Smart­book Led-flu­ter von Pro­lights

Ei­nen kom­pak­ten, wet­ter­fes­ten, kom­plett ka­bel­lo­sen Led-flu­ter mit W-DMX, lan­ger Ak­ku­lauf­zeit, aus­rei­chen­der Leis­tung bei mo­de­ra­tem Ge­wicht, und zu­sätz­li­cher In­fra­rot-fern­be­die­nung – gibt es nicht? Gibt es doch.

Production Partner - - News - Text: Tor­ben Leh­mann | Fotos: Tor­ben Leh­mann, Fei­ner Licht­tech­nik (2)

Ei­nen kom­pak­ten, wet­ter­fes­ten, kom­plett ka­bel­lo­sen Led-flu­ter mit W-DMX, lan­ger Ak­ku­lauf­zeit, aus­rei­chen­der Leis­tung bei mo­de­ra­tem Ge­wicht, und zu­sätz­li­cher In­fra­rot-fern­be­die­nung – gibt es nicht? Gibt es doch. Tor­ben Leh­mann hat ge­tes­tet und be­rich­tet von sei­nen Er­geb­nis­sen ab Sei­te 50

Ins­be­son­de­re im In­dus­trie- und Ga­lage­schäft ist so ge­nann­tes Wurf­ma­te­ri­al un­ab­ding­bar. Schnell noch mal ei­ne Lam­pe hier und da zum Auf­hüb­schen des Emp­fangs- oder Au­ßen­be­reichs hin­ge­stellt. Am bes­ten wet­ter­fest und mög­lichst un­sicht­bar. Dass da­bei kei­ne stö­ren­den Ka­bel den Pu­bli­kums­ver­kehr oder gar Flucht­we­ge kreu­zen, hat sich von selbst zu ver­ste­hen. Und das Gan­ze muss zum En­de der Ver­an­stal­tung na­tür­lich auch schnell wie­der ein­ge­sam­melt sein. Man kennt das. In frü­he­ren Zei­ten fiel dies noch un­ter das un­dank­ba­re Mot­to „Spe­zi­al­auf­ga­be“und war letzt­end­lich oft mit ei­nem nicht un­we­sent­li­chen Auf­wand ver­bun­den. Seit ei­ni­gen Jah­ren je­doch bie­ten ak­ku­be­trie­be­ne Ge­rä­te in Ver­bin­dung mit zu­ver­läs­si­gen und im­mer leis­tungs­stär­ke­ren Bat­te­ri­en die Mög­lich­keit, eben sol­che Ein­sät­ze viel leich­ter und mit er­heb­lich we­ni­ger Auf­wand zu be­strei­ten.

Smart­book: Led-flu­ter im Lap­top­for­mat

Zu die­ser Gat­tung von Schein­wer­fern ge­sellt sich auch das neue Smart­book des ita­lie­ni­schen Her­stel­lers Pro­fes­sio­nal Lights. Hier­bei han­delt es sich um ei­nen äu­ßerst kom­pak­ten Led-flu­ter, der mit ins­ge­samt 96 LEDS in 3 Watt Stär­ke in ei­ner An­ord­nung von 16 × 6 Di­oden aus­ge­stat­tet ist, und da­bei über ei­nen ma­nu­ell ein­stell­ba­ren und stu­fen­los ar­re­tier­ba­ren Tilt-ach­sen-ra­di­us von 90° ver­fügt. Die als erstes auf­fal­len­de Be­son­der­heit an dem Ge­rät ist sei­ne de­zen­te Grö­ße. Die Ge­häu­se­ab­mes­sun­gen des Schein­wer­fers lie­gen näm­lich bei nur ca. 41 cm Brei­te und gut 21 cm Tie­fe. Das Ge­rät be­steht aus zwei Tei­len, die an ei­ner der Längs­sei­ten über ein Ge­lenk mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Die­se bei­den Ele­men­te kön­nen, ähn­lich wie bei ei­nem Lap­top, zu­sam­menoder aus­ein­an­der­ge­klappt wer­den. So­mit kommt das Ge­rät auf ei­ne Trans­port­hö­he von nur et­wa zehn Zen­ti­me­tern. Die un­te­re Hälf­te des Smart­books be­her­bergt die auf­lad­ba­re Bat­te­rie und ein mehr­zei­li­ges mo­no­chro­mes Dis­play mit vier Na­vi­ga­ti­ons­tas­ten, so­wie ei­nen On/off-po­wer-schal­ter und

