Der Griff in die Klo­schüs­sel

Rheinische Post Dinslaken - - DINSLAKEN HÜNXE·VOERDE -

Was ha­be ich da vor ei­ni­gen Ta­gen ge­le­sen? In der Schwei­zer USB-Bank und in an­gren­zen­den Re­stau­rants wa­ren die Toiletten ver­stopft. Das ist zwar an­rü­chig, aber an und für sich doch hin und wie­der nor­mal. In die­sem be­son­de­ren Fal­le war der Ver­ur­sa­cher al­ler­dings nicht das, was ge­mein­hin da­für be­kannt ist, son­dern es wa­ren zer­schnit­te­ne 500Eu­ro-Schei­ne im Wert von100.000 Eu­ro.

Jetzt fra­ge ich mich, war­um wur­den die­se Geld­schei­ne ent­sorgt, wo doch der al­te la­tei­ni­sche Spruch be­sagt, dass Geld nicht stinkt, je­den­falls nicht ehe es den Weg in die Ka­na­li­sa­ti­on ge­fun­den hat? Die Kos­ten für das Be­sei­ti­gen der Fund­stü­cke über­nahm ein schnell her­bei­ge­eil­ter Rechts­an­walt. Doch wer be­kommt nun den Fin­der­lohn? Ach, wie ger­ne wä­re ich da­bei ge­we­sen. Dann hät­te sich doch mal ein kräf­ti­ger Griff in die Klo­schüs­sel ge­lohnt.

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