Hoch­ka­rä­ti­ger Sound für hoch­pro­zen­ti­gen Ge­nuss

Als Ge­heim­tipp für Ge­nuss­men­schen re­üs­siert in Stuttgart seit Herbst 2017 das Jig­ger & Spoon: Die zeit­ge­mä­ße In­ter­pre­ta­ti­on ei­ner Spea­kea­sy-bar macht nicht nur mit sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­ten Drinks und ei­ner ab­so­lut au­ßer­ge­wöhn­li­chen Lo­ca­ti­on, son­dern auch m

Production Partner - - Beschallung - Text Jörg Küster | Fotos: Jörg Küster

Wo einst Geld und Gold ge­la­gert wur­den, ge­nie­ßen Freun­de der ge­pfleg­ten Bar­kul­tur seit Ok­to­ber 2017 ei­ne ge­schmack­vol­le Aus­wahl al­ko­ho­li­scher Ge­trän­ke von alt­be­kann­ten Cock­tail-klas­si­kern über Ei­gen­krea­tio­nen und „Bar­ten­der´s Choices“bis zu er­le­se­nen Wei­nen aus re­gio­na­lem/in­ter­na­tio­na­lem An­bau. Stutt­garts neu­es­te Bar-be­rühmt­heit heißt Jig­ger & Spoon und ist zwei Stock­wer­ke un­ter­halb der Er­de im ehe­ma­li­gen Tre­sor­raum ei­ner Bank zu fin­den – so­fern man weiß, in wel­cher Stra­ße des auf­stre­ben­den Ho­s­pi­tal­vier­tels man su­chen muss und nach dem Klin­geln den Ka­me­ra-check am vi­su­ell un­auf­fäl­li­gen Ein­gang be­steht. Ist die Ein­lass­hür­de ge­nom­men, geht es mit dem Fahr­stuhl zwei Eta­gen in die Tie­fe und durch ei­ne ton­nen­schwe­re Tre­sor­tü­re in die ge­die­gen ge­stal­te­te Bar. Ma­xi­mal 200 Gäs­te kön­nen im mit 85 Sitz­plät­zen aus­ge­stat­te­ten, hin­ter 90 cm di­cken Stahl­wän­den voll­stän­dig von der Au­ßen­welt ab­ge­schot­te­ten Jig­ger & Spoon ih­re Drinks ge­nie­ßen. Der feh­len­de Mo­bil­funk­emp­fang ist der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Gäs­ten in ei­ner Art zu­träg­lich, wie sie heut­zu­ta­ge an­dern­orts nur noch sel­ten zu be­ob­ach­ten ist. Das noch aus Zei­ten des Bank­be­triebs stam­men­de Be­lüf­tungs­sys­tem ist so leis­tungs­stark, dass in ei­nem der un­ter­ir­di­schen Räu­me so­gar ge­raucht wer­den darf, wo­bei das an­spruchs­vol­le Pu­bli­kum meist ed­le Zi­gar­ren aus dem haus­ei­ge­nen Hu­mi­dor als aro­ma­ti­sche Be­glei­tung zu hoch­pro­zen­ti­gen Al­ko­ho­li­ka be­vor­zugt – aus brand­schutz­tech­ni­scher Sicht ist der Ex-tre­sor dank meh­re­rer Flucht­we­ge un­be­denk­lich. Die Stutt­gar­ter Bar kennt kei­nen Ru­he­tag und ist täg­lich von 17 bis 3 Uhr (an Wo­che­n­en­den bis 4 Uhr) ge­öff­net. Die Be­trei­ber emp­feh­len zur An- so­wie ins­be­son­de­re zur Abrei­se aus un­mit­tel­bar ein­sich­ti­gen Grün­den ein Ta­xi. Üb­ri­gens: Ein „Jig­ger“ist der kom­pak­te Be­cher, mit dem die flüs­si­gen Zu-

