Ju­gend­li­che aus Arad in Dins­la­ken

Im Sep­tem­ber wa­ren THG-Schü­ler in Is­ra­el, nun be­such­ten Ju­gend­li­che aus der Wüs­ten­stadt den Nie­der­rhein.

Rheinische Post Dinslaken - - DINSLAKEN -

DINS­LA­KEN (mt) En­de Sep­tem­ber hat­ten sich 18 Schü­ler des Theo­dorHeuss-Gym­na­si­ums (THG) auf den Weg ge­macht, leg­ten 3600 Ki­lo­me­ter zu­rück, um die is­rae­li­sche Part­ner­stadt Arad ken­nen­zu­ler­nen, um dort zehn Ta­ge ge­mein­sam mit is­rae­li­schen Schü­ler der ORT High­school zu ver­brin­gen. Ei­ne be­son­de­re Er­fah­rung für die Dins­la­ke­ner im Al­ter zwi­schen 15 und 17 Jah­ren. Seit ei­ner Wo­che sind sie Gast­ge­ber, ha­ben Be­such von 16 Schü­lern aus Arad. Am Mitt­woch wur­de die Grup­pe im Rat­haus vom stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­ter Eyüp Yil­diz emp­fan­gen. Ges­tern reis­ten die Gäs­te wie­der ab.

In den ver­gan­ge­nen Ta­gen ha­ben die Ju­gend­li­chen ei­ni­ges ge­se­hen und er­lebt. Sie wa­ren in Ber­lin, ha­ben Dins­la­ken er- kun­det und ei­ne Be­sich­ti­gung bei Thyssen-Krupp mit­ge­macht, so Be­ne­dikt Roth, Lei­ter der Is­ra­el-AG. Und sie ha­ben die bei­den Städ­te, die seit 1989 part­ner­schaft­lich ver­bun­den sind, ver­gli­chen. Wie sie ges­tern im Ge­spräch mit Eyüp Yil­diz sag­ten, sind ih­nen in Dins­la­ken die vie­len Bäu­me und die Grün­an­la­gen auf­ge­fal­len. Aber auch dass im Ge­gen­satz zu ih­rer Hei­mat hier mehr Ver­kehr herr­sche. Sie be­rich­te­ten auch da­von, dass vie­le jun­ge Leu­te Arad ver- las­sen, weil es dort kei­ne Ar­beits­plät­ze gibt.

Trä­ger die­ser Part­ner­schaft ist die Is­ra­el-AG des Gym­na­si­ums. Seit 19 Jah­ren wer­den die Be­su­che or­ga­ni­siert. Für ihn, so Yil­diz in sei­ner Be­grü­ßungs­re­de, sei es das ers­te Mal, dass er auf jun­ge Men­schen aus der Part­ner- stadt Arad tref­fe und nicht auf of­fi­zi­el­le De­le­ga­tio­nen. Er sag­te auch, dass es die bes­te In­ves­ti­ti­on in die Zu­kunft sei, wenn sich die jun­ge Ge­ne­ra­ti­on ver­ste­he. „Wich­tig ist der Kon­takt der nor­ma­len Ein­woh­ner“, so der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter. Das die Be­geg­nun­gen seit 19 Jah­ren statt­fin­den, be­deu­te auch, dass die Freund­schaft zwi­schen jun­gen Men­schen aus Arad und Dins­la­ken seit 19 Jah­ren be­steht. Und er be­ton­te, dass Dins­la­ken ger­ne die Tü­ren für Gäs­te aus der is­rae­li­schen Part­ner­stadt öff­net.

Die Ent­fer­nung zwi­schen den bei­den Städ­ten hemmt aber den Kon­takt. Das be­stä­tigt Klaus-Die­ter Graf vom Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein. Des­halb sei man froh, dass das THG sich seit vie­len Jah­ren en­ga­giert und den Kon­takt auf­recht er­hält. Da las­se sich noch ei­ne Men­ge ma­chen, mein­te Yil­diz. Vi­el­leicht schon im nächs­ten Jahr, wenn auf 20 Jah­re Part­ner­schaft zwi­schen den Schu­len zu­rück­ge­blickt

wer­den kann.

FO­TO: GERD HER­MANN

Im Rat­haus hat der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Eyüp Yil­diz die Schü­ler aus Dins­la­ken und Arad so­wie die Leh­rer emp­fan­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.