Test: Dy­na­cord L3600FD

Preis­wer­te Dy­na­cord-end­stu­fen mit DSP und Marc-soft­ware zur Kon­fi­gu­ra­ti­on und Fern­steue­rung

Production Partner - - Inhalt - Text und Mes­sun­gen: An­selm Goertz | Fo­tos: Die­ter Stork, An­selm Goertz

Vier Mo­del­le von 1300 W bis 3600 W Ge­samt­leis­tung um­fasst die neue Li­ves­ound-ver­stär­ker­se­rie von Dy­na­cord: Al­le End­stu­fen sind mit ei­nem Dsp-sys­tem aus­ge­stat­tet und kön­nen via USB kon­fi­gu­riert so­wie fern­ge­steu­ert und über­wacht wer­den. Mit ei­ner Preis­span­ne von 680 € für das kleins­te Mo­dell bis 1.390 € für das hier vor­ge­stell­te Top-mo­dell L3600FD zielt man auf das Seg­ment der Mit­tel­klas­se­end­stu­fen und grenzt sich da­bei gleich­zei­tig auch von den ei­ge­nen Spit­zen­mo­del­len der Po­wer-h-se­rie ab. Trotz­dem bie­ten die Li­ves­ound-end­stu­fen dem An­wen­der al­les, von der 2-Ohmsta­bi­li­tät, über ein kom­plet­tes Spea­ker-pro­ces­sing ein­schließ­lich Fir-dri­ve-tech­no­lo­gy bis zur Fern­steue­rung, was es in den gro­ßen Mo­del­len auch gibt – nur al­les et­was ver­ein­facht und auf klei­ne­re An­wen­dun­gen zu­ge­schnit­ten. Un­ter die­sem Aspekt ent­stand auch die neue MARC (Mul­ti Am­pli­fier Re­mo­te Con­trol) Soft­ware so­wohl für die Li­ves­ound­wie auch In­stall-c-se­rie-end­stu­fen, die hier an­stel­le

der deut­lich kom­ple­xe­ren Iris-net-soft­ware zum Ein­satz kommt. Das „L“in der Be­zeich­nung rührt üb­ri­gens ur­sprüng­lich von der Li­ne­ar-pre­ci­si­on-se­rie her, die C-se­rie steht ent­spre­chend in der Tra­di­ti­on der „Contrac­tor-pre­ci­si­on“.

Äu­ßer­lich kom­men die Li­ves­ound-end­stu­fen weit­ge­hend un­auf­fäl­lig im so­li­den 2-He-ge­häu­se da­her. Für die Be­die­nung am Ge­rät gibt es auf der Front ein klei­nes Dis­play und ei­nen In­kre­men­tal­ge­ber, wo­mit die Se­tups aus­wählt und auch al­le an­de­ren Ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men wer­den kön­nen. Auf der Rück­sei­te tei­len sich zwei Lüf­ter und die An­schlüs­se für die Ein- und Aus­gän­ge den Platz. Die Ein­gän­ge sind in der Tou­ring Ver­si­on der End­stu­fe mit Xlr-buch­sen in­klu­si­ve Link­an­schluss und die Aus­gän­ge mit Spea­kon-buch­sen aus­ge­stat­tet. Als In­stal­la­ti­ons­ver­stär­ker gibt es die C-se­rie, die dann mit Pho­enix-an­schlüs­sen für die Ein- und Aus­gän­ge aus­ge­rüs­tet sind. Dar­über hin­aus be­sitzt die C-se­rie ein zu­sätz­li­ches, voll­wer­ti­ges Stand­by-netz­teil, so­dass das Haupt­netz­teil über Re­mo­te-con­trol (MARC und Schalt­kon­takt) ab­ge­schal­tet wer­den kann. Auch ver­fügt die C-se­rie über ein Gpio-in­ter­face, wel­ches in der L-se­rie nicht zur Ver­fü­gung steht.