ta­ten ei­nes Cock­tails ab­ge­mes­sen wer­den, und ein „Spoon“(Löf­fel) fin­det bei der Zu­be­rei­tung der Misch­ge­trän­ke eben­falls häu­fig Ver­wen­dung. Bar-be­schal­lung mit Gen­elec „Das Le­ben ist viel zu kurz für schlech­te Ge­trän­ke“, lau­tet im Jig­ger & Spoon ein ein­gän­gi­ger Wahl­spruch der für die Drinks zu­stän­di­gen Profi-bar­ten­der Eric Berg­mann und Uwe Hei­ne, selbst­ver­ständ­lich wird im Stutt­gar­ter Tre­sor­raum ne­ben den Spi­ri­tuo­sen auch dem In­te­ri­eur so­wie dem all­ge­mei­nen Wohl­fühl­fak­tor viel Wert bei­ge­mes­sen. In be­hag­li­cher Ka­min­zim­mer­at­mo­sphä­re las­sen sich nicht nur geis­ti­ge Ge­trän­ke ent­spannt in ei­ner zeit­ge­nös­si­schen Spea­kea­sy­in­ter­pre­ta­ti­on ge­nie­ßen, son­dern auch den Oh­ren wird ein be­son­de­rer Ge­nuss zu­teil: Statt bil­li­ger, klang­lich oft nur be­dingt über­zeu­gen­der Plas­tik­bo­xen aus dem Elek­tro­groß­markt oder frag­wür­di­ger No-na­me-ein­bau­kom­po­nen­ten hat man sich bei der Be­schal­lung im Jig­ger & Spoon für hoch­wer­ti­ge Laut­spre­cher aus dem Port­fo­lio des fin­ni­schen Her­stel­lers Gen­elec ent­schie­den. Links und rechts der mit zahl­lo­sen Fla­schen be­stück­ten Bar sind Gen­elec 4030CM mon­tiert – ein ak­ti­ves Zwei­we­ge-de­sign (5“-Tief­tö­ner, 0,75“-Me­tall­ka­lo­t­ten­hoch­tö­ner) mit in­te­grier­ten Class-d-end­stu­fen in ei­nem ro­bus­ten Alu­mi­ni­um­druck­guss­ge­häu­se. Zwei klei­ne­re Gen­elec 4020CMM (120 Grad ho­ri­zon­tal, 100 Grad ver­ti­kal) mit eben­falls re­so­nan­z­ar­men Mould-ge­häu­sen ver­rich­ten in der „Smo­ker´s Lounge“ih­ren Di­enst. Auch die über Vor­hän­ge ab­trenn­ba­re, für et­wa 20 Per­so­nen ge­eig­ne­te „Lounge“ist mit zwei schwar­zen Laut­spre­chern die­ses Typs aus­ge­rüs­tet. Die Boxen sind an kur­zen, so­wohl dreh- als auch neig­ba­ren De­cken­hal­te­run­gen (Gen­elec 8000-436B) be­fes­tigt. Ein Sub­woo­fer (Gen­elec F Two mit 20-cm-lang­hub­tief­tö­ner und Tief­pass­fil­te­rung) ver­birgt sich in der Lounge in ei­nem der Sitz­mö­bel und run­det das Klang­ge­sche­hen un­auf­dring­lich nach un­ten hin ab. „Cham­pa­gner für die Oh­ren“ Dass Pro­duk­te von Gen­elec im Jig­ger & Spoon für gu­ten Klang sor­gen, ist mehr oder we­ni­ger ei­nem Zu­fall zu ver­dan­ken: „Mein Kol­le­ge Eric Berg­mann war wäh­rend der Pla­nungs­pha­se auf ei­nem Event in ei­nem re­nom­mier­ten Stutt­gar­ter De­si­gner-mö­bel­haus und hat dort zum ers­ten Mal be­wusst Laut­spre­cher von Gen­elec ge­hört“, be­rich­tet Mit­in­ha­ber Uwe Hei­ne. „Er kam an­schlie­ßend zu uns, war völ­lig be­geis­tert und mein­te, dass ge­nau die­se Laut­spre­cher die rich­ti­ge Wahl für das Jig­ger & Spoon wä­ren.“ Mit der Lie­fe­rung wur­de nach ei­nem Pro­be­hö­ren un­ter­schied­lich di­men­sio­nier­ter Gen­elec-pro­duk­te die Stutt­gar­ter Fir­ma mehr­mu­sik! be­auf­tragt, die u. a. mit dem pri­ckeln­den, the­ma­tisch durch­aus zum Jig­ger & Spoon pas­sen­den Slo­gan „Cham­pa­gner für die Oh­ren!“wirbt. Fir­men­chef und Hi­fi-en­thu­si­ast Rüdiger Wan­ner ver­folgt ei­ne „Ak­tiv statt pas­siv“phi­lo­so­phie und emp­fiehlt Kun­den ger­ne Laut­spre­cher mit in­te­grier­ten Ver­stär­ker­ein­hei­ten, so dass Gen­elec als Mar­ke per­fekt ins Kon­zept passt. Uwe Hei­ne stellt klar: „Wir ha­ben von Be­ginn an gesagt, dass das Au­dio­sys­tem qua­li­ta­tiv eben­so hoch­wer­tig sein soll wie sämt­li­che an­de­ren Aspek­te un­se­rer Bar - nir­gends soll­te am

