Rus­si­sche Kunst und be­deu­ten­de Iko­nen

Har­ges­hei­mer Kun­st­auk­tio­nen Düs­sel­dorf la­den am 10. und 11. No­vem­ber zur 80. Auk­ti­on mit mehr als 2000 Po­si­tio­nen ein.

Rheinische Post Duesseldorf-Sued (Benrath) - - WIRTSCHAFT -

Als der „Sol­da­ten­kö­nig“Fried­rich Wil­helm I. aus dem Hau­se Ho­hen­zol­lern im Jah­re 1740 starb, wur­de sein äl­tes­ter über­le­ben­der Sohn Fried­rich II. neu­er Kur­fürst der Mark Bran­den­burg und Kö­nig in Preu­ßen. Fried­rich II. soll­te ei­ner der be­deu­tends­ten Mon­ar­chen al­ler Zei­ten und das Mus­ter­bei­spiel ei­nes Re­prä­sen­tan­ten des auf­ge­klär­ten Ab­so­lu­tis­mus wer­den.

Der An­fang der Re­gie­rung Fried­richs war so­wohl durch tief­grei­fen­de zi­vi­le Re­for­men als auch mi­li­tä­ri­sche Er­fol­ge ge­prägt. Der Herr­scher, der sich selbst als den ers­ten Die­ner des Staa­tes be­zeich­ne­te, schaff­te die Fol­ter ab und ließ die Zen­sur in Zei­tun­gen teil­wei­se auf­he­ben. Be­son­de­res Ver­dienst sind dar­über hin­aus sei­ne Be­mü­hun­gen um den Aus­bau des preu­ßi­schen Bil­dungs­sys­tems.

Nur sechs Mo­na­te nach der Thron­be­stei­gung be­gann Fried­rich II. die Schle­si­schen Krie­ge. In zwei Krie­gen ge­lang es ihm, Schle­si­en dem Kö­nig­reich Preu­ßen ein­zu­ver­lei­ben. 1756 er­öff­ne­te Fried­rich II. den Sie­ben­jäh­ri­gen Krieg mit dem Über­fall auf das Kur­fürs­ten­tum Sach­sen, das mit dem Hau­se Habs­burg ver­bün­det war. Auf­grund sei­nes stra­te­gi­schen Ge­schicks in den Schlach­ten bür­ger­te sich end­gül­tig der Bei­na­me „der Gro­ße“ein. Habs­burg sah sich schließ­lich zu ei­nem Frie­dens­ver­trag ge­zwun­gen. Fried­rich der Gro­ße ver­starb am 17. Au­gust 1786 im Schloss Sans­sou­ci bei der Ar­beit in sei­nem Ses­sel.

Ne­ben den Prä­gun­gen der preu­ßi­schen Kö­ni­ge hat das Düs­sel­dor­fer Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men Münz­hand­lung Rit­ter zahl­rei­che Samm­ler­mün­zen von der klas­si­schen An­ti­ke über das Mit­tel­al­ter und der frü­hen Neu­zeit bis zum letz­ten Gold-Eu­ro im An­ge­bot. Al­le Mün­zen wer­den von der Fach­hand­lung mit Fo­to-Echt­heits­zer­ti­fi­kat ge­lie­fert. Ein stän­dig ak­tua­li­sier­tes An­ge­bot fin­det sich im Rit­ter-On­li­ne-Shop, wo man un­ter mehr als 10.000 Samm­ler- und An­la­ge­mün­zen wäh­len kann. www.mu­en­zen-rit­ter.de Die fei­er­li­che Herbst­sai­son zum zehn­jäh­ri­gen Fir­men­ju­bi­lä­um bei Har­ges­hei­mer Kun­st­auk­tio­nen Düs­sel­dorf wur­de mit drei Auk­ti­ons­ta­gen zu Kunst und An­ti­qui­tä­ten er­öff­net und mit ei­ner Spe­zi­al­auk­ti­on zu aus­ge­wähl­ten Meis­ter­wer­ken ab­ge­schlos­sen. Das Er­geb­nis der Auk­ti­on lässt ge­spannt auf die kom­men­de, dann 80. Auk­ti­on bei Har­ges­hei­mer schau­en.