ei­nen vier­po­li­gen An­schluss zum Auf­la­den der Bat­te­rie. Ei­nen DMX- oder Netz­werk­an­schluss sucht man ver­ge­bens; da­zu spä­ter mehr. Auf der ge­gen­über­lie­gen­den Sei­te des An­schlus­ses für die Span­nungs­ver­sor­gung be­fin­det sich ein gut di­men­sio­nier­ter Tra­ge­griff, der den Um­gang mit dem 8,4 kg schwe­ren Ge­rät un­ge­mein er­leich­tert. Die­ser ver­fügt, bei­spiels­wei­se für die Mon­ta­ge des Smart­books auf ei­nem Sta­tiv, über ein zen­trisch in den Griff hin­ein ge­schnit­te­nes M10-ge­win­de – im Ma­nu­al fälsch­li­cher­wei­se mit M12 be­schrie­ben. Mit je­weils zwei wei­te­ren Ge­win­den, die je­weils ei­nen Durch­mes­ser von 5mm ha­ben, bie­tet die Un­ter­sei­te des Smart­books wei­te­re Mög­lich­kei­ten für die Auf­nah­me ei­ner Klem­me oder Ähn­li­chem. Zu­dem eig­net sich der Tra­ge­griff, der aus ei­nem Guss mit dem Ge­häu­se ge­fer­tigt wur­de, her­vor­ra­gend für die Ver­wen­dung ei­nes ent­spre­chend di­men­sio­nier­ten Si­che­rungs­seils. An­sons­ten scheint das Ge­rät eher für den ste­hen­den Be­trieb ge­macht wor­den zu sein. Für aus­rei­chend Stand­fes­tig­keit sor­gen an die­ser Stel­le vier rutsch­fes­te Gum­mi­fü­ße. Laut Her­stel­ler­an­ga­ben be­fin­den sich in der obe­ren Hälf­te des Smart­books ins­ge­samt 96 RGBW-LEDS mit je­weils 3 Watt Stär­ke. Auch aus dem Kon­text der Be­wer­bung oder dem Hand­buch des Ge­rä­tes könn­te die­ser Ein­druck ent­ste­hen. In der Rea­li­tät han­delt es sich bei der Ge­samt­an­zahl zwar tat­säch­lich um 96 ein­zel­ne Leucht­mit­tel, die­se sind je­doch in je­weils 24 ro­te, grü­ne, blaue und wei­ße Di­oden auf­ge­teilt. Aber das er­gibt ja dann am En­de auch wie­der ir­gend­wie RGBW.

Ver­ar­bei­tung

Das Ge­rät macht auf den ers­ten Blick ei­nen sehr gu­ten Ein­druck, und die Ver­ar­bei­tung wirkt so­li­de und or­dent­lich. Das geht los beim über­aus ro­bust schei­nen­den Ge­häu­se, das durch sei­ne ge­schlos­se­ne Bau­art die Schutz­klas­se IP65 er­reicht und das Ge­rät da­durch oh­ne wei­te­re Schlecht­wet­ter­maß­nah­men voll­ends für den Au­ßen­ein­satz wapp­net. Die Küh­lung des Smart­books er­folgt da­bei oh­ne den Ein­satz von Lüf­tern und aus­schließ­lich über die Kühl­rip­pen an der Rück­sei­te des Ge­rä­te­teils. Hier ist auch das Leucht­mit­tel mit den 96 Di­oden an­ge­sie­delt. Den Be­trieb des Pro­lights Smart­books kann man da­her als ge­räusch­los be­schrei­ben. Das Dis­play ist mit 3 × 1,5 cm und bei ei­ner Darstel­lung von bis zu fünf Zei­len zwar schon recht klein aus­ge­fal­len, je­doch aus nicht all­zu gro­ßer Ent­fer­nung gut les­bar und dem Zwe­cke sei­nes Da­seins er­fül­lend. Die Na­vi­ga­ti­on durch die ein­zel­nen Me­nü­punk­te er­folgt in­tui­tiv über vier be­rüh­rungs­emp­find­li­che Tas­ten. Hier gibt es kei­ne Über­ra­schun­gen.

»Je 24 ro­te, grü­ne, blaue und wei­ße Di­oden er­ge­ben im End­ef­fekt ja auch ir­gend­wie 96 RGBW-LEDS« Tor­ben Leh­mann | nimmt die nicht ganz kor­rek­te Her­stel­ler­an­ga­be mit Hu­mor

