Em­me­richs Zu­kunft nimmt Gestalt an

Rheinische Post Emmerich-Rees - - GRENZLAND AM RHEIN -

Nach lan­gen De­bat­ten steht der Plan. Es geht los auf dem Geist­markt. Er wird in 2018/2019 für 2,9 Mil­lio­nen Eu­ro um­ge­baut.

EM­ME­RICH (hg/nk) Auf dem al­ten Ka­ser­nen­ge­län­de ent­steht ein neu­es Stadt­quar­tier mit Ge­sund­heits­park, Woh­nen und Ge­wer­be. Auf dem Ne­u­markt wird – ir­gend­wann – die neue Mit­te der Em­me­ri­cher In­nen­stadt ge­baut.

Das ist das Er­geb­nis pri­va­ter In­ves­to­ren. Doch es be­darf ei­nes theo­re­ti­schen Un­ter­baus, sprich städ­ti­scher Pla­nung, da­mit klar wird, in wel­cher Wei­se Em­me­richs Han­del wach­sen soll. Da­für gibt es zwei In­stru­men­te: das Ein­zel­han­dels­kon­zept, das vor­schreibt, wo Din­ge ver­kauft und Ge­schäf­te ge­baut wer­den dür­fen. Und das In­te­grier­te Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept (ISEK), das dar­legt, in wel­chem Teil der Stadt et­was ar­chi­tek­to­nisch oder struk­tu­rell ver­bes­sert oder ver­än­dert wer­den soll.

Bei­de Kon­zep­te sol­len am 7. No­vem­ber vom Rat ver­ab­schie­det wer­den. Dann kann die Stadt frist­ge­recht zum bis 30. No­vem­ber ers­te Städ­te­bau­för­der­mit­tel be­an­tra­gen. Nach letz­ten Ab­stim­mungs­ge­sprä­chen in Düs­sel­dorf mit Mi­nis­te­ri­um und Be­zirks­re­gie­rung gab es in der Schluss­kur­ve des ISEK noch ei­ni­ge Kor­rek­tu­ren, die Verena Heinz (Stadt- und Re­gio­nal­pla­nung Dr. Jan­sen, Köln) im Aus­schuss für Stadt­ent­wick­lung re­fe­rier­te.

Da­nach wur­de die Auf­wer­tung des Al­ten Mark­tes fal­len­ge­las­sen. War­um? Weil kaum noch Flä­che üb­rig­bleibt für Mo­bi­li­ar und Spiel­ge­rä­te, wenn man die von der Feu­er­wehr be­an­spruch­ten Fahr-, Be­we­gungs- und Auf­stel­lungs­flä­chen so­wie die der Shi­sha-Bar er­teil­te Son­der­nut­zungs­er­laub­nis für ei­ne Au­ßen­gas­tro­no­mie ab­zieht.

Ab­ge­speckt wur­de der städ­te­bau­li­che Wett­be­werb. Der soll­te sich ur­sprüng­lich auf Ge­schäfts­stra­ßen und zen­tra­le Plät­ze er­stre­cken. Üb­rig blie­ben Wett­be­wer­be für die Stadt­ein­gän­ge Geist­markt und Klei­ner Lö­we. Hin­ter­grund: Die vor Jah­ren um­ge­stal­te­ten Ge­schäfts­stra­ßen wie Non­nen­platz und Al­ter Markt sind noch mit ei­ner Zweck­bin­dung der För­der­mit­tel be­legt und in an­de­ren Pro­jek­ten auf­ge­gan­gen, z.B. Schu­le im Quar­tier.

Hier könn­te ir­gend­wann die Stadt sel­ber in­ves­tie­ren. Be­kannt­lich gibt es die Idee, ein Son­der­ver­mö­gen von an­fäng­lich zwölf Mil­lio­nen Eu­ro für die Wirt­schafts­för­de­rung zu bil­den.

Der Geist­markt bil­det gleich­sam das „Star­ter­pro­jekt“zur Um­set­zung des ISEK. Pro­jekt­lauf­zeit: 2018/ 2019. Das Ein­falls­tor zur In­nen­stadt soll für ins­ge­samt 2,925 Mil­lio­nen Eu­ro zum Stadt­platz um­ge­baut wer­den. Be­deu­tet: we­ni­ger Au­tos, mehr Grün und Spiel­ge­rä­te, Ins­ze­nie­rung his­to­ri­scher Blick- und We­ge­be­zie­hun­gen.

Da der Er­werb des St­ein­tor-Ge­län­des, auf das Kauf­land ei­ne Op­ti­on hält, noch nicht fest­steht, wur­de nur der Ci­ty-Ein­gang St­ein­tor in den Wett­be­werb für den Geist­markt ein­be­zo­gen. Am Ziel, der Schaf­fung ei­nes at­trak­ti­ven Stadt­ein­gangs mit Flä­chen für Kir­mes, Park­plät­zen und Wohn­mo­bil­stell­ät­zen, wird fest­ge­hal­ten.

Wei­ter ist man bei Wem­mer & Jans­sen. An der Men­no­ni­ten­stra­ße könn­te sich ein Fach­markt an­sie­deln.

Be­son­ders die Zu­kunft der St­ein­tor-Bra­che wur­de in der Ver­gan­gen­heit von Po­li­ti­kern und Bür­gern kon­tro­vers dis­ku­tiert, bis heu­te. Für den Ers­ten Bei­ge­ord­ne­ten Dr. Ste­fan Wachs steht da­bei nach den Bür­ger­fo­ren fest, dass die Um­ge­stal­tung des St­ein­tors als Platz das größ­te Punk­te­kon­tin­gent ein­ge­heimst hat.

Der Fach­aus­schuss leg­te dem Rat das über­ar­bei­te­te ISEK mit 13:6 Stim­men ans Herz.

Ste­hen die Kon­zep­te, kann Em­me­rich Geld be­an­tra­gen. Ei­ne Auf­wer­tung des Al­ten Mark­tes

hat kei­ne Chan­ce

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