zum Rech­ner (bei­spiels­wei­se für Auf­nah­men) ge­braucht wird oder Ein- und Aus­gangs­si­gna­le im Netz­werk ver­teilt wer­den: Die Ein­satz­mög­lich­kei­ten, der Kom­fort und auch die Qua­li­tät – wenn man di­gi­ta­le Si­gna­le nicht erst wie­der auf ana­log um­set­zen muss, um sie dann wie­der zu di­gi­ta­li­sie­ren – stei­gen mit den An­schluss­al­ter­na­ti­ven. An die­ser Stel­le kommt die Di­gi­grid-hard­ware ins Spiel, die di­ver­se Al­ter­na­ti­ven von klei­nen Wür­feln pas­send für die mo­bi­le Nut­zung am Note­book bis zu 19"-Ge­rä­ten mit ana­lo­gen und di­gi­ta­len Ein­gän­gen und Sound­grid-ser­ver be­inhal­tet.

Zu den neue­ren und von der Grö­ße und Viel­ka­na­lig­keit her in­ter­es­san­tes­ten Schnitt­stel­len-ge­rä­ten ge­hö­ren die Madi-in­ter­faces Di­gi­grid MGB und MGO. Sie un­ter­schei­den sich in der Aus­füh­rung der Ma­di­schnitt­stel­len: BNC beim MGB und op­tisch beim MGO. Die 15 × 11 × 3 cm gro­ßen und ge­ra­de mal 0,4 kg wie­gen­den In­ter­faces pas­sen si­cher in je­des Rei­se­ge­päck. An den dop­pelt aus­ge­leg­ten MADI-EIN- und Aus­gän­gen kön­nen so­wohl 56- wie auch 64-ka­na­li­ge Madi-streams aus­ge­tauscht wer­den, so dass die Ge­samt­ka­pa­zi­tät bei 128 Ka­nä­len liegt. So las­sen sich schnell vie­le Ka­nä­le z. B. mit ei­nem Misch­pult aus- tau­schen, das Madi-schnitt­stel­len hat, egal ob sie für Auf­nah­men ei­nem Rech­ner zu­ge­führt oder mit Wa­ves Plug-ins be­ar­bei­tet wer­den sol­len – je nach Ar­beits­um­ge­bung auf ei­nem Rech­ner oder ei­nem Sound­grid­ser­ver, wenn z. B. bei Live-an­wen­dun­gen ei­ne ge­rin­ge La­tenz ei­ne Rol­le spielt. Da­mit ist die Nut­zung der Wa­ves Plug-ins nicht auf die Kon­so­len be­schränkt, die wie Di­gi­co-, Ro­land- Al­len & He­ath- oder Ya­ma­ha-pul­te mit Schnitt­stel­len­kar­ten aus­ge­stat­tet wer­den kön­nen. Die Lis­te der kom­pa­ti­blen Pul­te auf der Wa­ves-in­ter­net­sei­te er­wei­tert sich da­durch

u. a. um Pro­duk­te von Stu­der, SSL, Sound­craft, Mi­das, La­wo, Beh­rin­ger etc.

Wenn vie­le ana­lo­ge Schnitt­stel­len ge­braucht wer­den, so bie­ten sich die Di­gi­grid Io-ge­rä­te an: Das IOC stellt je­weils acht ana­lo­ge Li­ne-ein­gän­ge und -Aus­gän­ge so­wie 16 Aes/ebu-schnitt­stel­len an Db25schnitt­stel­len zur Ver­fü­gung. Ei­ne Adat-schnitt­stel­le, zwei Mi­kro­fon­ein­gän­ge (Xlr/klin­ke-kom­bi­na­ti­on) mit zu­schalt­ba­rer Phan­tom­span­nung und zwei Kopf­hö­rer­aus­gän­ge mit Pe­gel­reg­lern sind eben­falls vor­han­den. Die 1 He-ein­heit ver­fügt au­ßer­dem über ei­nen Wordclock-ein­gang – die Syn­chro­ni­sa­ti­on ist aber auch über AES/EBU, Sound­grid oder in­ter­nem Takt­ge­ber mög­lich. Un­ter­stützt wer­den der­zeit Ab­tast­ra­ten bis 96 khz, zu­künf­tig sol­len auch 176,4 und 192 khz mög­lich sein. Das IOX ist die pas­sen­de Er­wei­te­rung, wenn 12 Mi­kro­fon­ein­gän­ge be­nö­tigt wer­den, zu­sam­men mit sechs ana­lo­gen Aus­gän­gen und vier Kopf­hö­rer­aus­gän­gen. Bei­de Ge­rä­te ha­ben zwei Sound­grid-schnitt­stel­len, so dass sie gleich­zei­tig an ei­nen Rech­ner und ei­nen Sound­grid-ser­ver an­ge­schlos­sen wer­den kön­nen.

