„Es wä­re ei­ne Ver­bes­se­rung, könn­te man sich Cue-calls über die In­ter­com spa­ren“

Production Partner - - Licht­steue­rung 3.0 - In­ter­view: Marcel Courth | Bild: Har­ry He­cken­dorf

Die Funk­ti­ons­viel­falt von Schein­wer­fern wird im­mer um­fang­rei­cher: Fluch oder Se­gen aus Sicht der Steue­rung?

Im Tour­nee­be­trieb ist das schon ein Ge­winn, weil es neue, krea­ti­ve Frei­räu­me schafft – auf Fes­ti­vals da­ge­gen eher ein Fluch. Da geht es dar­um, in kür­zes­ter Zeit – meist bei Ta­ges­licht am Vor­mit­tag – das ei­ge­ne Se­t­up an die ört­li­che Si­tua­ti­on an­pas­sen zu kön­nen. Da­bei sind schon Led-wa­s­her im Ex­ten­ded Mo­de ein wah­rer Zeit­fres­ser. Ein ein­fach zu hand­ha­ben­des Fes­ti­val­rigg ist aus Pro­gram­mier­sicht deut­lich an­ge­neh­mer.

Feh­len dir Funk­tio­nen in ak­tu­el­len Pult-ge­ne­ra­tio­nen, um dei­ne Ide­en um­set­zen zu kön­nen?

Ich bin mit dem Cham­sys-sys­tem sehr glück­lich und hat­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch kei­ne Pro­ble­me. Na­tür­lich gibt es im­mer mal Funk­tio­nen und We­ge in ei­ner Soft­ware, die ggf. bes­ser und leich­ter zu be­die­nen sein könn­ten. Aber meist ist es ja bei neu­en Funk­tio­nen, wie da­mals z. B. das Pi­xel­map­ping, auch ein wach­sen­der Pro­zess. Mit der Zeit kris­tal­li­sie­ren sich We­ge her­aus, die am ef­fek­tivs­ten und schnells­ten sind.

Was soll­te in zu­künf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen als Ent­wick­lungs­schrit­te an­ge­packt wer­den?

Ich den­ke, dass die letz­ten Jah­re sehr viel in Rich­tung Me­dien­steue­rung ent­wi­ckelt wur­de – al­so In­te­gra­ti­on von Vi­deo und Pi­xel­map­ping. Für mich ist es im Rock’n’roll­tour­nee­be­trieb (wie oben schon er­wähnt) wich­tig, im Som­mer auf Fes­ti­vals schnell und ver­läss­lich zum Ziel zu kom­men. Viel ist da­bei si­cher von der ei­ge­nen Ar­beits­wei­se und -struk­tur ab­hän­gig, aber auch da gä­be es si­cher noch ei­ni­ge Ide­en und Punk­te, die man aus mei­ner Sicht ver­bes­sern könn­te – wo­bei ich sa­gen muss, dass Kon­so­len grund­sätz­lich heu­te schon sehr schnell und ein­fach sind.

Wie stellst du dir die Art der Steue­rung von Licht bzw. Me­di­en in 10 Jah­ren vor?

Ich den­ke das ist stark ab­hän­gig von den neu­en Ent­wick­lun­gen, was die Tech­nik am an­de­ren En­de des Ka­bels be­trifft. In den letz­ten Jah­ren wur­de ja viel ab­ge­ar­bei­tet, was die An­steue­rung von Me­dien­ser­vern und Pi­xel­map­ping an­geht. Da­zu kam im­mer mehr Ki­ne­tik in die Shows hin­ein. Da wä­re es su­per, wenn man es er­mög­li­chen wür­de, wirk­lich al­les pro­blem­los vom Pult zu be­die­nen wie z.b. C1-mo­to­ren – na­tür­lich oh­ne die si­cher­heits­tech­ni­schen Aspek­te zu um­ge­hen. Ich glau­be, da gibt es bis auf Mo­ve­cat noch nicht so vie­le Lö­sun­gen am Markt. Es wä­re auf je­den Fall ei­ne Ver­bes­se­rung, könn­te man sich Cue-calls über die meist eh lau­te In­ter­com spa­ren.

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