Rai­sed Co­si­ne Fil­ter

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Die Fil­ter im New­ton Pro­ces­sor sind mit den Ad­van­ced EQS bei Po­wer­soft oder den Fil­tern der La­ke Pro­ces­so­ren als so ge­nann­ten Rai­sed Co­si­ne Fil­ter ver­gleich­bar: Für den An­wen­der un­sicht­bar gibt es im Hin­ter­grund ei­ne gro­ße Fil­ter­bank, die das ge­sam­te Spek­trum in ein­zel­ne schma­le Bän­der zer­legt, wo dann je­des Band im Pe­gel ein­ge­stellt wer­den kann. Ste­hen al­le Fil­ter auf 0 db, pas­siert nichts. Ein qua­si be­lie­bi­ges Fil­ter kann jetzt er­zeugt (oder ge­nau­er ge­sagt: syn­the­ti­siert) wer­den, in­dem die ge­wünsch­te Fil­ter­kur­ve über die Pe­gel der ein­zel­nen Bän­der nach­ge­bil­det wird. Wie ex­akt das funk­tio­niert, hängt in ers­ter Li­nie von der An­zahl der Fre­quenz­bän­der und so­mit von der Auf­lö­sung im Fre­quenz­be­reich ab. Die er­for­der­li­che Re­chen­leis­tung für die Fil­ter­bank ist im­mer kon­stant gleich hoch, da al­le Fil­ter­bän­der im­mer vor­han­den sind. Für das ei­gent­li­che Fil­ter­de­sign er­öff­net die­ses Ver­fah­ren vie­le an­sons­ten un­mög­li­che Va­ri­an­ten, wie z. B. die asym­me­tri­schen Fil­ter oder Shel­ving-fil­ter mit fast be­lie­big ein­zu­stel­len­der Flan­ke.

Die­se spe­zi­el­le Rai­sed Co­si­ne Fil­ter­bank steht im New­ton Pro­ces­sor für je­den Dsp-ka­nal zur Ver­fü­gung. In der Soft-

wa­re gibt es da­zu, ähn­lich wie auch bei Po­wer­soft oder La­ke, meh­re­re Lay­er, die al­le den kom­plet­ten Funk­ti­ons­um­fang ent­hal­ten und je nach An­wen­dung auf­ge­teilt wer­den kön­nen. In­tern wer­den al­le Lay­er dann zu ei­nem Fil­ter zu­sam­men­ge­fasst und be­ar­bei­tet.

Die Ab­bil­dun­gen 24 und 25 zei­gen an den Bei­spie­len ei­nes Highs­helf-fil­ters und ei­nes Band­pass-fil­ters mit asym­me­tri­schen Flan­ken, wel­che Mög­lich­kei­ten be­ste­hen. Der Ein­stell­be­reich al­ler Fil­ter um­fasst für den New­ton Pro­ces­sor im Fre­quenz­be­reich 20 Hz bis 40 khz, im Gain +12 db bis −18 db und für die Flan­ken ei­nen Be­reich von 0,1 bis 6,7 Ok­ta­ven, wo­bei der letz­te Wert ab­hän­gig von der Fre­quenz auch klei­ner aus­fal­len kann, wenn die Ein­stel­lung so nicht mög­lich ist. Ne­ben die­sen bei­den Fil­ter­ty­pen gibt es auch noch Fil­ter mit ei­ner ein­fa­chen Bell-kur­ve, die eben­falls in die­sem Wer­te­be­reich ein­ge­stellt wer­den kön­nen. Die An­zahl der Fil­ter ist da­bei prin­zi­pi­ell kei­ner Li­mi­tie­rung un­ter­wor­fen.

Ab­wei­chend vom sonst üb­li­chen Wert der Gü­te oder Band­brei­te wird für die Shelf- oder Band­pass-fil­ter in der Rai­sed-co­si­ne-fil­ter­bank auch die Flan­ken­brei­te in Ok­ta­ven ein­ge­stellt. Das Bei­spiel aus Abb. 24 ver­deut­licht die Zu­sam­men­hän­ge: Die Ein­stel­lung 1,0 Oct. be­deu­tet ei­ne Brei­te der an­stei­gen­den Flan­ke von genau ei­ner Ok­ta­ve. Für ei­ne Mit­ten­fre­quenz von 1414 Hz be­ginnt die Fil­ter­flan­ke so­mit ex­akt bei 1 khz und en­det bei 2 khz. Ein Über­schwin­gen o. ä. gibt es hier nicht. Wie auch für die an­de­ren Fil­ter­ty­pen gilt hier, dass sich mit dem Rai­sed Co­si­ne Fil­ter auch un­ge­wöhn­li­che Ein­stel­lun­gen prä­zi­se um­set­zen las­sen und die Fil­ter sehr genau dem ge­wünsch­ten Ver­lauf ent­spre­chen, wor­in der wohl größ­te Vor­teil die­ser Art Fil­ter zu se­hen ist.

Band­pass­fil­ter mit asym­me­tri­schem Ver­lauf (ge­mes­sen in Abb. 26, blau), die Fre­quen­zen der Flan­ken lie­gen bei 200 Hz und bei 5 khz (Abb. 25)

Highs­helf-fil­ter bei ei­ner Fre­quenz von 1414 Hz mit 12 db Gain und 1,0 Ok­ta­ven Band­brei­te, ge­mes­sen in Abb. 26 als ro­te Kur­ve (Abb. 24)

Ge­mes­se­ne Fil­ter­kur­ven der Fil­ter aus Abb. 24 und Abb. 25: der ein­ge­stell­te und in der Soft­ware an­ge­zeig­te Ver­lauf wird in bei­den Fäl­len ex­akt ein­ge­hal­ten (Abb. 26)

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