Den Ser­ver gleich mit an Bord hat das IOS mit 2 HE. Acht Mi­kro­fon/ Li­ne-ein­gän­ge, acht ana­lo­ge Aus­gän­ge, zwei Kopf­hö­rer­aus­gän­ge, ei­ne kom­bi­nier­te AES/EBU- oder Sp­dif-schnitt­stel­le und MIDI ge­hö­ren zu den Schnitt­stel­len am Ge­rät. Vier Sound­grid-schnitt­stel­len er­lau­ben den An­schluss z. B. von IOX und IOC zur Er­wei­te­rung der Ein- und Aus­gangs­ka­pa­zi­tä­ten. Spe­zi­ell zur Ein­bin­dung der Plug-ins in Pro Tools ist der Ser­ver DLS mit zwei Di­gi­linkschnitt­stel­len ge­dacht. Wenn be­reits

ein Ser­ver im Sound­grid-netz vor­han­den ist, so kann das In­ter­face DGI mit zwei Di­gi­link-schnitt­stel­len die Ver­bin­dung zwi­schen Pro Tools und Sound­grid-ser­ver schaf­fen.

Für die Nut­zung mit dem Note­book, z. B. zum Ab­hö­ren oder Ein- und Aus­spie­len ein­zel­ner Ka­nä­le, sind di­ver­se klei­ne „Wür­fel“kon­zi­piert. Das Di­gi­grid M ist für Mu­si­ker ge­dacht, die z. B. Gi­tar­re und Ge­sang auf­neh­men möch­ten. Dem­ent­spre­chend ste­hen ein Xlr-mi­kro­fon-ein­gang mit 48-V-phan­tom­span­nung und Hoch­pass­fil­ter so­wie ein Klin­k­ein­stru­men­ten­ein­gang zur Ver­fü­gung, bei­de mit Pe­gel­reg­ler und Aus­steue­rungs­an­zei­ge be­stückt. Ein Kopf­hö­rer­aus­gang lässt das di­rek­te Ab­hö­ren der Ka­nä­le ein­zeln oder ge­mischt zu. Über die Sound­gri­dschnitt­stel­le kann der Wür­fel per POE auch gleich mit Strom ver­sorgt wer­den. Glei­ches gilt für das Di­gi­grid Q mit zwei Kopf­hö­rer­aus­gän­gen, ei­nem AES/EBU- und ei­nem un­sym­me­tri­schen Cinch-ste­reo-ein­gang. Ein­spie­lun­gen kön­nen hier auch per Blue­tooth er­fol­gen. Wenn meh­re­re der klei­nen Wür­fel ge­braucht wer­den, so kön­nen sie an den POE Switch Di­gi­grid S an­ge­schlos­sen wer­den. Mit sei­nen vier POE Rj45-buch­sen, ei­nem Uplink und Netz­teil soll er auch in Dan­te-netz­wer­ken ein­ge­setzt wer­den kön­nen.

In klei­nem Kas­ten stellt das Di­gi­grid D zwei Mi­kro­fon- und zwei Line­e­in­gän­ge so­wie vier Li­ne-aus­gän­ge und ei­nen Kopf­hö­rer­aus­gang zur Ver­fü­gung. Pe­gel­an­zei­gen und -Reg­ler be­sitzt das D auch. Das Be­son­de­re an den klei­nen In­ter­faces ist, dass auch sie hoch­pro­fes­sio­nell mit 96 khz ar­bei­ten kön­nen. Sie sind si­cher nicht nur für den „Haus­ge­brauch“in­ter­es­sant, son­dern kön­nen auch auf Tou­ren bei­spiels­wei­se schnell Ab­hör­mög­lich­kei­ten schaf­fen.

Kon­fi­gu­rie­ren

Grund­sätz­lich kön­nen meh­re­re Rech­ner im Sound­grid in­te­griert sein, ei­ner von ih­nen ist dann der Host für die Sound­grid-stu­dio-an­wen­dung, die die Ver­wal­tung und Kon­fi­gu­ra­ti­on des Netz­werks über­nimmt. Da die Mög­lich­kei­ten der Soft­ware vom Her­stel­ler als „end­los“be­schrie­ben wer­den, wird an die­ser Stel­le kein Ver­such un­ter­nom­men, die An­wen­dun­gen wirk­lich vor­zu­stel­len.

