Wahl­pla­ka­te in XXL ver­bannt

Reutlinger Nachrichten  - - SÜDWESTUMSCHAU - Al­f­red Wie­de­mann

al­ten Hau­de­gen der ober­schwä­bi­schen CDU al­les mit­ma­chen. Der Rück­gang der Cdu-stim­men­an­tei­le im Ober­land von einst 80 auf schlap­pe 50, 60 Pro­zent, fünf Jah­re des Nicht-re­gie­rens in Stuttgart und heu­te das Tei­len der Macht mit den frü­her so fre­chen Grü­nen.

Nicht ge­nug der Prü­fun­gen. Aus­ge­rech­net in Bi­be­rach muss­te Jo­sef Rief, Land­wirt, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter seit 2009 und zur Wahl am 24. Sep­tem­ber wie­der Di­rekt­kan­di­dat der CDU, sei­ne Wahl­pla­ka­te ab­hän­gen. Auf An­wei­sung aus dem Bi­be­r­a­cher Rat­haus.

Das hät­te sich frü­her kein Bür­ger­meis­ter im schwar­zen Ober­schwa­ben ge­traut. Nicht um­sonst wird im­mer noch ge­spot­tet, dass dort auch ein Be­sen­stiel ge­wählt wür­de, wird er nur von der CDU auf­ge­stellt. In Bi­be­rach gel­ten aber für al­le „All­ge­mei­ne Auf­la­gen zum Pla­ka­t­an­schlag“. Die Stadt un­ter­sagt da­mit bei­spiels­wei­se Wahl­pla­ka­te auf schma­len Fuß­we­gen, das Be­fes­ti­gen von Pla­ka­ten an Licht­mas­ten mit al­lem, was ros­ten könn­te – und Pla­ka­te, die grö­ßer als Di­na1 sind.

Das wa­ren wohl wel­che von Jo­sef Rief. Mit dem Groß­for­mat woll­te der Ober­schwa­be Erst­stim­men­kö­nig im Land wer­den. Zu­letzt kam er mit 59,0 Pro­zent auf Rang drei hin­ter Zol­ler­nalb­kol­le­ge Tho­mas Ba­reiß mit 60,7 und Alois Ge­rig mit 59,1 Pro­zent. Mal se­hen, wie sich das klei­ne­re For­mat aus­wirkt, das jetzt in Bi­be­rach hängt.

Ach ja, ein Pla­kat der Grü­nen war eben­falls zu groß und muss­te weg. Aber ob das die ober­schwä­bi­sche CDU trös­tet?

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