Al­bert Alex­and­re Lou­is Pier­re Rai­nier Gri­mal­di

Reutlinger Nachrichten  - - BLICK IN DIE WELT -

Zwar ver­such­te die Re­gen­bo­gen­pres­se, ihn als Play­boy ab­zu­stem­peln. Je­doch blie­ben sei­ne Af­fä­ren – nach dem Amts­an­tritt er­kann­te Al­bert zwei un­ehe­li­che Kin­der an – den Ob­jek­ti­ven der Pap­pa­raz­zi ver­bor­gen.

Der Prinz bau­te in den USA ei­nen ex­zel­len­ten Ab­schluss sei­ner Po­li­tik- und Wirt­schafts­stu­di­en und sam­mel­te Er­fol­ge als Sport­ler. Der Seg­ler, Schwim­mer, Ju­do­ka und Ten­nis­spie­ler nahm fünf­mal als Bob­fah­rer an Olym­pi­schen Win­ter­spie­len teil und ge­hört seit 1985 dem In­ter­na­tio­na­len Olym­pi­schen Ko­mi­tee an.

Als Fürst sieht Al­bert sich als Pflich­ten­mensch. Er kämpft ge­gen den Ruf des Steu­er­pa­ra­dies Mo­na­cos als Geld­wasch­an­la­ge von Off­s­hore-fir­men. Das Spiel­ca­si­no will er al­ler­dings nicht schlie­ßen, schließ­lich soll sein Mi­ni-reich wei­ter da­von pro­fi­tie­ren, als ei­ne Oa­se der Be­tuch­ten und Schö­nen zu gel­ten. Aber Al­bert ist es ge­lun­gen, Mo­na­co als Ver­an­stal­ter von Fach­kon­gres­sen und Vor­rei­ter in der Um­welt­for­schung ein zwei- tes Stand­bein zu ver­schaf­fen.

Frag­los ist der Um­welt­schutz, für den er sich seit den 1980er Jah­ren en­ga­giert, Al­berts größ­tes Al­bert II. heißt mit voll­stän­di­gem Na­men Al­bert Alex­and­re Lou­is Pier­re Rai­nier Gri­mal­di. Ge­bo­ren wur­de er am 14. März 1958 in Mo­na­co, sei­ne El­tern sind Fürst Rai­nier III. und Fürs­tin Gra­cia Patri­cia. Am 12. Ju­li 2005 wur­de er Fürst von Mo­na­co, am 1. Ju­li 2011 hei­ra­te­te er die Süd­afri­ka­ne­rin Char­lè­ne Witt­s­tock. Das Paar hat zwei Zwil­lings­kin­der, ein Mäd­chen und ei­nen Jun­gen. swp An­lie­gen ge­blie­ben. So ra­ti­fi­zier­te er als ers­te Amts­hand­lung das Kyo­topro­to­koll. 2006 fuhr er als ers­ter Staats­chef und im Hun­de­schlit­ten zum Nord­pol, um die Öf­fent­lich­keit auf die Eis­schmel­ze auf­merk­sam zu ma­chen.

Noch mehr frei­lich zählt in den Au­gen der Mo­ne­gas­sen, dass Al­bert sei­ne dy­nas­ti­schen Pflich­ten er­füllt und für ei­nen Stamm­hal­ter ge­sorgt hat. Auch Char­lè­ne ist bei ih­ren Un­ter­ta­nen be­liebt. Zu­mal sie ei­nen his­to­ri­schen Kreis schließt: Wie Al­bert hat sie Pi­ra­ten­blut in den Adern: Der Grün­der der Dy­nas­tie Gri­mal­di war der See­räu­ber Fran­ce­so Gri­mal­di und un­ter den nord­deut­schen Vor­fah­ren der Witt­s­tocks fin­det sich ein Klaus Stör­te­be­ker.

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