Test: Al­len&he­ath dli­ve S7000

Production Partner - - Inhalt - Text und Mes­sun­gen: An­selm Goertz | Fo­tos: An­selm Goertz, Al­len&he­ath (1)

A&H ge­hört wie die Mar­ken Di­gi­co, Di­gi­grid, Cal­rec und neu­er­dings SSL zur Au­dio­to­nix Grou­pe. Da­mit sind Kom­pe­ten­zen aus fast al­len Be­rei­chen der in En­g­land an­säs­si­gen Misch­pult­tech­nik in ei­ner Grup­pe ge­bün­delt, so­zu­sa­gen dem „Uni­ted Con­so­le King­dom". Mit den mo­der­nen dli­ve-mo­del­len adres­siert Al­len & He­ath den an­spruchs­vol­len Pro­duk­ti­ons­be­trieb

Im Al­len & He­ath-pro­gramm stellt die dli­ve-se­rie das ak­tu­el­le Spit­zen­pro­dukt für Li­ves­ound-an­wen­dun­gen dar. Un­ter die­ser Be­zeich­nung fin­den sich die S-class und C-class-con­so­len so­wie die zu­ge­hö­ri­gen Mix­racks und wei­te­res Zu­be­hör. Kern des dli­ve-sys­tems ist im­mer die Mix­rack-en­gi­ne mit dem XCVI-CO­RE. Hin­ter die­ser Be­zeich­nung ver­birgt sich ein FPGA (Field Pro­gramma­ble Ga­te Ar­ray), des­sen Kon­fi­gu­ra­ti­on 36 vir­tu­el­le par­al­lel ar­bei­ten Pro­zes­sor­ker­ne ent­hält. Das FPGA wur­de bei A&H ent­wi­ckelt und er­mög­licht ei­ne Mi­scher­ar­chi­tek­tur mit 128 Ein­gän­gen und 64 Bus­sen so­wie reich­lich wei­te­ren pe­ri­phe­ren Struk­tu­ren. Mit 25 Bil­lio­nen In­struk­ti­on pro Se­kun­de ge­lingt das al­les so­gar durch­gän­gig mit 96 khz und bie­tet so­mit ei­ne auch für gro­ße An­wen­dun­gen stets hin­rei­chen­de Per­for­mance. Das Mix­rack gibt es in ver­schie­de­nen Aus­füh­run­gen mit 64 (DM64), 48 (DM48), 32 (DM32) ana­lo­gen Ein­gän­gen und je­weils halb so vie­len ana­lo­gen Aus­gän­gen oder al­ter­na­tiv auch als DM0 oh­ne ana­lo­ge Schnitt­stel­len für weit ver­zweig­te Sys­te­me mit ab­ge­setz­ten I/OS oder auch als rein di­gi­ta­ler Split­ter. Für zu­sätz­lich ana­lo­ge und/oder di­gi­ta­le Ein- und Aus­gän­ge gibt es im dli­ve Sys­tem die Dx-ge­rä­te. Hier be­steht die Aus­wahl zwi­schen ei­nem DX168 in der Bau­form ei­ner ro­bus­ten Sta­ge­box mit 16 ana­lo­gen Ein- und acht ana­lo­gen Aus­gän­gen oder dem mo­du­lar auf­ge­bau­ten DX32 als 19"-Ge­rät mit 5 HE, der mit acht­ka­na­li­gen Kar­ten mit ana­lo­gen oder di­gi­ta­len Ein- bzw. Aus­gän­gen be­stückt wer­den kann. Für Fes­t­in­stal­la­ti­on gibt es dann noch den DX164-W Ex­pan­der als Wand­ein­bau­ge­rät mit 16 ana­lo­gen Ein- und vier ana­lo­gen Aus­gän­gen. Bei den Ex­pan­dern ver­fügt der DX32 als ein­zi­ges Ge­rät über zwei Netz­tei­le.

