Han­ta­vi­rus: Im­mer mehr In­fek­tio­nen

Ge­sund­heit

Reutlinger Nachrichten  - - SÜDWESTUMSCHAU -

Seit Be­ginn des Jah­res wur­den be­reits 689 Fäl­le im Land ge­zählt. Im ge­sam­ten Jahr 2016 wa­ren es nur 71 ge­we­sen.

Die Zahl der In­fek­tio­nen mit dem Han­ta­vi­rus hat sich in Ba­den-würt­tem­berg enorm er­höht. Seit Jah­res­be­ginn wur­den im Land bis­her 689 Fäl­le der In­fek­ti­on ge­zählt, die durch Kon­takt mit Mäu­se­kot über­tra­gen wird, wie die Kran­ken­kas­se DAK un­ter Be­ru­fung auf das Ro­bert-koch-in­sti­tut (RKI) in Stuttgart be­rich­te­te. Im ge­sam­ten Jahr 2016 wa­ren es nur 71 Er­krank­te, die in der Re­gel mit drei bis vier Ta­gen Fie­ber so­wie mit Kopf-, Bauch- und Rü­cken­schmer­zen zu kämp­fen ha­ben. Das be­son­de­re Ge­sund­heits­ri­si­ko be­steht der DAK zu­fol­ge dar­in, dass das Vi­rus die Nie­ren an­greift – bis hin zum Nie­ren­ver­sa­gen.

Fast je­de zwei­te in Deutsch­land re­gis­trier­te In­fek­ti­on stammt der­zeit aus dem Süd­wes­ten. Auch in Bay­ern gab es dem­nach ei­nen star­ken An­stieg. Mit ins­ge­samt 301 Er­kran­kun­gen liegt der Frei­staat mit deut­li­chem Ab­stand hin­ter Ba­den-würt­tem­berg, wie die DAK be­rich­te­te.

Das Vi­rus wird durch Aus­schei­dun­gen von in­fi­zier­ten Tie­ren wie Rö­tel­mäu­sen, Brand­mäu­sen und Wan­der­rat­ten über­tra­gen. „Da es der­zeit we­der ei­ne spe­zi­fi­sche The­ra­pie zur Be­hand­lung des Vi­rus noch ei­ne Imp­fung in Deutsch­land gibt, bie­ten Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men die ein­zi­ge Mög­lich­keit, um sich zu schüt­zen“, sag­te Dak-lan­des­chef Sieg­fried Eu­er­le. Er rät, den Kon­takt zu Tier­aus­schei­dun­gen zu ver­mei­den und kei­ne Le­bens­mit­tel oder Ge­schirr au­ßer­halb des Hau­ses auf­zu­be­wah­ren.

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