Ùwas pas­siert in der Röh­ren-si­mu­la­ti­on?

Production Partner - - Test | Allen & Heath Dlive S7000 Und Dm64 -

ex­ter­ne Preamps und ADCS mit ei­ner spe­zi­el­len klang­li­chen Cha­rak­te­ris­tik ein­ge­setzt wer­den, geht dies meist mit dem Ver­zer­rungs­ver­hal­ten der Preamps und auch mit de­ren Fre­quenz­gang ein­her. Her­kömm­li­che Preamps (wie im dli­ve), sind meist dar­auf ge­trimmt, mög­lichst „cle­an“, d. h. neu­tral zu ar­bei­ten, al­so we­nig Ver­zer­run­gen zu er­zeu­gen und ei­nen per­fekt ge­ra­den Fre­quenz­gang auf­zu­wei­sen. Für ei­ne uni­ver­sel­le Ver­wend­bar­keit ist das oh­ne Frage auch der ein­zig sinn­vol­le Weg. Um auch oh­ne ex­ter­ne Pe­ri­phe­rie ei­nen Ein­gang ge­schmack­lich gestal­ten zu kön­nen, bie­tet A&H in der Pream­p­mo­del-li­bra­ry mit der Tu­be Sta­ge und der Du­al Sta­ge Val­ve zwei Preamp-emu­la­tio­nen an. Mit Hil­fe des DSP wer­den hier die Nicht­li­nea­ri­tä­ten (und so­mit das Ver­zer­rungs­ver­hal­ten) von Röh­ren­stu­fen nach­ge­bil­det, was mit dem ak­tu­el­len Stand der Tech­nik heu­te ge­mein­hin schon gut ge­lingt. Ob ei­ne emu­lier­te Röh­ren­stu­fe aber auch oh­ne den An­blick der oran­ge glim­men­den Röh­re so gut klingt wie das Ori­gi­nal, ist ein an­de­res The­ma …

Der An­wen­der kann in den bei­den Röh­ren-preamps zwi­schen ver­schie­de­nen Röh­ren­ty­pen (Tri­ode, Pen­to­de) und Schal­tungs­kon­zep­ten wäh­len und ei­ni­ge Pa­ra­me­ter wie Kom­pres­si­on oder Sät­ti­gung ein­stel­len. Wie sich das in der Zu­sam­men­set­zung und In­ten­si­tät der Ober­wel­len aus­wirkt, kann mess­tech­nisch gut nach­voll­zo­gen wer­den. Abb. 15 stellt die ein­zel­nen Ober­wel­len­an­tei­le und den THD ins­ge­samt dar: Die Un­ter­schei­de zwi­schen der Pen­to­de mit viel k3 und der Tri­ode mit viel k2 sind deut­lich. Für ei­nen et­was wär­me­ren Sound wür­de man die Tri­ode ein­set­zen, für mehr Här­te die Pen­to­de. Wie in­ten­siv man die­se Röh­ren-emu­la­ti­on ein­setzt, hängt na­tür­lich ganz stark von der Qu­el­le und vom klang­li­chen Ziel ab, das man er­rei­chen möch­te. Da sich die Emu­la­tio­nen auch beim Mul­ti­track-play­back vom Usb-in­put ein­set­zen las­sen, kann man sich auch so die Ergebnisse an­hö­ren und mit den Ein­stel­lun­gen ex­pe­ri­men­tie­ren.

Tu­be Preamp (Abb. 14) Mo­du­le zur Aus­wahl

Ober­wel­len­spek­trum der Röh­ren-preamp-mo­du­le (Abb. 15)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.