Für die Fern­steue­rung gibt es ei­ne USB Typ-b Ge­rä­te­buch­se. Mit Hil­fe von USB-HUBS und Ran­ge-ex­ten­dern kön­nen auch meh­re­re Ver­stär­ker von ei­nem PC über grö­ße­re Dis­tan­zen fern­ge­steu­ert und über­wacht wer­den. Auf­fäl­lig bei den Ver­stär­kern der L-se­rie ist das für heu­ti­ge Ver­hält­nis­se re­la­tiv ho­he Ge­wicht: So bringt es die L3600FD auf be­acht­li­che 18,2 kg. Der Grund da­für fin­det sich im In­nern in Form ei­nes kräf­ti­gen Ring­kern­tra­fos und zwei gro­ßer Kühl­tun­nel. Die Li­ves­ound-end­stu­fen sind in klas­si­scher Class-h-schal­tung auf­ge­baut und wer­den aus ei­nem nor­ma­len Nie­der­fre­quenz­tra­fo­netz­teil ver­sorgt. Die­ses in der heu­ti­gen Zeit eher un­ge­wöhn­li­che Kon­zept wird bei Dy­na­cord da­mit be­grün­det, dass Netz­tei­le mit To­ro­id-tra­fos ei­ner­seits ro­bus­ter ge­gen un­sta­bi­le Strom­net­ze sind und an­de­rer­seits ein Zu­ver­läs­sig-

keits­ni­veau bie­ten, wel­ches bei ei­nem Schalt­netz­teil erst durch auf­wän­di­ge, zu­sätz­li­che Schutz­schal­tun­gen er­reicht wer­den muss. Teu­re Leis­tungs­elek­tro­nik und DSPS zur Über­wa­chung und Ein­stel­lung des Netz­teils sind nicht not­wen­dig. Dem ge­gen­über steht das hö­he­re Ge­wicht.

An­ge­bo­ten wer­den die Li­ves­oun­dend­stu­fen in vier Leis­tun­gen mit 2 × 650 W bis 2 × 1800 W. Die Ty­pen­be­zeich­nung gibt je­weils die Ge­samt­leis­tung bei­der Ka­nä­le an 4 Ohm an. Die End­stu­fen kön­nen in Brü­cke be­trie­ben wer­den und sind laut Datenblatt auch im 2-Ohm-be­trieb sta­bil. Für die hier vor­ge­stell­te L3600FD wird die Leis­tung an 2 Ohm mit 3000 W pro Ka­nal im zwei­ka­na­li­gen Be­trieb an­ge­ge­ben.

In der je­wei­li­gen Preis- und Leis­tungs­klas­se ver­sucht man sich bei Dy­na­cord mit der Li­ves­ound Se­rie vom Mit­be­werb vor al­lem durch ei­ne so­li­de Aus­füh­rung, si­che­re Schutz­schal­tun­gen und ei­ne pro­fes­sio­nel­le und durch­dach­te Be­dien­soft­ware ab­zu­he­ben. Letz­te­re wur­de für die Li­ves­ound-se­rie kom­plett neu er­stellt und kann so­wohl zur Kon­fi­gu­ra­ti­on wie auch zum Be­trieb und zur Über­wa­chung der Ver­stär­ker ge­nutzt wer­den. Die Win­dows-soft­ware mit dem Na­men MARC (Mul­ti Am­pli­fier Re­mo­te Con­trol) ist kos­ten­los und fin­det sich in der ak­tu­el­len Ver­si­on 1.0.0 auf der Home­page.

In­nen­an­sich­ten der L3600FD mit ei­nem klas­si­schen Auf­bau be­ste­hend aus ei­nem kräf­ti­gen Ring­kern­tra­fo mit zwei­stu­fi­ger Span­nung für die Class-h-schal­tung und den seit­li­chen Kühl­ka­nä­len für die bei­den End­stu­fen

Front­an­sicht der L3600FD über das Dis­play mit In­kre­men­tal­ge­ber kön­nen die Dsp-pa­ra­me­ter ein­ge­stellt und Se­tups auf­ge­ru­fen wer­den; im nor­ma­len Be­trieb agiert das Dis­play als Aus­steue­rungs­an­zei­ge

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