Con­so­len und Re­mo­te

Für die Be­die­nung des dli­ve-sys­tems gibt es na­tür­lich in ers­ter Li­nie die Con­so­len; in der S-li­ne die Mo­del­le S3000, S5000 und S7000, die sich auf der Ober­flä­che durch die An­zahl der Fa­der (20, 28 und 36), der Fa­der Strips (120, 168 und 216) so­wie der Bild­schir­me un­ter­schei­den. Die S3000 ver­fügt ei­nen 12"-Touch­screen, die bei­den grö­ße­ren Mo­del­le über je zwei. Al­len ge­mein­sam sind dop­pel­te Netz­tei­le, die auch im Be­trieb ge­wech­selt wer­den kön­nen, zwei 128-ka­na­li­ge I/O Ports und 26 User Keys. Al­ter­na­tiv oder er­gän­zend kön­nen zur Be­die­nung auch die dli­ve Di­rec­tor Soft­ware (Win­dows/os X) oder die Mix­pad App (IOS) ge­nutzt wer­den, für den Mo­ni­tor­mix die On­emix ipad-app, den Hub/mi­xer ME-U und ME-1/ME-500. Für In­stal­la­tio­nen bie­tet man noch die Re­mo­te Con­trol­ler IP1, IP6 und IP8, die über Stan­dard-tcp/ip an­ge­bun­den und für be­stimm­te Auf­ga­ben im dli­ve-sys­tem pro­gram­miert wer­den.

dli­ve-ver­net­zung

Im dli­ve-sys­tem kön­nen ver­schie­dens­te Au­dio­for­ma­te in ana­lo­ger und di­gi­ta­ler Form zu­sam­men­kom­men. Ne­ben der ei­gent­li­chen Misch­pult­funk­ti­on agiert dli­ve als ei­ne Art Au­dio­netz­werk-hub, in dem al­le Ein- und Aus­gän­ge über ei­ne Ma­trix zu­sam­men­kom­men – un­ab­hän­gig von den Ab­tast­ra­ten der Si­gna­le. Die­se „tie li­ne“be­ein­träch­tigt nicht die an­de­ren Sys­tem­funk­tio­nen, so dass es kei­ne Ein­schrän­ken in der Ka­nal­zahl oder an­de­rer Res­sour­cen für den Mi­scher gibt.

Über das pro­prie­tä­re gi­gaa­ce Netz­werk mit Ca­t5e-ka­bel (oder hö­her) wird die zen­tra­le Ver­bin­dung vom Mix­rack zur Con­so­le S7000 her­ge­stellt, die mit zwei Lei­tun­gen auch red­un­dant mit au­to­ma­ti­scher Ha­va­ri­e­umschal­tung aus­ge­legt wer­den kann. Sie über­trägt al­le Steu­er­si­gna­le und auch die Au­dio­si­gna­le von den Schnitt­stel­len der Con­so­le zum Mix­rack und zu­rück: Der Kern des Sys­tems ist das Mix­rack, in dem sämt­li­che Si­gnal­ver­ar­bei­tung voll­zo­gen wird. Die Con­so­le sel­ber agiert nur als rei­ne Be­dien­ein­heit mit zu­sätz­lich ein­ge­bau­ten Au­dio-i/os und Netz­werk­schnitt­stel­len, de­ren Da­ten­strö­me al­le di­rekt zum Mix­rack ge­lei­tet wer­den oder von dort kom­men. Im Ex­trem­fall könn­te die Con­so­le auch kom­plett aus­fal­len – das Mix­rack wür­de mit den ak­tu­el­len Ein­stel­lun­gen wei­ter­ar­bei­ten und könn­te von an­de­ren Be­dien­ein­hei­ten wie Ta­blet oder ipad be­dient wer­den. Die Schnitt­stel­len an der Con­so­le um­fas­sen noch zwei Dx-links für ei­ne red­un­dan­te Et­her­con-ver­bin­dung mit 32 × 32 Ka­nä­len bei 96 khz Sam­ple­ra­te zu ei­nem I/O Ex­pan­der. Für den An­schluss von Si­deracks am Pult­platz ver­fügt die Con­so­le noch über je acht ana­lo­ge Ein-/aus­gän­ge und 2 × AES3 In und 3 × AES3 Out. Wie das Mix­rack ver­fügt die Con­so­le noch über I/o-ports für Er­wei­te­rungs­kar­ten mit ma­xi­mal je 128 Ein-/aus­gän­gen in ver­schie­de­nen For­ma­ten. An der Con­so­le kön­nen zwei Kar­ten

S7000 Con­so­le mit drei Fa­der-blö­cken und zwei Bild­schir­men

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