Kre­ta

Der klei­ne Küs­ten­ort im Sü­den der Cos­tie­ra ist ein Ju­wel für Ro­man­ti­ker und Freun­de herz­haf­ter Fisch­spe­zia­li­tä­ten.

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Vom Lu­xus­ho­tel mit dem All­rad­wa­gen in die tro­cke­ne Pam­pa der In­sel und wie­der zu­rück. Ur­laub am Mit­tel­meer kann auch ein ech­tes Aben­teu­er sein.

Am süd­li­chen Zip­fel der welt­be­rühm­ten Cos­tie­ra amal­fi­ta­na, knapp zehn Ki­lo­me­ter von der Pro­vinz­haupt­stadt Sa­ler­no ent­fernt, liegt ein klei­ner Ort, in dem die Zeit ein­fach ste­hen ge­blie­ben zu sein scheint: das an­ti­ke Fi­scher­dorf Ce­ta­ra. Pas­tell­far­be­ne Häu­schen mit Ke­ra­mik­ver­zie­run­gen rei­hen sich ent­lang der schma­len Gas­sen, am klei­nen Sand­strand schau­keln knall­far­be­ne Fi­scher­boo­te in den Wel­len, und über al­lem ragt die mäch­ti­ge Ma­jo­li­ka-kup­pel der Kir­che von San Pie­tro in den Him­mel em­por.

Vor al­lem aber ist Ce­ta­ra der wich­tigs­te Fi­scher­ha­fen ent­lang der Amal­fi­küs­te, und vie­le der 2.000 Ein­woh­ner le­ben hier noch heu­te vom Fisch­fang. Die be­son­de­re Spe­zia­li­tät: Thun­fisch und pe­sce az­zu­ro, al­so Sar­di­nen, Sar­del­len und Ma­kre­len, die die Fi­scher und Fisch­händ­ler noch heu­te gro­ßen­teils selbst ver­ar­bei­ten. Die bun­ten Dö­schen mit ein­ge­leg­tem Fisch ge­hö­ren bei Be­su­chern da­her auch zu den be­lieb­tes­ten Sou­ve­nirs. Und in den Som­mer­mo­na­ten fin­den hier aus­ge­las­se­ne Volks­fes­te, ge­nannt »Sag­re«, mit Mee­res­pro­zes­sio­nen und Markt­stän­den rund um den Thun­fisch und die Sar­del­le statt.

Wer ku­li­na­risch mu­tig ist und ei­ne »De­li­ka­tes­se« pro­bie­ren möch­te, die be­reits in der An­ti­ke re­gel­mä­ßig auf dem Spei­se­zet­tel stand, soll­te in ei­nem der klei­nen Fisch­lo­ka­le am Strand »Spa­ghet­ti mit Co­la­tu­ra di ali­ci« be­stel­len. Die kon­zen­trier­te Sar­del­len­so­ße ist ei­ne mo­dern­de Ver­si­on des Gar­um, dem Mag­gi der An­ti­ke, mit dem schon die Rö­mer ih­re Spei­sen ver­fei­ner­ten und das aus ver­go­re­nem Fisch her­ge­stellt wird. Für al­le an­de­ren bie­tet sich der »Cuop­po« an, ein Tüt­chen mit frit­tier­ten Fisch­stü­cken to go, das den klei­nen Hun­ger stillt, be­vor man auf­bricht, das hü­ge­li­ge Hin­ter­land von Ce­ta­ra zu er­kun­den – ei­ne An­stren­gung, die sich lohnt, lässt sich von hier doch der herr­li­che Aus­blick auf die süd­li­che Cos­tie­ra und ih­re le­gen­dä­re Küs­ten­stra­ße ge­nie­ßen, die sich wie ei­ne Schlan­ge an dem schrof­fen Fels­rü­cken ent­lang win­det, wäh­rend tief un­ten die Bran­dung rauscht.

Pack die Ba­de­ho­se ein: Im Früh­jahr und Herbst lädt die Bucht des Fi­scher­dorfs Ce­ta­ra zu un­ge­stör­tem Ba­de­spaß ein.

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