Le­bens­dau­er der Bat­te­rie

Ob sich ein Ge­rät die­ser Ka­te­go­rie am Markt durch­set­zen kann, hängt zu ei­nem nicht un­we­sent­li­chen Teil von der Nenn­ka­pa­zi­tät des in­te­grier­ten Ak­ku­mu­la­tors und dem Hand­ling des Wie­der­auf­la­dens ab. Die Lö­sung für das Smart­book wird, wie auch bei an­de­ren Her­stel­lern be­reits be­währt, über ein di­rek­tes Do­cking in der op­tio­nal er­hält­li­chen Trans­port­kis­te (vier Ge­rä­te) rea­li­siert. Die Leis­tung oder Ka­pa­zi­tät der ver­wen­de­ten Bat­te­rie wird vom Her­stel­ler mit 26 Ah an­ge­ge­ben. Durch den Um­stand, dass für die­sen Test le­dig­lich ein voll auf­ge­la­de­nes Test­ge­rät, je­doch kei­ne Mög­lich­keit, die­ses wie­der auf­zu­la­den, zur Ver­fü­gung ge­stellt wur­de, wur­de auch ent­spre­chend vor­sich­tig mit der ei­nen vor­han­de­nen Ak­ku­la­dung um­ge­gan­gen. Zum En­de des Tests hin de­cken sich die ge­sam­mel­ten Er­fah­run­gen je­doch mit den An­ga­ben des Her­stel­lers, die ei­ne Ak­ku­lauf­zeit von bis zu neun St­un­den bei vol­ler Leis­tung ver­spre­chen.

An­steue­rung des Smart­books

Wie be­reits er­wähnt, sind am neu­en Pro­lights Smart­book kei­ne phy­si­schen Si­gnal­an­schlüs­se vor­han­den. DMX kann das Smart­book zwar ver­ar­bei­ten, je­doch aus­schließ­lich draht­los mit Hil­fe des in­te­grier­ten Wi­re­less So­lu­ti­on Wlan­emp­fän­gers. Und das gan­ze oh­ne ex­ter­ne An­ten­ne. Hier­für ste­hen ins­ge­samt drei DMX-MO­DI mit vier, sechs oder zehn Steu­er­ka­nä­len zur Aus­wahl. Die An­steue­rung des Ge­rä­tes kann je­doch auch im Stand-alo­ne- oder Mas­ter/slave-be­trieb über ei­ne In­fra­rot-fern­be­die­nung im Scheck­kar­ten­for­mat er­fol­gen.

Die In­fra­rot-fern­be­die­nung

Die­se ist nur 8 × 5 Zen­ti­me­ter groß, ei­nen hal­ben Zen­ti­me­ter hoch, und mit ins­ge­samt 29 far­big ge­kenn­zeich­ne­ten Tas­ten aus­ge­stat­tet. Fünf­zehn da­von sind Farb­wahl­tas­ten, zwei an­de­re wech­seln zwi­schen ma­nu­el­ler und sta­ti­scher Farb­wahl. Des Wei­te­ren gibt es Tas­ten für Dim­mer, Speed und Stro­be, so­wie zwei Tas­ten für das Er­hö­hen oder Her­ab­sen­ken von an­ge­wähl­ten Wer­ten. Ei­ni­ge Tas­ten be­wir­ken kei­ne Funk­ti­on, da es sich da­bei um ei­ne Uni­ver­sal-fern­be­die­nung des Her­stel­lers für die­se Pro­dukt­li­nie han­delt. Der da­zu pas­sen­de In­fra­rot-emp­fän­ger ist mit­tig ge­nau über dem Dis­play des Smart­books un­ter­ge­bracht. Die­ser lässt sich da­her zwar nur aus ei­ner Rich­tung, nur bis zu ei­nem be-

stimm­ten Win­kel und na­tür­lich auch nur bis zu ei­ner ge­wis­sen Ent­fer­nung zu­ver­läs­sig er­wi­schen. Den­noch ist die­ses prak­ti­sche Werk­zeug ei­ne klei­ne Wun­der­waf­fe, wenn es dar­um geht, hier und da schnell ein paar Ak­zen­te zu set­zen.

Das Smart­book in der Pra­xis

Erst mal macht das Ge­rät ge­nau das, was von ihm er­war­tet wird: Hin­stel­len, ein­schal­ten, bis drei zäh­len, aus­rich­ten, und bit­te. Oh­ne Ka­bel. Über meh­re­re St­un­den. Das ist schon mal tip top! Die Ir-fern­be­die­nung be­dient die meis­ten Funk­tio­nen, die sich auch in den Dmx-charts des Smart­books oder den Me­nüein­stel­lun­gen wie­der­fin­den, je­doch teil­wei­se et­was ru­di­men­tä­rer. Ne­ben den 15 fes­ten Far­ben und fünf nicht edi­tier­ba­ren Farb­wech­sel-pro­gram­men be­steht na­tür­lich auch die Mög­lich­keit, die ge­wünsch­te Far­be über die ein­zel­nen RGBW-WER­TE in 255 Schrit­ten fein zu jus­tie­ren. Auch die Ge­schwin­dig­keit der Farb­wech­sel oder des Stro­be-ef­fekts so­wie die Re­gu­lie­rung des Dim­mers las­sen sich über die Ir­fern­be­die­nung vor­neh­men. Letz­te­re je­doch nur in ei­ner Auf­lö­sung von zehn Schrit­ten, wo­bei die LEDS bei­spiels­wei­se bei ei­nem Dim­mer­wert auf nied­rigs­ter Stu­fe (1 von 10) nicht mal ganz aus ge­hen. Ei­ne zu­sätz­li­che Po­wer-tas­te er­le­digt hier den Rest. Die vier un­ter­schied­li­chen, und vom Her­stel­ler nicht nä­her be­nann­ten, Dim­mer-mo­di ha­ben bei der Ver­wen­dung der Ir-fern­be­die­nung kei­ne Re­le­vanz und konn­ten lei­der nicht ge­tes­tet wer­den.

