Ùmar­tin Jung: kom­pak­te Subs ent­wer­fen

Production Partner - - Sub-Special -

Martin Jung: Bei der Ent­wick­lung kos­ten­sen­si­ti­ver Pro­duk­te müs­sen al­le De­tails be­son­ders sorg­fäl­tig op­ti­miert wer­den. Die ver­wen­de­ten Kom­po­nen­ten müs­sen hier op­ti­mal auf­ein­an­der ab­ge­stimmt wer­den. Zu­dem gilt es, für die je­wei­li­ge An­wen­dung die bes­ten Kom­pro­mis­se aus Ge­häu­se­vo­lu­men, Out­put und Fre­quenz­um­fang zu fin­den. Um bei­spiel­wei­se bei ak­ti­ven Bass­sys­te­men die ma­xi­ma­le Per­for­mance und Be­triebs­si­cher­heit zu er­zie­len, ist es wich­tig Mi­ni­malim­pe­danz, Schwings­pu­len­grö­ße und Be­last­bar­keit des Chas­sis im ver­wen­de­ten Ge­häu­se auf die End­stu­fe ab­zu­stim­men. Das Ge­häu­se muss mög­lichst ver­win­dungs­steif kon­stru­iert sein. Wenn man aus Kos­ten­grün­den nur we­ni­ge Ver­stre­bun­gen ver­wen­den kann, müs­sen die­se na­tür­lich op­ti­mal plat­ziert wer­den. Bei ven­ti­lier­ten Sub­woo­fern soll­ten die Bass­re­fl­ex­ports auch bei ho­hen Pe­geln sau­ber ar­bei­ten. Gleich­zei­tig muss die Wär­me aus dem Ge­häu­s­ein­nern ab­ge­führt wer­den kön­nen. Dies lässt sich durch ent­spre­chen­de Di­men­sio­nie­rung, Plat­zie­rung und Gestal­tung der Ports er­rei­chen. Durch die Be­ach­tung all die­ser Fak­to­ren sind wir bei LD Sys­tems in der La­ge, ei­ne mehr als so­li­de Bass­wie­der­ga­be zu ge­währ­leis­ten.

Martin, LD Sys­tems bie­tet Sys­te­me zu ei­nem „klei­nen“Preis an, mit Bäs­sen ver­bin­det man aber eher das At­tri­but „groß“: Wie kann man kon­struk­tiv ei­ne Brü­cke schla­gen, um ei­ne über­zeu­gen­de Bass­wie­der­ga­be hin­zu­be­kom­men?

Wel­che tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen er­leich­tern dem R&D in den letz­ten Jah­ren die Ent­wick­lung über­zeu­gen­der Sub­woo­fer?

Martin Jung: Der Ein­zug der nu­me­ri­schen Si­mu­la­ti­on (BEM/FEM) in den Ent­wick­lungs­pro­zess hat die Qua­li­tät von Laut­spre­cher­chas­sis und Ge­häu­sen deut­lich ver­bes­sert. Dies er­mög­licht es, mit ge­ge­be­nem Ma­te­ri­al­ein­satz bes­se­re Er­geb­nis­se zu er­zie­len und die Kom­po­nen­ten in den Dis­zi­pli­nen der Elek­tro­dy­na­mik, Akus­tik, Mecha­nik, Ther­mik und Strö­mungs­me­cha­nik zu op­ti­mie­ren. Die welt­wei­te Ver­brei­tung von Mess­tech­nik (Klip­pel/winmf) und dem ent­spre­chen­den Know-how im Be­reich der Ent­wick­lung und Qua­li­täts­si­che­rung ha­ben zu ei­ner Re­duk­ti­on der nicht­li­nea­ren Ver­zer­run­gen und ei­ner Ver­bes­se­rung der Se­ri­en­kon­sis­tenz der Chas­sis ge­führt. Ver­bes­ser­te Ver­stär­ker und op­ti­mier­te Netz­tei­le mit PFC ha­ben die zur Bass­wie­der­ga­be zur Ver­fü­gung ste­hen­de Leis­tung enorm ge­stei­gert. Die Chas­sisLie­fe­ran­ten ha­ben zu­dem durch Ver­wen­dung von tem­pe­ra­tur­fes­ten Ma­te­ria­li­en und Kleb­stof­fen, op­ti­mier­ten Be­lüf­tun­gen und er­wei­ter­ter Aus­len­kungs­fä­hig­keit die Be­last­bar­keit der Chas­sis ent­spre­chend an­ge­passt. Wie stark kann man als Ent­wick­ler auf die Aus­le­gung und Fer­ti­gung der Chas­sis selbst Ein­fluss neh­men, und wie wirkt sich dies auf die Per­for­mance aus?

Martin Jung: Die Chas­sis-ent­wick­lung läuft bei uns in der Re­gel im Dia­log mit den Chas­sis-lie­fe­ran­ten ab. Im Lau­fe des Ent­wick­lungs­pro­zes­ses wer­den die An­triebs­stär­ke/bl, die mi­ni­ma­le Im­pe­danz, die ma­xi­ma­le Be­last­bar­keit, der be­nö­tig­te li­nea­re Mem­bran­hub und Tei­le der TSPS des Chas­sis de­fi­niert. Mit vor­han­de­nem Bud­get lässt sich so­mit der Wir­kungs­grad op­ti­mie­ren und die Per­for­mance in je­dem Be­triebs­zu­stand si­cher­stel­len.

Wel­che Vor­ge­hens­wei­se emp­fiehlst du, wenn man Sub­woo­fer ver­gleicht und aus­wählt?

Martin Jung: Beim Hör­ver­gleich von Sub­woo­fern ist es wich­tig, die­se ex­akt gleich ein­zu­pe­geln und die Bäs­se akus­tisch kor­rekt an die Mit­tel­hoch­ton-laut­spre­cher an­zu­bin­den. Der Um­schalt­vor­gang soll­te un­mit­tel­bar er­fol­gen und um Rau­mein­flüs­se aus­zu­schlie­ßen, soll­te der Ver­gleich idea­ler­wei­se im Frei­en statt­fin­den. Beim Ver­gleichs­hö­ren macht es Sinn, die Bäs­se erst mal auf mitt­le­rer Laut­stär­ke ab­zu­hö­ren, um to­na­le Un­ter­schie­de aus­zu­ma­chen. An­schlie­ßend wird dann mit ver­schie­de­nen Si­gna­len das Ver­hal­ten im Grenz­last­be­reich ver­gli­chen. Mess­tech­nisch sind zu­dem die Tests in PRODUCTION PART­NER ein gu­ter An­halts­punkt, um ei­nen Über­blick über die Per­for­mance der Sys­te­me zu be­kom­men.

Sehr wich­tig sind na­tür­lich auch die Punk­te Hand­ling, Fle­xi­bi­li­tät, Lang­le­big­keit und Trans­port, auf wel­che wir gro­ßen Wert le­gen und die wir im Ent­wick­lungs­pro­zess mit gro­ßem Auf­wand op­ti­mie­ren.

Dipl.-ing. Martin Jung ist Se­ni­or Acoustic En­gi­neer bei Adam Hall

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