So er­ziel­te bei­spiels­wei­se das Ge­mäl­de des deutsch-pol­ni­schen Ma­lers Micha­el Wy­wi­or­ski-Gorst­kin (1861-1926) „Ko­sa­ken und Bau­ern auf ei­nem schlam­mi­gen Weg“stol­ze 32.500 Eu­ro bei ei­nem Li­mit­preis von 6000 Eu­ro– ei­ner der höchs­ten Prei­se, die auf dem Auk­ti­ons­markt er­zielt wur­den. Und ein leuch­ten­des Aqua­rell von Emil Nol­de (1867-1956), ein Blu­men­still­le­ben von Feu- er­li­li­en und Glo­cken­blu­men, ging nach ei­nem Bie­ter­ge­fecht für 183.700 Eu­ro an ei­nen deut­schen Samm­ler.

Die 80. Auk­ti­on bei Har­ges­hei­mer am 10. und 11. No­vem­ber „Rus­si­sche Kunst und Be­deu­ten­de rus­si­sche & grie­chi­sche Iko­nen“macht mit mehr als 2000 Po­si­tio­nen rus­si­scher Ge­mäl­de, Sil­ber, Kunst­hand­werk und Bron­zen so­wie Iko­nen aus Russ­land und Grie­chen­land Düs­sel­dorf zum Zen­trum der in­ter­na­tio­na­len Iko­nen und rus­si­schen Kunst­welt. Ein Hö­he­punkt ist ei­ne be­deu­ten­de Iko­ne mit der Got­tes­mut­ter Mad­re del­la Con­so­la­zio­ne des kre­ti­schen Iko­nen­ma­lers Ni­ko­la­os Tz­a­fou­res vom En­de des 15. Jahr­hun­derts. Der Schätz­preis liegt bei sehr mo­de­ra­ten 3000 Eu­ro – und dürf­te um ein Viel­fa­ches über­trof­fen wer­den. Nicht nur die Her­zen rus­si­scher Olig­ar­chen dürf­ten die Iko­nen mit email­lier­ten Ok­la­den aus ver­gol­de­tem Sil­ber hö­her schla­gen las­sen, zu­mal gro­ße Na­men wie Iwan Ch­leb­ni­kow und Pa­wel Owt­schin­ni­kow als Gold­schmie­de­meis­ter hin­ter den Meis­ter­wer­ken ste­hen. Von Pa­wel Owt­schin­ni­kow wer­den zwei fei­ne Email-Iko­nen mit dem Chris- tus Pan­to­kra­tor und der Got­tes­mut­ter Iwer­s­ka­ja an­ge­bo­ten. Im Be­reich der Ge­mäl­de sol­len stell­ver­tre­tend die Künst­ler Adolf Baum­gart­nerS­toi­loff und Ni­ko­lay Bog­da­nov-Bels­kiy ge­nannt wer­den. Bog­da­nov-Bels­kiy fer­tig­te vor al­lem Land­schaf­ten, Gen­re­bil­der so­wie Por­traits. In der Auk­ti­on wird ein stim­mungs­vol­les Win­ter­bild an­ge­bo­ten.

Auch die Sil­ber­ar­bei­ten sind durch­aus nicht zu ver­ach­ten. So ist ein sie­ben­tei­li­ges Punsch­set mit Bra­ti­na, Schöp­fer, Trink­ge­fä­ßen und Ta­blett des Hof­lie­fe­ran­ten Iwan Ch­leb­ni­kow im Ori­gi­nal­kof­fer mit fei­nem geo­me­tri­schem De­kor ver­ziert. www.kunst­auk­tio­nen­du­es­sel­dorf.de

Ei­nes der Ex­po­na­te der Har­ges­hei­mer Kun­st­auk­ti­on: ei­ne Cloi­son­né-Email-Iko­ne mit Chris­tus Pan­to­kra­tor von Pa­wel Owt­schin­ni­kow.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.