fal­schen En­de ge­spart wer­den!“Die Gen­elec-laut­spre­cher wur­den von den Bar­be­trei­bern in ei­ge­ner Re­gie in­stal­liert und sind über ana­lo­ge Lei­tungs­we­ge re­spek­ti­ve Pho­enix­klem­men an­ge­schlos­sen. Ei­ne pro­fes­sio­nel­le Ein­mes­sung mit fein ab­ge­stimm­ter An­pas­sung an die Raum­akus­tik war laut Rüdiger Wan­ner nicht not­wen­dig, da der Klang­ein­druck auch oh­ne be­son­de­re Be­ar­bei­tung über­zeug­te. So­mit war nach Wan­ners Wor­ten auch kein zu­sätz­li­cher ex­ter­ner Pro­zes­sor im Au­dio­si­gnal­weg not­wen­dig. Zu hö­ren sind im Jig­ger & Spoon durch­weg jaz­zig-ent­spann­te Klän­ge, wie man sie in ei­ner Lo­ca­ti­on die­ses Typs er­war­tet. Der Pe­gel ist ins­ge­samt zu­rück­hal­tend ein­ge­stellt, so dass die Gäs­te bei Ge­sprä­chen ih­re Stim­men nicht un­nö­tig he­ben müs­sen, den­noch aber ein er­wünsch­ter Ver­de­ckungs­ef­fekt ein­tritt. Die Be­schal­lung wirkt dif­fe­ren­ziert und prä­sent, wird je­doch nicht als auf­dring­lich emp­fun­den und trägt von vie­len An­we­sen­den ver­mut­lich nur un­ter­schwel­lig wahr­ge­nom­men ih­ren Teil zum be­son­de­ren Am­bi­en­te bei. Bei stei­gen­der Gäs­te­zahl wird der Ge­samt­pe­gel von den Mit­ar­bei­tern an­ge­passt, wo­für ent­we­der ein fest im Bar­be­reich mon­tier­tes Tas­ten­feld oder ein Smart­pho­ne mit ei­ner App von So­nos ver­wen­det wird. Mu­si­ka­li­sche In­hal­te be­zieht das Jig­ger & Spoon von ei­nem Strea­m­ing-an­bie­ter. Nach der Um­set­zung in ein ana­lo­ges Si­gnal mit­tels SO­NOS Strea­m­ing-cli­ent er­folgt die Ver­tei­lung auf die ver­schie­de­nen Zo­nen mit ei­nem 19“-Mi­scher (ART Pro­au­dio MX225 Zo­ne Dis­tri­bu­ti­on Mi­xer), des­sen Pe­gel­stel­ler un­an­ge­tas­tet blei­ben. Le­dig­lich die Ge­samt­laut­stär­ke wird va­ri­iert, be­wegt sich je­doch selbst bei gut ge­füll­ter Bar weit un­ter­halb der Leis­tungs­re­ser­ven der Gen­elec-kom­po­nen­ten. „Wir woll­ten nichts Kom­pli­zier­tes für das Jig­ger & Spoon, die Hand­ha­bung der An­la­ge soll für uns als Bar­ten­der eben­so ein­fach wie für die an­de­ren Mit­ar­bei­ter sein“, sagt Uwe Hei­ne und weist dar­auf hin, dass so­wohl di­rekt an der Bar wie auch in der „Smo­ker´s Lounge“und der „Lounge“raum­über­grei­fend das­sel­be Mu­sik­si­gnal zu hö­ren ist.

