Ùfil­ter und Se­tups für In­stru­men­te und Mo­ni­tor

Production Partner - - Test | Qsc K8.2 -

Das Dsp-sys­tem der K8.2 hält ei­ne gan­ze Rei­he von vor­ein­ge­stell­ten Se­tups für ver­schie­de­ne An­wen­dun­gen be­reit. Zur Aus­wahl ste­hen Akus­ti­sche Gi­tar­re, Bass, He­ad­mic oder Hand­mic, Li­ve, Sta­ge­mo­ni­tor 1/2, AC GUIT/ VOX und Stu­dio. Die Se­tups be­ein­flus­sen im­mer das Ge­samt­si­gnal der Box. Möch­te man die bei­den Ein­gän­ge für Gi­tar­re und Ge­sang nut­zen, zeigt das Se­t­up AC GUIT/ VOX, wie die­se Ein­stel­lun­gen ent­stan­den: Na­tür­lich müss­te man „ei­gent­lich“bei­de Si­gna­le ver­schie­den be­han­deln. QSC hat aber den Weg ge­wählt, in sehr aus­führ­li­chen Te­st­rei­hen ty­pi­sche Mu­si­ker­an­wen­dun­gen nach­zu­stel­len und in die­sen Ex­pe­ri­men­ten ein­fa­che Ein­stel­lun­gen zu fin­den, die ei­ne ma­xi­ma­le „Sta­bi­li­ty“bie­ten – da­mit adres­siert man das größ­te Pro­blem, das ein tech­nisch un­er­fah­re­ner Mu­si­ker mit sei­ner Be­schal­lung hat. Abb. 5 zeigt die für die ver­schie­de­nen Se­tups zu­sätz­lich über­la­ger­ten Fil­ter­funk­tio­nen. Nicht ab­ge­bil­det sind die ein­fa­chen Hoch­pass­funk­tio­nen für die Kom­bi­na­ti­on mit Sub­woo­fer mit Eck­fre­quen­zen von 80, 100 und 125 Hz. Die Ein­stel­lung „Gi­tar­re“nimmt pri­mär die Mit­ten und Tie­fen mit −5 db ein we­nig zu­rück. Die Ein­stel­lung „Bass“senkt ein we­nig die Low-mids ab und hebt die High-mids an. Die K8.2 als Bass­ver­stär­ker zu nut­zen wird aber ver­mut­lich oh­ne­hin nur sel­ten und wenn als Übungs­box vor­kom­men. Da­nach folgt das Se­t­up „Dan­ce“mit ei­ner brei­ten 10-db-ab­sen­kung um 500 Hz und ei­ner leich­ten Bass- und High-mid-an­he­bung. Der Sinn die­ser Ein­stel­lung er­schließt sich man­chem Ge­schmack da­bei nicht so ganz, vor al­lem, weil die De­fault-ein­stel­lung hier be­reits gu­te Er­geb­nis­se lie­fert. Die bei­den Mi­kro­fon-se­tups für Head­sets und Hand­held sen­ken die Tie­fen deut­lich ab mit ei­ner zu­sätz­li­chen 600-Hz-sen­ke für das Head­set. Die­se Ein­stel­lun­gen er­schei­nen sinn­voll. Für das Head­set wird zu­dem der Pe­gel ins­ge­samt um ca. 10 db zu­rück­ge­nom­men. Die bei­den Li­veein­stel­lun­gen neh­men pri­mär die Mit­ten ein we­nig zu­rück und he­ben um 5 khz ge­ring­fü­gig an. Dann gibt es noch ein Se­t­up Stu­dio­mo­ni­tor, durch das um 5 khz breit­ban­dig ca. 4 db an­ge­ho­ben wird – auch hier ist ver­mut­lich ein ein­fa­ches Aus­pro­bie­ren für die in­di­vi­du­el­le An­wen­dung das bes­te Vor­ge­hen. Im Zwei­fel emp­fiehlt sich im­mer das Se­t­up „de­fault“oder – bei zu viel Bass – ei­nes der Hoch­pass-se­tups. Au­ßer­dem gibt es auch noch die vier zu­sätz­li­chen frei ein­stell­ba­ren EQS, mit de­nen man ei­ge­ne Fil­ter-se­tups er­stel­len und ab­spei­chern kann.

Für den Ein­satz als Büh­nen­mo­ni­tor sind zwei wei­te­re Se­tups vor­ge­se­hen: Sta­ge­mo­ni­tor 1 und 2. Da­zu wur­de der K8.2 in der Po­si­ti­on als Bo­den­mo­ni­tor ge­mes­sen. Das Mi­kro­fon be­fand sich da­bei in Ohr­hö­he ei­nes vor dem Mo­ni­tor ste­hen­den Ak­teurs. Abb. 6 zeigt die ge­mes­se­nen Fre­quenz­gän­ge für die bei­den Sta­ge­mo­ni­tor-se­tups (rot und grün) und mit dem De­fault-se­t­up (blau). Bei 400 Hz er­kennt man das ty­pi­sche „Mo­ni­tor­loch“durch die Bo­den­re­fle­xi­on und wei­ter un­ten ei­ne Über­hö­hung, wo sich die Bo­den­re­fle­xi­on wie­der­um kon­struk­tiv aus­wirkt. Er­war­ten wür­de man rein mess­tech­nisch ein Fil­ter mit 10 db Ab­sen­kung bei 85 Hz, 4 db Ab­sen­kung um 750 Hz und evtl. leich­ter An­he­bung bei 400 Hz. Bei­de Mes­sun­gen Sta­ge­mo­ni­tor 1 und 2 er­fül­len die­se Er­war­tung zwar nicht, aber auch hier weist QSC dar­auf hin: Die Se­tups sol­len prak­tisch er­probt ma­xi­ma­le Sta­bi­li­tät bei ty­pi­schen Mi­kro­fon­an­wen­dun­gen bie­ten. Wer lie­ber selbst fil­tern möch­te, kann ein Hoch­pass­fil­ter (125 Hz) aus­wäh­len und dann noch zwei oder drei Fil­ter im frei­en EQ set­zen.

Die K8.2 als Bo­den­mo­ni­tor in Ohr­hö­he ge­mes­sen mit dem de­fault pre­set (blau) und mit den Pre­sets Sta­ge Mo­ni­tor 1 (rot) und Sta­ge Mo­ni­tor 2 (grün) (Abb. 6)

Fil­ter­funk­tio­nen der di­ver­sen Pre­sets. Nicht ab­ge­bil­det sind die drei ein­fa­chen Pre­sets mit Hoch­pass­fil­ter bei 80, 100 oder 125 Hz zur Kom­bi­na­ti­on mit Sub­woo­fern (Abb. 5)

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