Fa­zit

Das Smart­book hat, auch oh­ne per W-DMX ge­tes­tet wor­den zu sein und auch wenn der ein oder an­de­re Punkt vi­el­leicht ein we­nig wa­ckelt, auf je­den Fall sei­ne Da­seins­be­rech­ti­gung. Ein­fach, weil es so leicht zu be­die­nen ist und gut funk­tio­niert. Denn falsch ma­chen kann man hier tat­säch­lich sehr we­nig, wenn es dar­um geht, mit die­sem Ge­rä­te­typ mal schnell und un­kom­pli­ziert ei­nen, auch we­ni­ger für Ver­an­stal­tun­gen ge­eig­ne­ten, Ver­an­stal­tungs­ort farb­lich auf­zu­wer­ten. Hier sor­gen die 24° Ab­strahl­win­kel der Di­oden und die ins­ge­samt gut 3.000 lm (Her­stel­ler­an­ga­ben) be­reits auf kur­ze Dis­tanz für ei­nen sat­ten Farb­tup­fer. Ein ma­gne­tisch zu be­fes­ti­gen­der 35°-Frost­fil­ter ist schon im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten. Die­ser sitzt, ein­mal an­ge­klemmt, wirk­lich bom­ben­fest am Ge­rät und wür­de wohl auch beim Welt­un­ter­gang nie­mals oh­ne das Smart­book run­ter­kom­men. Den­noch wur­de der Rah­men, den gän­gi­gen Re­gel­wer­ken ent­spre­chend, mit ei­ner aus­rei­chend di­men­sio­nier­ten Auf­nah­me­mög­lich­keit für ein Si­che­rungs­seil aus­ge­stat­tet. Als wei­te­res Zu­be­hör ist noch ein asym­me­tri­scher 40 × 24° Frost­fil­ter er­hält­lich, der auf glei­che Art und Wei­se am Smart­book be­fes­tigt wird. Al­les in al­lem ei­ne run­de Sa­che auf gan­zer Li­nie. Zwar mag die Be­stü­ckung mit ein­far­bi­gen LEDS, auch was das lei­di­ge The­ma Piz­za-op­tik be­trifft, nicht mehr ganz so zeit­ge­mäß sein, aber das Smart­book ist auch ge­wiss nicht da­für ge­macht wor­den, Ob­jek­te farb­ge­treu zu be­leuch­ten. Zu­dem schlägt sich die­ser Um­stand auch deut­lich im Preis nie­der: Das Smart­book kos­tet 1.332,80 € (inkl. Mwst.) und ist in Deutsch­land über Fei­ner Licht­tech­nik er­hält­lich.

»Das Preis/leis­tungs-ver­hält­nis des Smart­books stimmt: Es macht das, was es soll, und das für ei­nen sehr fai­ren Preis.« Fa­zit des Pro­dukt-tests

Farb­mi­schung Trotz der ein­far­bi­gen LEDS pro­du­ziert das Smart­book auch oh­ne Frost­fil­ter kräf­ti­ge und zu­dem sau­be­re Misch­far­ben

Das Dis­play des Smart­books ist zwar klein, aber den­noch über­sicht­lich und in­for­ma­tiv

Frost der ma­gne­tisch am Ge­rät haf­ten­de 35° Frost­fil­ter ist be­reits im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten

Leucht­flä­che des Smart­book mit und oh­ne Fil­ter

Auf­la­den di­rek­tes Do­cking in der op­tio­nal er­hält­li­chen Trans­port­kis­te lässt den Ak­ku la­den

Re­mo­te Con­trol mit Hil­fe der hand­li­chen Ir-fern­be­die­nung im Scheck­kar­ten­for­mat lässt sich das Smart­book auch ganz oh­ne DMX an­steu­ern

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