Cheers!

Jen­seits des re­gu­lä­ren Abend­be­triebs rich­tet das Jig­ger & Spoon Cock­tail­kur­se aus, de­ren In­hal­te sich an Pri­vat­leu­te, aber auch an Fir­men und Gas­tro­no­men rich­ten. Re­gel­mä­ßig an­be­raum­te Events so­wie Ver­kös­ti­gun­gen aus­ge­such­ter Spi­ri­tuo­sen­spe­zia­li­tä­ten be­rei­chern das An­ge­bot. Der als „Gast­schicht“be­zeich­ne­te Be­such be­kann­ter Bar­kee­per aus an­de­ren Sze­ne­lo­ka­len trägt dar­über hin­aus zur wach­sen­den Po­pu­la­ri­tät der neu­en Stutt­gar­ter Nacht­schwär­mer-lo­ca­ti­on bei. „Wir wuss­ten, dass un­se­re Bar für In­ter­es­se sor­gen wür­de“, sagt Mark Tz­schop­pe, ei­ner der Ge­sell­schaf­ter von Jig­ger & Spoon. „Was seit der Er­öff­nung pas­siert ist, hat al­ler­dings un­se­re kühns­ten Er­war­tun­gen über­trof­fen!“ Das Jig­ger & Spoon trifft mit ei­ner hand­ver­le­se­nen Ge­trän­ke­aus­wahl, dem rund­um stim­mi­gen Am­bi­en­te so­wie na­tür­lich mit der für ei­ne Bar au­ßer­ge­wöhn­lich hoch­wer­ti­gen Klang­wie­der­ga­be ganz of­fen­kun­dig den Nerv der Zeit. Das Kon­zept dürf­te sich als zu­kunfts­si­cher er­wei­sen – zu­min­dest lie­fert die Ur­sa­chen­for­schung der Be­trei­ber da­zu ei­nen ein-

leuch­ten­den Grund: „Der Mensch lebt nicht vom Brot al­lein: Nach ei­ner Wei­le braucht er ei­nen Drink!“

Ei­ne ton­nen­schwe­re Tre­sor­tü­re weist den Weg in die ge­die­gen ge­stal­te­te Bar

Sinn für Hu­mor ha­ben die Be­trei­ber des Jig­ger & Spoon, wie ein Blick auf die Schil­der am Zu­gang zur Bar be­weist

Lounge in ei­nem der Sitz­mö­bel ver­birgt sich ein Sub­woo­fer Gen­elec F Two

Gen­elec 4030CM an der Bar

Uwe Hei­ne von Jig­ger & Spoon: „Wir ha­ben von Be­ginn an gesagt, dass das Au­dio­sys­tem qua­li­ta­tiv eben­so hoch­wer­tig sein soll wie sämt­li­che an­de­ren Aspek­te un­se­rer Bar, nir­gends soll­te am fal­schen En­de ge­spart wer­den!“

Rüdiger Wan­ner ist Fir­men­chef der Stutt­gar­ter Fir­ma mehr-mu­sik!

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