La­ser-spe­cial: Zu­stän­dig­kei­ten und Be­rech­nun­gen – Es geht im­mer um sie­ben Mil­li­me­ter

Production Partner - - Inhalt -

An­de­re Ge­rä­te be­inhal­ten gleich meh­re­re ne­ben­ein­an­der­lie­gen­de, fest­ste­hen­de Licht­aus­trit­te und kön­nen als Ram­pen ne­ben­ein­an­der po­si­tio­niert wer­den. Auch mo­to­ri­sche An­trie­be des ge­sam­ten Ge­räts ähn­lich ei­nem Mo­ving Light mit Be­we­gungs­mög­lich­kei­ten in pan und tilt sind er­hält­lich.

An­steue­rung der La­ser

Die An­steue­rung von pro­fes­sio­nel­len Show­la­ser­sys­te­men er­folgt über ein von der be­reits ge­nann­ten ILDA stan­dar­di­sier­ten Ana­log­si­gnal, wel­ches über ei­nen D-sub-ste­cker mit 25 Po­len über­tra­gen wird. Zur Ge­ne­rie­rung der Si­gna­le wer­den ver­schie­de­ne Pro­gram­me und Sys­te­me von den Her­stel­lern an­ge­bo­ten. Als im Pro­fi­markt eta­bliert kön­nen La­ser­graph DSP und die Soft­ware­pro­duk­te von Pan­go­lin an­ge­se­hen wer­den, aber auch an­de­re Her­stel­ler bie­ten ent­spre­chen­de Lö­sun­gen. La­ser­graph DSP ist ein kom­bi­nier­tes Sys­tem aus Soft- und Hard­ware mit ei­nem ei­ge­nen Be­triebs­sys­tem. Da die Pro­gram­mie­rung zwar auf ei­nem Com­pu­ter vor­ge­nom­men wird, die Da­ten für den Showab­lauf aber in der Hard­ware des Sys­tem­con­trol­lers ge­spei­chert und auch von dort ab­ge­ru­fen wer­den, er­spart man sich bei der Show die Ab­hän­gig-

keit von der Sta­bi­li­tät des Stan­dard­be­triebs­sys­tems des Steue­rungs­rech­ners. Gleich­zei­tig stellt die­se Lö­sung al­ler­dings hö­he­re An­for­de­run­gen an den Pro­gram­mie­rer. Die eben­falls weit ver­brei­te­ten Pro­duk­te von Pan­go­lin sol­len in­tui­ti­ver ein­setz­bar sein, nut­zen aber üb­li­cher­wei­se die Show­da­ten di­rekt vom ver­bun­de­nen Rech­ner.

Auch wenn das Steu­er­si­gnal ana­log stan­dar­di­siert ist, ha­ben ei­ni­ge Her­stel­ler Lö­sun­gen ent­wi­ckelt, die Si­gnal­über­tra­gung zu di­gi­ta­li­sie­ren und dann im oder am La­ser­ge­rät in die be­nö­tig­ten 0 bis 10 Volt zu wan­deln. Da­durch wird ei­ne Ver­bin­dung über Et­her­net­ver­ka­be­lung er­mög­licht. Ei­ni­ge An­wen­der nut­zen aber durch­aus das ana­lo­ge Si­gnal durch­gän­gig vom Con­trol­ler bis zum La­ser­pro­jek­tor, er­set­zen al­ler­dings die me­cha­nisch et­was emp­find­li­chen D-sub-ste­cker ge­gen ro­bus­te­re Steck­ver­bin­dun­gen nach ei­ge­nem Stan­dard.

Auf­grund des Va­ria­ti­ons­reich­tums der Ein­stell­mög­lich­kei­ten ist es nicht mög­lich, ei­ne Show in­tui­tiv li­ve oh­ne Vor­be­rei­tung zu ge­stal­ten, son­dern es ist er­for­der­lich, Bil­der und Be­we­gungs­ab­läu­fe im Vor­feld ein­zu­ge­ben. Hilf­reich sind hier­bei Vi­sua­li­sie­rungs­pro­gram­me, die so­wohl von den La­ser­her­stel­lern als auch von wei­te­ren Bran­chen­be­tei­lig­ten an­ge­bo­ten wer­den und be­reits vor ei­ner Pro­duk­ti­on ei­ne Darstel­lung der Pro­gram­mie­rung im vir­tu­el­len drei­di­men­sio­na­len Raum er­lau­ben. Ein mög­li­cher An­wen­dungs­fall ist ei­ne La­ser­show zu ei­nem Mu­sik­ti­tel, der als Play­back bei der Show ein­ge­spielt wird. Für ei­ne sol­che Si­tua­ti­on bie­tet sich ei­ne Ver­knüp­fung der fer­tig pro­gram­mier­ten Show via Ti­me­co­de an, bei der kein Ein­griff wäh­rend des re­gu­lä­ren Ablaufs not­wen­dig ist. Ein wei­te­rer An­wen­dungs­fall wä­re die Be­glei­tung ei­ner li­ve statt­fin­den­den Per­for­mance, wie zum Bei­spiel ei­ner Band. Um hier auf die mög­li­cher­wei­se zu er­war­ten­den Ab­wei­chun­gen der Show ein­ge­hen zu kön­nen, ist es mög­lich, die vor­pro­gram­mier­ten Bil­der der La­ser­steue­rung durch ein ex­ter­nen Si­gnals (wie DMX) als Trig­ger von ei­nem Licht­pult ab­zu­ru­fen.

La­ser­shows sind Maß­an­fer­ti­gung

Die Pro­gram­mie­rung ei­ner pro­fes­sio­nel­len La­ser­show ist na­tür­lich ne­ben al­len tech­ni­schen Aspek­ten vor­ran­gig ein krea­tiv-künst­le­ri­scher Vor­gang, der sich ähn­lich wie die Pro­gram­mie­rung von Mo­ving Lights nicht auf die ein­fa­che Ein­ga­be von Si­gnal­wer­ten re­du­zie­ren lässt. Ei­ne gu­te La­ser­show ist ei­ne Maß­an­fer­ti­gung für den je­wei­li­gen An­lass und er­for­dert ein Ge­fühl für Dra­ma­tur­gie. „Ent­schei­dend ist die Krea­ti­vi­tät. Die Qua­li­tät ei­ner La­ser­show schei­tert heu­te nicht mehr maß­geb­lich dar­an, von wel­chem Her­stel­ler das Ge­rät zu­sam­men­ge­baut wur­de“, bi­lan­ziert Da­ni­el Bru­ne vom La­ser­showan­bie­ter La­ser­fa­brik. „Man gibt den Leu­ten so viel, dass sie dar­über nach­den­ken und sie dar­über spre­chen, oh­ne sie mit Ef­fek­ten zu er­schla­gen. Wir ver­su­chen Mo­men­te zu er­schaf­fen, die be­rüh­ren.“

La­ser Ar­ray Beam Bar von LPS mit meh­re­ren Licht­aus­trit­ten

25-po­li­ge Ilda-schnitt­stel­le am La­ser­world CD 1000 RGB

LPS Im­pres­si­on La­ser als Mo­ving He­ad La­ser­pro­jek­tor

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.