Beim Be­such von Ton­spur mach­te sie ei­nen ver­ständ­li­chen Ein­druck. Auf ei­ner Se­t­up-ober­flä­che wer­den (auf­ge­teilt in Hard- und Soft­ware­ser­ver und Be­dien­ein­hei­ten) die „Ge­rä­te“im Netz­werk an­ge­zeigt. Zu die­sen kön­nen auch die Pro­gram­me ge­hö­ren, die mit ASIO oder Co­re­au­dio ar­bei­ten. Egal ob Hard- oder Soft­ware, die Ein- und Aus­gän­ge wer­den in ei­ner ge­mein­sa­men Ma­trix an­ge­zeigt und kön­nen dort ein­an­der zu­ge­wie­sen wer­den. Mit Sound­grid-stu­dio las­sen sich auch die DAWS auf un­ter­schied­li­chen Rech­nern syn­chro­ni­sie­ren.

Für mehr In­for­ma­tio­nen zu die­ser und wei­te­ren span­nen­den Fä­hig­kei­ten sei an die­ser Stel­le wie­der auf die Wa­ves-in­ter­net­sei­te ver­wie­sen.

Bei­spiel: Kul­tur­zen­trum Fon­da­ti­on L’ab­ri

Laut Ton­spur sprach für den Ein­satz des Sound­grids im Kul­tur­zen­trum Fon­da­ti­on L’ab­ri in Genf die Mög­lich­keit, Cat.5eo­der Cat.6-ka­bel für die Ver­bin­dung der Re­gie mit den bei­den Auf­nah­me­räu­men zu nut­zen, denn Letz­te­re la­gen zwei Stock­wer­ke un­ter­halb des Re­gie­raums. An­ders hät­te die Ver­bin­dung nicht ge­schaf­fen wer­den kön­nen. Wei­te­re Ar­gu­men­te wa­ren der Preis, die Wa­ves­Ser­ver, die ein­fa­che In­stal­la­ti­on so­wie die Qua­li­tät der ana­lo­gen Kom­po­nen­ten und Ad/da-um­set­zer. In der Re­gie sind ein IOS und ein IOC po­si­tio­niert. Zwei IOX in ei­nem mo­bi­len Rack wer­den in den Auf­nah­me­räu­men ge­nutzt. Ein­ge­setzt wer­den die Ge­rä­te im Rah­men der Ar­beit der Stif­tung, die jun­ge Künst­ler in der Um­set­zung ih­rer Pro­jek­te un­ter­stützt. Es wer­den bei­spiels­wei­se in­ner­halb von 7 bis 10 Ta­gen Shows vor­be­rei­tet oder ein De­mo auf­ge­nom­men. Das Stu­dio wird auch für die Schu­lung jun­ger Au­dio-in­ge­nieu­re ge­nutzt.

Fa­zit

Mit der Nut­zung der Wa­ves Plug-ins und den zu­ge­hö­ri­gen Sound­grid- und Di­gi­grid-schnitt­stel­len baut man sich au­to­ma­tisch ein Au­dio­netz­werk auf, das auch für die Ver­tei­lung vie­ler Ka­nä­le in de­zen­tra­len Struk­tu­ren ge­nutzt wer­den kann. Pro­prie­tär ist es zwar, es kön­nen aber be­stimm­te Stan­dard Gi­ga-et­her­net-kom­po­nen­ten für den Auf­bau des Netz­werks ge­nutzt wer­den. Beim Ein­satz im Li­veBe­reich sind au­ßer­dem die La­tenz­zei­ten sehr char­mant, sie kön­nen auch bei Ein­satz vie­ler Plug-ins auf ei­nem Sound­grid­ser­ver un­ter 1 ms lie­gen.

Rück­sei­ten von IOC, IOX und IOS u. a. mit Mi­kro­fon­ein­gän­gen, AES/EBU- und Rj45-buch­sen für das Netz­werk

Di­gi­grid 19"-Hard­ware Der 2 HE IOS (un­ten) hat ei­nen Wa­ve-ser­ver in­te­griert, IOX (Mit­te) und IOC (oben) schaf­fen ana­lo­ge und di­gi­ta­le Schnitt­stel­len zum Grid

Die Viel­falt der Plug-ins von Wa­ves ist rie­sig

Sound­grid Stu­dio zur Kon­fi­gu­ra­ti­on wer­den auf­ge­teilt in Hard- und Soft­ware, Ser­ver und Be­dien­ein­hei­ten die „Ge­rä­te“im Netz­werk an­ge­zeigt

Un­ter­schied­li­che Madi-schnitt­stel­len BNC beim MGB und op­tisch beim MGO. An den dop­pelt aus­ge­leg­ten MADI-EIN- und Aus­gän­gen kön­nen so­wohl 56- wie auch 64-ka­na­li­ge Madi-streams aus­ge­tauscht wer­den

Mit dem Madi-in­ter­face ge­lingt der Aus­tausch von Madi-streams mit dem Netz­werk

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